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Gedanken zum Tod von Robert Enke

Ich wohne zwar in der Nähe von Hannover, habe aber trotz einer gewissen Fußball-Affinität keinen Bezug zu Hannover 96.

Dennoch lässt mich der Suizid von Robert Enke nicht unberührt. Kaum vorstellbar, dass er sich nur wenige Kilometer von hier vor einen Zug geworfen hat. Was ich nun unsagbar schade finde ist die öffentliche Diskussion darüber. Jeder möchte Antworten auf das unweigerliche „Warum?“ haben. Doch diese Antwort kann erstens keiner geben und zweitens geht sie auch niemanden etwas an.

Robert Enke war eine Person des öffentlichen Lebens. Überall wird versucht aus etwaigen Formkrisen oder ähnlichen Details seines öffentlichen Lebens einen Grund für den Suizid der privaten Person zu finden. Niemand außer seinem privatem Umfeld (Familie, enge Freunde) kannte diesen Menschen und daher sollte man es dabei belassen.

Die Medien, die jetzt jeden Stein umdrehen und Reporter vor dem Wohnhaus und den Manschaftsquartieren abstellen, sollten sich besser mal hinterfragen. Wenn Menschen des öffentlichen Lebens Angst vor einer anständigen Behandlung ihrer Probleme haben, weil das ja alles medial ausgeschlachtet werden und zum Nachteil gereichen könnte, dann läuft definitiv etwas falsch.

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