Skip to main content

Podcasting am Ende?

Sehr schöner Artikel bei Praegnanz.de über den vermeintlichen Niedergang von Podcasts. Von meinem ehemals sehr großen Fundus abonnierter Podcasts sind auch nur noch wenige übrig geblieben. Unter Podcasts im ursprünglichen Sinne fallen da allenfalls noch „Bits und So“ und „Games und So“. Darüber hinaus habe ich noch ein paar Abos von kommerziellen Audio- und Videoangeboten.

Wenn ich mir die bei Praegnanz angeführten Gründe so ansehe, dann passen auf mich am ehesten die Punkte 2 und 3. Ich bin eher selten unterwegs und höre daher meistens zu Hause am Rechner die Podcasts. Da ich das meist parallel neben anderen Sachen mache, kann ich mich darauf nicht wirklich konzentrieren, damit scheiden alle längeren Podcasts direkt aus. Übrigens auch ein wichtiger Grund, warum Hörbücher bei mir nicht funktionieren. Noch viel wichtiger ist aber Punkt 2, dass Podcasts gegen Blogs verlieren.

Bei Blogs habe ich eine simple Interaktivität. Ich kann meine Meinung zu einem Artikel sofort abgeben oder das Thema in meinem eigenen Blog aufgreifen und verlinken. Klar könnte ich Audiocomments abgeben, aber das ist deutlich umständlicher. Wie es Gerrit so schön schreibt, kann ich Texte in Blogs durchsuchen und zudem ist Text deutlich flexibler. Ich habe auch das Gefühl, dass ich mit Texten ein deutlich größeres Publikum erreichen kann, was ihnen eine größere Relevanz beschert. Zudem ist es deutlich schwieriger, einen gut hörbaren Audiopodcasts zu machen als einen Text zu schreiben. Nicht jeder hat eine gute Stimme und dazu kommen Probleme wie schlechte technische Ausrüstung sowie sprachliche Fehler wie Ähs und Gestammel, obwohl das Podcasts auf eine gewisse Art sogar charmant macht.

Daher ist mir mein eigener Podcast auch nicht so wichtig wie die Texte hier im Blog. Das ist mehr eine Spaßgeschichte, die ich von Zeit und Zeit mal mache. Und aufgrund der nicht regelmäßigen Erscheinungsweise ist es ja auch kein richtiger Podcast. Ich habe keine Ahnung, ob Podcasts dem Tod sehr nahe sind. Für mich hat sich das Medium nicht durchgesetzt, ganz im Gegensatz zu Blogs.