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Das Lächeln der Sterne

Inhalt

Adriennes (Diane Lane) Leben ist nicht mehr das selbe seit ihr Mann vor sieben Monaten sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat und sie danach mit den beiden Kindern allein sitzen gelassen hat. Doch auf einmal will der reuevolle Ehemann seine Familie zurück. Adrienne versteht die Welt nicht mehr. Um klar zu kommen sagt sie zu, ihre Freundin zu vertreten, die eine kleine Pension in der kleinen Küstenstadt Rodanthe führt. Ein leichter Job, denn schließlich hat sich nur ein Gast angesagt, der in sich gekehrte Arzt Dr. Flanner (Richard Gere). Beide kommen sich näher, denn beide haben eines gemeinsam, denn beide haben eine schmerzhafte Erfahrung hinter sich.

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Wo ist Fred?

Wo ist Fred?

Inhalt:

Mara (Kling) ist die Angebetete von Fred (Schweger). Die will Fred jedoch nur, wenn er ihren Sohn Linus glücklich macht. Dazu muss er einen Basketball mit den Autogrammen der Alba-Stars ergattern. Den bekommen jedoch nur Behinderte. Um dem Kleinen jedoch eine Freude zu machen gibt sich Fred als Behinderter aus und verbannt sich selbst in den Rollstuhl. Er bekommt den gewünschten Ball, dieser wird ihn jedoch erst eine Woche später ausgehändigt. In der Zwischenzeit soll er mit der hübschen Denise (Lara) einen Werbespot für Alba drehen. So ist Fred für eine Woche an den Rollstuhl gefesselt. Sein Leben gerät in Turbulenzen, ebenso wie sein Liebesleben.

Kritik:

Man kann sich vortrefflich darüber streten, ob der Film nun geschmacklos ist und sich über Behinderte lustig macht oder nicht. Aber das ist eigentlich auch egal, denn es ist und bleibt ein höchste belangloser Film aus dem Mittelmaß, der einzig von Christoph Maria Herbst und mit Abstrichen von Jürgen Vogel gerettet wird. Til Schweiger und Alexandra Maria Lara machen ihre Sachen zumindest gut.

Der Rest ist eine alberne Zwickmühlen-Klamotte, wo Fred ständig zwischen Rollstuhl und aufrechtem Gang hin und her wechselt und halt darauf achten muss, damit es nicht die falsche Position mit bekommt. So weit so Haha. Dabei bleiben einem leider viele Klischees wie z.B. das fette, eklige Kind nicht erspart.

Einige lustige Momente kann Wo ist Fred für sich verbuchen, für eine Komödie ist das aber eindeutig zu wenig.

Infos:

Titel/Originaltitel: Wo ist Fred?
Herkunftsland/Jahr: Deutschland, 2006
Länge: 107 Minuten
Kinostart: 16. November 2006
Regie: Anno Saul
Drehbuch: Bora Dagtekin
Darsteller: Til Schweiger, Alexandra Maria Lara, Christoph Maria Herbst, Jürgen Vogel, Anja Kling
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)

Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)

Fernando Meirelles lieferte mit City of God 2004 einen Überraschungshit ab und wurde für diese Regiearbeit für den Regie-Oscar nominiert. Sein nächstes Werk wählte er mit Bedacht und so nahm er sich dem Roman “Der Ewige Gärtner“ von John le Carré an. Der Bestseller erzählt vom Missbrauch an Aidskranken in Afrika durch Pharmakonzerne, die dort auf billigste Weise ihre Medikamententests ohne Rücksicht auf Verluste durchführen.

Tessa (Rachel Weisz) und Justin (Ralph Fiennes) sind total verschieden und lernen sich zufällig kennen. Justin ist Regierungsvertreter und Tessa Aktivistin mit viel Herzblut. Nachdem sie ihn öffentlich attackiert hat gehen beide einen Kaffee trinken, landen im Bett und heiraten schnell. Als beide in Afrika weilen wird die Leiche von Tessa zusammen mit dem toten Fahrer aufgefunden. Zunächst sieht alles nach einem Verbrechen aus Leidenschaft aus, denn Tessa wurde ein Verhältnis zu Dr. Arnold Bluhm (Hubert Koundé) nachgesagt, der auch verschwunden ist. Justin glaubt nicht an diese These und nimmt die Ermittlungen in die eigene Hand. Seine Nachforschungen bringen ihn auf die Spur eines riesigen Skandals, die auch sein eigenes Leben bedroht. Doch sein Wunsch, die endgültige Wahrheit zu erfahren lässt ihn nicht ruhen. Justins Weg ist gefährlich und bringt Justin nicht nur der Lösung näher sondern auch seiner Frau.

Für Fernando Meirelles bedeutet dies den Sprung in die vorderste Reihe der Regisseure

Eher ungewöhnlich beginnt Der Ewige Gärtner mit dem tragischen Tod von Tessa und gliedert sich dann grob in zwei Handlungsstränge. In einem nimmt Ehemann Justin die Ermittlungen auf und forscht im fernen Afrika nach den wahren Begebenheiten von Tessas Tod. Im anderen Strang erleben wir eine romantische Liebesgeschichte, die auch gleichzeitig die Antriebsfeder für Justin ist. Es ist faszinierend zuzusehen, wie Meirelles diese beiden Stränge geschickt mit Überblendungen und Rückblenden verwebt hat. Oft wird etwas nur angerissen, dann kurz unterbrochen und am Ende zu Ende erzählt. Die Liebesgeschichte ist hier nicht schmückendes Beiwerk sondern die Motivation und Erklärung für Justins Handeln. Beide haben sich zwar lieben aber nur bedingt kennen gelernt. Erst mit seinen Ermittlungen erfährt Justin, wer Tessa eigentlich war und warum es in seinem Leben auf einmal so verdammt leer ist.

Der Ewige Gärtner wird als Thriller beworben, was nur bedingt zutrifft. Einen richtigen Thrill gibt es nicht und insgesamt wird die Geschichte eher ruhig und auf eine besondere Weise fast dokumentarisch erzählt. Das liegt zu einem großen Teil auch an der überzeugenden Optik. Teilweise hat man das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Visuell erinnert der Film an City of God. Meirelles setzt auf Unschärfe, wackelnde Handkameraaufnahmen und vielen perspektivischen Spielereien. Das verleiht dem Film einen authentischen und letztlich auch originellen Look. Je nach Handlungsort wird auch viel mit Farbfiltern gespielt, der Vergleich zu Steven Soderberghs Traffic drängt sich ein wenig auf. Die Besetzung trägt ihr übrigens zum sehr guten Gesamtbild bei. Ralph Fiennes spielt ganz groß auf, vor allem in der ersten Hälfte des Filmes. Man achte nur auf sein Gesicht bei der Nachricht vom Tode seiner Frau. Nur durch seine Mimik bringt Fiennes mehr Emotionen rüber als es andere Schauspieler oft in 90 Minuten Film nicht schaffen. Rachel Weisz bildet dazu das passende Gegenstück. Die eigentliche Gegensätzlichkeit beider Figuren kommt gut rüber. Die Nebenrollen sind mit so routinierten Profis wie Bill Nighy oder Danny Huston besetzt, da passt einfach alles zusammen.

Alles in allem ist Der Ewige Gärtner herausragendes Kino. Eine Mischung aus einer überzeugenden Liebesgeschichte und einem durchaus spannendem Politkrimi, der nicht unberührt lässt. Obwohl die zugrunde liegende Geschichte fiktiv ist weckt sie den Zuschauer dennoch auf. Denn wie viele ähnliche Geschichten mag es wohl wirklich geben, über die einfach ein dicker Mantel der Korruption gedeckt wird. Für Fernando Meirelles bedeutet dies den Sprung in die vorderste Reihe der Regisseure, für Ralph Fiennes einmal mehr eine glänzende Performance in einer Charakterrolle.

Fazit: Politkrimi der wütend beginnt, am Ende in bewegende Trauer umschlägt und komplett ohne Pathos und übertriebener Moral auskommt.

Rating:

★★★★★★★★☆☆

Wo die Liebe hinfällt (Rumor has it)

Wo die Liebe hinfällt (Rumor has it)

“Basierend auf einem wahren Gerücht”. Mit so viel Ehrlichkeit kokettiert Hollywood nur allzu selten. Und in diesem Fall passt es wirklich extrem gut. Durch diesen kleinen Kniff hebt sich Wo die Liebe hinfällt wenigstens etwas vom üblichen Schema der Romantik-Komödien ab, um aber letztlich doch genau da wieder zu landen.

Die arme Sarah (Jennifer Aniston) stellt kurz vor der eigenen Trauung fest, dass ihre Familie das lebende Vorbild für die berühmte Familie Robbinson aus der Reifeprüfung ist. Ihre Mutter hatte zum Zeitpunkt ihrer Zeugung eine heiße Affäre mit dem Millionär Beau Burroughs (Kevin Costner), der zuvor schon etwas mit deren Mutter (Shirley MacLaine) hatte. Kein Wunder also, dass sie keinerlei Ähnlichkeit mit ihrer Schwester (Mena Suvari) hat. Als Sarah der Sache auf den Grunf geht, landet sie selbst im Bett ihres vermeintlichen Erzeugers und das stürzt Sarah in eine schwere Krise. Was will sie eigentlich?

So lustig die Grundidee auch ist, so schnell verliert sie Regisseur Rob Reiner dann leider aus den Augen und verstrickt sich etwas in den üblichen Zügen einer Romantikkomödie und konzentriert sich voll und ganz auf Jennifer Aniston. Diese gibt sich alle Mühe, aber irgendwie fehlt es da einfach an Charme und Esprit um so einen Film allein zu tragen. In den kurzen und extrem witzigen Momenten mit Shirley MacLaine wird sie dann auch eiskalt an die Wand gespielt. Und genau diese Auftritte sind auch das, was vom Film am länsgten im Kopf bleiben wird dank extremer Kühle und voller Zynismus.

Die beiden männlichen Darsteller Mark Ruffalo und Kevin Costner werden so gut wie nicht gefordert und verkaufen sich daher unter Wert. Mena Suvari raubte mir nach ihrem ersten Auftritt bei jeder Szene den Nerv und ich hätte ihr am liebsten die Batterien rausgenommen. Ansonsten ist Wo die Liebe hinfällt durchaus unterhaltsam und über weite Strecken auch sehr amüsant, solide Komödienkost eben. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Der deutsche Titel mag zunächst etwas Kopfschütteln hervor rufen, trifft den eigentlichen Plot aber besser als das Original.

Fazit: Durchschnittliche Romantikkomödie mit einer glänzenden Shirley MacLaine.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

Ein Trauzeuge zum Verlieben (The Best Man)

Ein Trauzeuge zum Verlieben (The Best Man)

Ein Trauzeuge zum Verlieben musste mir eigentlich gefallen. Der Hauptdarsteller heißt wie ich, schreibt sich wie ich, benimmt sich wie ich, sieht eben nur zwei Klassen schlechter aus. Dass er am Ende seine Traumfrau bekommt, stimmt mich dann doch optimistisch für die Zukunft. Und auch wenn von Anfang an klar ist, dass sich die beiden am Ende kriegen werden. Scheiß drauf, der Film ist einfach nett und witzig. Das geht dann ausnahmsweise in Ordnung.
Olly (Stuart Townsend) ist ein Autor, der nach einer großen Menge Vorschusslorbeeren nichts mehr auf die Reihe bekommt und schon bessere Zeiten in seinem Leben hatte. Er hat einen Assistenjob in der Abteilung für Bücher für Frauenselbsthilfegruppen, wo zumindest seine Schreibblockade nicht auffällt. Als ihm seine Wohnung genommen wird, muss er bei seinem Kumpel und lebenden Albtraum Murray (Seth Green) einziehen. Plötzlich meldet sich der lange verschollene Schulkumpel James, der Olly bittet Trauzeuge zu werden. Dummerweise verliebt sich Olly in die Braut (Amy Smart). Als kleinen moralischen Arschtritt zieht Kumpel Murray die Fäden geschickt im Hintergrund, um die kurz vor der Ehe stehende Beziehung zu zerstören. Doch Olly will die Ehe retten und hilft James dabei eine rührenden Liebeserklärung zu schreiben.

Warum sollte man sich einen Film anschauen, bei dem von der ersten Minute klar ist, wie er ablaufen wird? Das Ende ist so vorhersehbar wie Regen in London und trotzdem unterhält dieser eine gewisse Zeit. Das liegt zu einem großen Teil an der netten Besetzung und dem teilweise lustigen Dialogen. Seth Green als eigentlich liebenswerter Chaos-Freund und natürlich Stuard Townsend in der Rolle der charmant-trotteligen Hauptfigur. Wenn man mich nicht bezahlen kann ist er definitiv die beste Wahl. Die witzigen Szenen behalten immer ein gewisses Niveau und gleiten eigentlich nie in die Fäkalecke ab, dickes Lob dafür. Aber 2005 kann ich über geplatzte Hosen und Stürze von Treppenabsätzen nicht mehr lachen.

Aber 2005 kann ich über geplatzte Hosen und Stürze von Treppenabsätzen nicht mehr lachen.

Und so ist Ein Trauzeuge zum Verlieben irgendwie doch ganz nett, aber von einem richtig guten Film so weit entfernt wie Hannover 96 von der Deutschen Meisterschaft. Been there done that. Gab es alles schon sehr, sehr oft, man erinnere sich nur an “Die Hochzeit meines besten Freundes”. Und dann sind wir auch wieder bei der Ausgangsfrage. Warum sollte man sich diesen Film also ansehen? Mir fallen nicht viele Gründe ein. Wer einen netten Film für sein erstes Date braucht, bei dem man vermutlich sowieso vor lauter Geknutsche nicht viel vom Film mitbekommt, wird hier sicher fündig. Ich habe mir irgendwann doch die nicht vorhandenen Haare gerauft, warum die doofe Braut immer noch die deutlich doofere Flasche heiraten will, wo doch der offensichtlich bessere Typ der Trauzeuge ist und dies eigentlich auch für einen Blinden mit Krückstock so was von glasklar ist.

Aber ich will nicht nur motzen. Ich hab zeitweise gut gelacht und irgendwie ist das alles auch ganz nett gewesen. Seth Green kann gerne mein Kumpel werden und für mich die Fäden ziehen. Aber ansonsten wollte der richtige Funken einfach nicht überspringen. Da fehlte einfach diese gewisse Magie, die eine wirklich sehr gute Romantik-Komödie zu Zuckerwatte werden lassen. Stattdessen gab’s einen von diesen klebrigen Äpfeln. Die schmecken auch süß, aber eben nicht so schön wie Zuckerwatte.

Fazit: Nette Romantikkomödie mit der gewissen Portion Charme.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆