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Ein Wochenende in Oberhausen

Die Schöne und das Biest

Ich muss ja noch von einem fantastischen Wochenende berichten. Ich hinke in vielen Bereichen so sehr hinterher in diesem Weblog – Ich fange am Besten mit dem Wochenende her, es gab ja bisher nur ein kleines Foto mit einer vagen Andeutung.

Was macht man, wenn man jemand wirklich heftig überraschen will? Richtig, man lügt verdreht die Tatsachen. Um die Person, deren Name nicht genannt werden soll in ein Musical zu bekommen erfand ich von langer Hand eine fiktive Hochzeit eines weit entfernt wohnenden Freundes. Ganz gelogen war das nicht. Er wohnt in der Tat weit weg und verheiratet ist er auch, wenn auch schon mehr als ein Jahr. Aber wie ich weiter oben schon sagte: Ich lüge nicht, ich verdrehe höchstens die Tatsachen.

So gab es dann nach über acht Jahren für mich wieder ein Musical. Zugegeben, Disney’s Die Schöne und das Biest war nicht meine erste Wahl, aber der Zeichentrickfilm gefiel mir damals sehr gut und insofern war ich dann doch auf das Musical gespannt. Nach ausgiebiger Bummeltour durch das gigantische Centro in Oberhausen ging es dann Abends nach dem Hotel-Checkin ins Metronom Theater von Oberhausen. Sehr schöne Location. Im Gegensatz zum Hotel machte die Toiletten-Belüftung auch nicht ständig so komische Geräusche.

Die Abendvorstellung war nicht ausverkauft, viele leere Plätze ließen den Eindruck von inzwischen mangelndem Interesse aufkommen. Wir hatten Plätze in der vierten Reihe, was eine perfekte Sicht ermöglichte. Und was soll ich sagen, mit den ersten Tönen hatte mich das Musical in seinen Bann gezogen. Das Stück hält sich sehr eng an das Disney-Original. Vor allem der Kerzenständer war mit seinem französischen Dialekt zu komisch. Viele mögen jetzt böse von „kitschig“ sprechen, aber für den Abend hätte ich dieses Stück gegen kein anderes austauschen mögen.

Die zwei Stunden waren viel zu schnell vorbei. Auch der ganze Rahmen passte hevorragend, auch wenn wir – was an meiner tollen Vorgeschichte mit der Hochzeit lag – etwas overdressed waren. Aber das sorgte zumindest für einigen Gesprächsstoff. Kleine Kinder sprachen ihre Eltern an „Schau mal, da hinten ist eine Prinzessin“, einige andere mussten leicht mit dem Kopf schütteln. Aber was zählt ist, wie sehr einem das Ganze selbst gefallen hat. Und da gibt es keinen Grund zur Klage. Danach ging es noch in ein kleines thailändisches Restaurant, bei dem ich wieder die asiatische Gastfreundschaft bewundern konnte.

Am Sonntag ging es dann aufgrund des schlechten Wetters nicht wie geplante in die Movie World, sondern ins Sea Life Oberhausen. Empfohlen hatte mir das kurz vorher der Hausmeister. Ein sehr guter Tipp. Wer sich nur halbwegs für die Unterwasserwelt interessiert, sollte ruhig die 14 Euro Eintritt ausgeben. Es lohnt sich. Etwas skurril war natürlich, dass es am Ausgang im hauseigenen Restaurant Seelachsfilet im Angebot gab. Ich wartete nur auf ein „Mama, wir haben Flipper gegessen“. Danach ging es noch ins Kino und anschließend noch zum alten Kumpel Sharbe samt Familie und dem Kumpel, der eigentlich schon länger verheiratet ist und als meine Ausrede sehr gut funktionierte.

Hat es sich gelohnt, nicht die Wahrheit gesagt zu haben? Auf jeden Fall! Ich würde es jederzeit wieder tun.