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Genervt oder der einzige Beitrag zum Wetter

Dies wird der einzige Beitrag über’s Wetter. Ich bin es echt Leid. Das halbe Jahr muss man sich überall durchlesen, wie scheiße das Wetter doch ist und wie sehr alle den Sommer vermissen. Und nun? Jetzt ist es richtig heiß draussen und alle mosern rum, dass es viel zu warm ist. Könnt ihr euch vielleicht mal entscheiden? In solchen Momenten wird mir wieder klar, warum die Deutschen als Volk der Nörgler bekannt sind. Und klar, ich unterstreiche diese These ja gerade noch.

Ich mag wenige Sachen am Sommer. Diese haben im Prinzip auch nicht wirklich etwas mit dem Sommer direkt zu tun, sondern sind allenfalls Begleiterscheinungen. Dazu gehören kühle Getränke, Grillabende, leckeres Eis und die leicht bekleidete Damenwelt. Das mal ausgenommen ist der Sommer mit Abstand die beschissenste Jahreszeit, die ich mir nur vorstellen kann.

Da wäre dieses unendliche Schwitzen. Ständig duschen, da man sich schon wieder so unwohl fühlt. Gestern Abend war wieder Tanzkurs. Das war bei den Temperaturen die reinste Folter, schnellere Tänze wie der Jive wurden kollektiv boykottiert. Theoretisch könnte man aktuell locker zehn Mal am Tag duschen und hätte dennoch das Gefühl, dass es nicht ausreicht. Dann – und klar ist das ein persönliches Problem – wäre da der blöde Heuschnupfen. Morgens geschwollene, verklebte Augen, ständiges Niesen und eine laufende Nase, die den Eindruck eines tropfenden Wasserhahns vermittelt. Selbst mit Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen.

Also geht mir weg mit dem tollen Sommer, kann ich nichts mit anfangen.

Wir werden alle sterben

Da bin ich mir ziemlich sicher, gleich ist es soweit. Wenn ich so aus dem Fenster schaue sehe ich das Anfangsszenario von War of the Worlds. Mächtig eindrucksvoll diese fetten Blitze. In spätestens zehn Minuten brechen die Tripods aus der Erde und dann ist Schluss mit lustig.

Verfickte Scheißkälte

Gestern mal nicht im gebührenpflichtigen Parkhaus direkt neben dem Kino geparkt sondern auf Kumpel Olafs Rat das Auto auf einem gebührenfreien Parkplatz „dicht bei“ abgestellt. Auf dem gefühlten Drei-Tage-Marsch zum Kino übelste Schimpftiraden ob der Eiseskälte ausgestoßen. Das Wetter verflucht. Den weit entfernten Parkplatz madig gemacht. Und überhaupt. Beschäftige ich mich wirklich zu viel mit Weblogs, wenn darauf die Frage kommt, ob es – aufgrund der gepflegten Kraftausdrücke – schon wieder ein neues Video von diesem Winkel-Typen gäbe?

Schweinekalt

Ich lief vorhin durch die kalten Straße von München und ich kann euch sagen: Die eisigen Temperaturen aus Moskau sind bei uns angekommen. Irgendwann hörte meine Nase auf zu tropfen, da mir der Schnodder an der Nasenscheidewand festgefroren war. Weitere 100 Meter später spürte ich meine Ohren nicht mehr. Aber schön ist es hier dennoch. Und das kribbelt total witzig, wenn wieder Gefühl in die einzelnen Körperteile kommt.

Scheißendreck Schnee

Es wird mir ein Rätsel bleiben, was andere Leute so toll am Schnee finden. Als ich neun und noch König der Rodelpiste war fand ich das ja auch noch super, aber nun? Ich schaue mir das auf Fotos sehr gerne an, aber selbst haben muss ich das nicht. Es ist einfach zum Kotzen, dass dieser weiße Rotz genau dann vom Himmel fällt, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann. Heute zum Beispiel wirft das die ganze Planung durcheinander. Es gab keine Brötchen zum Frühstück und das auf einem Samstag. Nachher muss ich nach Hannover, ein echtes Vergnügen bei diesem Mistwetter. Ich geh jetzt raus und pinkele „Scheiß Wetter“ in den Schnee. Nur aus Protest!