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Amazon Kindle – Not for me

Soso, Amazon baut also den iPod zum Lesen, den Kindle. Ein Ebook-Reader für 400 US-Dollar. Nichts für mich. Ich habe generell ein Problem mit Ebook-Readern. Ich will ein echtes Buch in der Hand haben, dass ich auch mit in die Badewanne nehmen kann. Ich will zur Not selbst Anmerkungen reinschreiben und Lesezeichen reinlegen. Wenn ich das Buch durch habe, will ich die Option haben, dieses an Freunde zu verleihen oder es bei Bedarf auch zu verkaufen.

Das alles geht zumindest mit dem Kindle nicht. Das Format der Kindle-Bücher wird ausschließlich auf dem Kindle wiedergegeben. Kostenpunkt in etwas zehn Euro pro Stück. Kindle-Bücher können selbst an andere Kindle-Eigner nicht weitergegeben werden. Dazu sind sie mit DRM versehen, ein Verkauf ist ebenfalls nicht vorgesehen. PDFs werden nicht dargestellt, eigene Dateien können gegen eine Gebühr von 0,10 US-Dollar auf den Kindle übertragen werden. Blogs kann man auch abonnieren, für schlanke 2 US-Dollar – pro Blog versteht sich. Große Klasse. Der eingebaute Browser in s/w ohne JavaScript bietet laut TechCrunch eine „horrible web browsing experience“.

Das Design in weiß-beigem Plastik mit dem Charme einer deutschen Küche der frühen 70er Jahre kann nur mit einem gewieften Lächeln als Retro bezeichnet werden. Das dahinter ehemalige Commodore-Designer stecken ist nur ein böses Gerücht. Dennoch – kaum zu glauben – ist die erste Auflage bereits ausverkauft.

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Der technische Fortschritt

Der Fortschritt ist wirklich beachtlich, so allgemein gesprochen. Eben fragte mich eine Nachbarin, ob wir nicht ihre Harry-Potter-Kassetten für Junior haben wollen. Zum Wegwerfen wären die ja zu schade. Stimmt sicherlich und ich wollte zunächst zusagen. Aber dann fiel mir ein, dass Junior gar keinen Kassettenrecorder mehr hat. CDs kann er abspielen, MP3s auch. Aber Kassetten? Fehlanzeige. In solchen Momenten merke ich erst, wie alt ich bin.

Als ich klein war, waren Kassetten der Fortschritt, Langspielplatten aus Vinyl (allein die Tatsache, dass man das erklären muss ist kurios) noch an der Tagesordnung. Mein Vater hatte damals sogar noch ein Tonbandgerät im Schrank. Von der Größe war das vergleichbar mit einem Kinoprojektor, ohne aber eine vergleichbare Qualität bieten zu können. Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass inzwischen mehr als 60% der deutschen Bevölkerung bereits online unterwegs ist. Auf die Frage nach der Befindlichkeit hört man im Bekanntenkreis immer öfter die kritische Frage, ob man das zur Person gehörende Weblog gar nicht richtig lesen würde. Da steht doch alles fein säuberlich in epischer Breite.

An mir selbst merke ich das ja auch. Es ist mir heute lieber, wenn mir jemand einen Skypenamen sagt, statt einer Telefonnummer. Ich schaue kein TV mehr, weder private noch öffentlichtlich rechtliche Sender. Meine Infos kommen aus dem Internet. Einzig von Zeitungen und Zeitschriften mag ich mich nicht trennen. Die Verlockung diese mit ins Bad nehmen zu können, ist einfach zu groß. Aber spätestens mit einem Tablet-Rechner mit Internet, Touchscreen usw. hat das dann vermutlich auch ein Ende.

Homebrew für alle PSP-Handhelds

Sony PSPDie Homebrew-Szene auf der PSP ist sehr aktiv. Gehindert wurde dies in der Vergangenheit dadurch, dass nur bestimmte Firmware-Versionen in der Lage waren, Homebrew-Software abzuspielen. Neue Versionen gingen gar nicht, ältere mussten „downgegradet“ werden. Nun ist es einer Gruppe gelungen, Homebrew-Software auf allen PSPs zum Laufen zu bringen. Möglich wurde dies durch einen Exploit im Spiel Lumines von Ubisoft. Wie beliebt das Ganze ist zeigt sich dadurch, dass das alte Spiel Lumines bei Amazon inzwischen von Verkaufsrang 797 auf Platz 1 geschossen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (via)