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Fünf Gründe, warum ich dir nicht in Twitter folge

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Nach einer kleinen Abstinenz-Phase ist meine Liebe zu Twitter wieder neu entflammt. In letzter Zeit bemerke ich einen Zufluss an neuen Followern. Ab 100 Leuten, denen man folgt, wird es schnell mal unübersichtlich und dann beginnt die Zeit der genaueren Auslese. Ich kaufe ja auch nicht jedes Sweat-Shirt. Daum hier die fünf Hauptgründe, warum ich jemandem nicht folge (was ja auch kein Weltuntergang ist):

Du hast kein Userbild

Wenn wir uns in einer Kneipe kennenlernen würden, dann würdest du dich ja auch nicht vermummen, oder? Ich erwarte ja nicht mal, dass jemand wirklich sein richtiges Bild hinterlegt. Den Wunsch nach einer kleinen Portion Anonymität im Web kann ich gut nachvollziehen. Im Gegensatz zur eigenen Twitter-Seite erwarte ich aber zumindest etwas Kreativität bei der Auswahl des Userbildes.

Du hast keine User-Infos hinterlegt (Webseite, Ort usw.)

Leute, die weder Ort noch Webseite oder sonstiges angegeben haben sind mir suspekt. Da müssen die letzten Tweets schon sehr interessant sein, damit ich den Mauszeiger zum Klick auf „Follow“ bewege. Ausgefüllte Infos haben mich schon oft zum Folgen bewegt, auch wenn die letzten Tweets eher uninteressant oder belanglos waren. Einfach weil es vielleicht jemand aus der Nähe oder mit einem coolen Blog war.

Du folgst 1000+ Leute, aber so gut wie niemand dir

Ich traue mich gar nicht, einen Vergleich zum echten Leben zu ziehen. Immer wieder sehe ich bei Twitter Leute, die 1000+ anderen folgen selbst aber von so gut wie niemandem gefolgt werden. Da ist mir bisher niemand untergekommen, der was interessantes von sich gegeben hat.

Du schreibst gar nicht oder lässt für dich schreiben

Wenn ich sehe, dass das letzte Update mehr als x Monate her ist, kann man kaum etwas interessantes erwarten. Ein weiteres Ärgernis sind Auto-Antworten oder Postings. Dazu gehören Sachen wie „New Blog Posts“ oder „Vielen Dank für‘s followen“. Eine Unsitte, die immer mehr umgreift. Auto-Antworten finde ich per se unpersönlich. Bei den Nachrichten bei neuen Blog Postings kann ich es verstehen bei Leuten, die sehr selten aktualisieren. Im Normalfall sehe ich das aber ohnehin via RSS-Feed. Habe ich früher auch gemacht, aber bei einer größeren Anzahl von Leuten, denen man followed, nervt das nur noch.

Du bist eine werbende Wildsau

Leute, die – egal ob viral oder ganz offen – nur auf Werbung aus sind, fliegen von der Liste. Das gilt auch für Leute, bei denen in jedem Posting rüberkommt, dass es nur darum geht, die Anzahl der eigenen Follower zu erhöhen. Das ist genauso schlimm wie Webseiten mit blinkenden Werbebannern.

Google und die Sache mit den Browsern

chrome.jpgIch habe mir natürlich auch den neuen Google-Browser Chrome angeschaut, über den sich gerade das Web streitet. Die Pro-Fraktion mag den schlanken Browser, der zudem auch noch pfeilschnell ist. Die Contra-Fraktion möchte Google nicht noch mehr sensible Daten in den Rachen schieben. Chrome basiert auf der Open-Source-Browser-Engine Webkit, die auch u.a. Safari antreibt. Diese nutzt Google auch für Android. Dazu kommt eine selbst geschriebene neue Java-Engine V8, die nochmal einiges an Performance bringt. Chrome selbst ist nicht Open Source, wie oft zur Zerstreuung der Datenschutzproblematik zu lesen ist. Chromium, die Codegrundlage von Chrome, ist Open Source. Das mag jetzt nach Haarspalterei klingen, ist aber alles andere als unerheblich.

Der Ersteindruck von Chrome ist prima: Der Browser ist quasi sofort nach Start verfügbar, Internetseiten bauen sich wirklich sehr schnell auf. Deutlich schneller als mit dem IE7 und auch gefühlt ein Stück schneller als mit Firefox 3. Dazu kommen schöne Sachen wie Domain-Highlighting, Downloadleiste, anonymes browsen und dynamische Tabs. Einen Grund zum Wechsel von Safari oder Firefox auf Chrome habe ich jedoch nicht gefunden. Insofern schließe ich mich den Bedenkenträgern an und habe das beruhigende Gefühl, Google nicht noch mehr anzuvertrauen als ich das nicht schon ohnehin getan habe.

Und wer sich für genauere Tests interessiert: Yahoos Zimbra-Team hat einen Geschwindigkeitstest mit dem eigenen sehr mächtigen Ajax Web Interface gemacht. Dabei kommt Chrome ziemlich gut weg. Schon die veröffentlichte Betaversion zieht vom Speed her problemlos am IE und Firefox vorbei. Einzig Safari ist noch einen Augenschlag schneller.

Dramaking nun mit Disqus-Support

Ich bin schon vor längerer Zeit über Disqus gestolpert. Jetzt habe ich mich endlich dazu durchgerungen, das System hier im Blog einzubauen. Bei allen Postings, die bis eben OHNE Kommentare waren und alle zukünftig geschriebenen steht nun das Disqus-Kommentarfeld. Für euch ändert sich dadurch im Prinzip nichts, außer dass jetzt auch Videokommentare möglich sind. Wobei ich ja fast wetten würde, dass sich das sowieso niemand traut.

Wo die Vorteile von Disqus liegen? Thread-Ansicht, Kommentar-Bewertungen, leichtere Administration und im Dashboard auf Disqus.com habe ich alles im Überblick. inklusive meiner anderen Web2.0-Dienste wie Flickr, Tumblr, del.icio.us usw. Sollte es wider Erwarten zu Problemen kommen, einfach schreien.