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Bitterer Tag für Computec

Zum Jahresende reflektiere ich gerne das zurückliegende Stück des Jahres und dabei fiel mir die Tage schon auf, dass ich zu viel Geld für Blödsinn ausgebe, den ich gar nicht brauche. Insofern räume ich gerade auf und kündige diversen Krams, den ich nicht mehr brauche. Zwei Mobilfunkverträge sind in etwa so nötig wie ein Abo bei WeightWatchers, das man nicht mehr nutzt oder vier PC-Zeitschriften im Abo, die eh alle das Gleiche berichten. Da ich sowas aber auch ungern nüchtern tue, lasse ich euch mal teilhaben an meinem Schreiben an den Computec-Aboservice:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einiger Zeit beziehe ich sowohl die PC Action als auch die PC Games aus dem Hause Computec, jeweils in der Ausgabe ab 18 Jahren. Hiermit kündige ich beide Abonnements zum nächstmöglichen Termin. Ich habe weder meine Kundennummer noch meine Abonummer zur Hand, aber ich bin sicher, dass Ihre leistungsfähige EDV mich bzw. meine Abos finden wird.

Außerdem bitte ich um kurze schriftliche Bestätigung (gerne auch per E-Mail an mail-at-ollyhart.de) und äußere ausdrücklich den Wunsch auf sämtliche Überredungsversuche – insbesondere per Telefon – zu verzichten. Ich erkläre ferner, dass ich diese Willenserklärung im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte abgebe. Grüßen Sie mir bitte außerdem die Frau Pruy, falls diese noch im Unternehmen tätig ist, da sie immer sehr nett zu mir war.

Falls sie der Grund für die Kündigung interessiert: Ich gebe zu viel Geld aus für Sachen, die ich gar nicht brauche, insofern bin ich zum Handeln gezwungen. Das es das Hause Computec dabei in voller Härter trifft tut mir schon ein wenig Leid, aber Sie werden es überleben hoffe ich.

Mit freundlichem Gruß und einem Winken in die Runde.

Mal schauen, ob die Leute dort Spaß verstehen und sich vielleicht zu einer lustigen Antwort hinreißen lassen.

Popcorn auf dem Index

Auch wenn das Jahr bald schon wieder rum ist, die Januar-Ausgabe der Jugendzeitschrift Popcorn wurde auf den Index für jugendgefährdende Schriften gesetzt. Dies bedeutet, dass die fünf noch nicht verkauften Hefte aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Stein des Anstoßens waren pornografische Bilder. Zu sehen war eine junge Dame, die in Leder gehüllt war. Hinter ihr stand ein Mann, der den Geschlechtsakt andeutete. Wer sich nicht mehr richtig erinnert, die Popcorn war so etwas wie die kleine Schwester der Bravo, nur halt mit größeren Rätselanteil in der Mitte. Das macht sie für mich heute vielleicht interessanter, damals störte mich vor allem der verklemmte Aufklärungsteil, da war die Bravo um Längen besser bestückt (welch Wortspiel).

Ausgelöst wurde die Indizierung letztlich durch eine aufgebrachte Kioskverkäuferin aus dem verschlafenen Paderborn, einer kleinen nordrheinwestfälischen Stadt, wo sich Fuchs und Hase noch liebevoll Gute Nacht sagen. Die Sado-Maso-Spiele im Springer-Heftchen empörten die Dame zutiefst. Dass mittlerweile jedes Schulkind – auch in Paderborn – bereits seine Ausgabe hat, spielt dabei eine untergeordnete Rolle, man will ja letztlich nur den Verlag disziplinieren. Bei der ganzen Aktion hat meiner bescheidenen Meinung nach höchstens die Stadt Paderborn einen kleinen Imageschaden erhalten. Falls ich da mal zu Gast bin, werde ich sicherheitshalber lange Hosen und ein zugeknöpftes Hemd anziehen. Nicht, dass man da noch geteert und gefedert wird.

Galore!

Passt ja wieder. Als mich Kollege Sharbe vor kurzem fragte, was denn eigentlich Galore bedeutet fiel mir auf, dass ich die neue Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift gar nicht habe. Und nun habe ich die Ausgabe 05 (Dezember/Januar) in der Hand und ich freu mich wieder riesig darauf. Ich lese wirklich extrem viele Zeitschriften, in die Badewanne ohne Zeitschrift zu gehen ist sowieso ein Sakrileg, aber keine davon wird so intensiv gelesen wie Galore. Wer noch nie einen Blick rein geworfen hat: Es gibt von vorne bis hinten nur Interviews mit bekannten Personen, weniger bekannten Personen oder Personen, die mal bekannt waren. Dabei lese ich sogar die Interviews, bei denen mich die Personen so überhaupt nicht interessieren. Wenn ich so die Namen überfliege freue ich mich am meisten auf: Campino, Sarah Kuttner, Christopher Walken (ha, da kenn ich noch wen, der dafür töten würde), Nancy Sinatra, Elton John, Oliver Kalkofe, LL Cool J und Vin Diesel. Aber ich denke auch bei den anderen, hier nicht genannten wird der eine oder andere interessante Artikel dabei sein. Wer die Message dieses Beitrages nicht verstanden hat: Kaufen, jetzt, nur 4,90 Euro und dafür so dick wie mein Hintern mal war. Ihr seht, es lohnt sich.

Nervöses Kribbeln

Heute ist es endlich soweit. Der Tag der Wahrheit ist gekommen. Das People-Magazine gibt heute die 50 Namen bekannt, die sich zu den hübschesten Menschen dieses Erdballes zählen dürfen. Und ich weiß wirklich nicht, ob ich es in die vordere Hälfte geschafft habe oder mich mit einem der 25 hinteren Plätze begnügen muss. Mit dabei natürlich auch das Hollywood-Traumpaar Brad Pitt und Jennifer Aniston. Diese meinte vorab „Ich fand mich niemals schön und war ein hässlicher Teenager.“ Tja, da sieht sie mal, wie einfach sie es hatte. Meine Kindheit war leider deutlich komplizierter, da ich schon damals im Rampenlicht stand. Die leicht zickige Julia Roberts ist zum neunten Mal dabei, Halle Barry zum achten und Nicole Kidman zum sechsten Mal. Ich werde also in bester Gesellschaft sein und in meiner Dankesrede natürlich meine treuen Leser grüßen – Ehrensache!