Skip to main content

WWDC 2009: Die Zusammenfassung

apple_logo_02Auch wenn ich zwischenzeitlich schon in den Moser-Modus verfallen bin: Die WWDC-Keynote hat meine Erwartungen in jeder Hinsicht zufrieden gestellt oder sogar überrascht. Fassen wir das Geschehen zusammen:

MacBooks

Das Alu-MacBook 13″ heißt zukünftig auch MacBook Pro und bekommt wie das Modell mit 15″ mehr Ram, schnellere CPUs, einen SD-Slot und vor allem eine fette Batterie, die bis zu sieben Stunden hält. Die ist zwar fest verbaut, aber bisher hat bei mir noch jeder Akku das Gerät locker überlebt. Das MacBook Air wird schneller und günstiger. Prima. Inzwischen gibt es über 75 Millionen Mac-User, eine Verdreifachung in den letzten zwei Jahren.

Mac OS X 10.6 aka Snow Leopard

Das Upgrade wird nur 29 US-Dollar kosten (49 US-Dollar als Familienlizenz). Snow Leopard wird vor allem deutlich schlanker (-6 GB Diskspace) und schneller (etwa 45%). Heute neu angekündigte Features: QuickTimeX (verbesserte UI, HTTP-Streaming, Web-Export, verbessertes Editing, bessere Performance), OpenCL, 64-Bit-Support, Exchange-Support (für Mail, Adressbuch und iCal), Expose fürs Dock, neuer in Cocoa geschriebener Finder. Leider war nichts von einer einheltichen UI zu sehen. Ich hoffe, da geht noch was.

iPhone OS 3.0

Das neue OS kommt am kommenden Mittwoch (17. Juni). Neben vielen Demos wurde FindMyiPhone gezeigt, das auf MobileMe setzt. Damit kann ein verloren gegangenes iPhone lokalisiert werden, aus der Ferne gelöscht oder angeschrieben werden um eine Nachricht für einen möglichen Finder zu hinterlassen. Theoretisch kann das iPhone nun als Modem benutzt werden, das hängt jedoch vom Provider ab. Via AppStore können Filme und Serien geliehen oder gekauft werden. Ansonsten kommen weitere Speed-Verbesserungen (JavaScript 3 mal schneller, HTML5-Support, HTTP-Streaming, Auto-Fil in Safari).

iPhone 3GS

Als ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, wurde das neue iPhone vorgestellt. In Deutschland und den USA erscheint es am 19. Juni. Bisher sind nur die US-Preise bekannt. Diese liegen mit AT&T-Vertrag bei 199 US-Dollar (16 GB) und 299 US-Dollar (32 GB). Das alte iPhone 3G (8 GB) wird weiter verkauft für 99 US-Dollar. Weitere neue Features:

  • längere Batterielaufzeit: 9 Std. Internet, 10 Std. Videos, 30 Std. Audio oder 12 Std. Gesprächszeit
  • Mehr Speed (im Schnitt doppelt so schnell wie die Vorgänger)
  • 3 Megapixel-Kamera mit Auto-Focus, Tap-Focus, automatischem Weißabgleich und Auto-Macro
  • Video-Aufnahmen, 30 fps VGA, kann direkt geschnitten werden und weitergegeben werden (Email, MMS, YouTube, MobileMe)
  • eingebauter Kompass
  • eingebauter Nike+ Support
  • Hardware-Verschlüsselung
  • verschlüsselte Backups
  • Voice-Control für alle 1st-Party-Apps

Fazit

Ich bin auf die Preise bei T-Mobile gespannt. Ich müsste eigentlich für eine Vertragsverlängerung in Frage kommen. Das neue Gerät macht mich im Vergleich zum 3G (bessere Kamera, Videos) deutlich mehr an. Und ganz ehrlich: Wird Zeit für Steves Comeback. Irgendwie alles ganz nett, aber die Extraportion Charisma fehlt einfach.

Das war die Macworld Keynote 2008

Das war die Keynote von Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco. Eine Zusammenfassung gibt es im FSCKLog. Was gibt es also Neues? Muss mich mal loben, lag mit meinen Vorhersagen ziemlich gut.

1. Time Capsule

Drahtlose Backuplösung für Time Machine, die wie eine AirPort Extreme Station aussieht. Kann 802.11n und hat eine 500 GB (299 US-Dollar) oder 1 TB HDD (499 US-Dollar) drin.

2. iPhone & iPod Touch

Neue Firmware 1.1.3 mit SMS an mehrere Personen, Webclips, Songtexte, Videokapitel und Ortung per GRPS für Maps. Das SDK kommt im Februar. Für den Touch gibt es auch Updates (Mail, Stocks, Maps, Notizen und Wetter), diese kosten jedoch freche 20 US-Dollar. Sehr unschön.

3. Apple TV 2 und Movie-Rentals

Für mich fast die interessanteste Ankündigung. Der Filmverleih wird von allen Majors unterstützt (Touchstone, Miramax, Lionsgate, New Line Cinema, Fox, Warner Bros, Disney, Paramount, Universal und Sony). In den USA werden aktuell bis Ende Februar über 1.000 Filme angeboten. Diese können nach dem Kauf innerhalb von 30 Tagen einmal (!) angeschaut werden. nach dem ersten Abspielen bleiben 24 Stunden, um den Film zu Ende zu schauen. Neue Titel kosten 3,99 US-Dollar, Katalogtitel 2,99 Us-Dollar. In Deutschland soll es später im Jahr so weit sein. Filme lassen sich auf Mac, PC, iPod und iPhone abspielen.

Apple TV 2 kann Filme direkt ohne Computer im Store kaufen und abspielen. Auch das Filmleihen ist möglich, sogar in HD und mit DD 5.1 Sound (4,99 US-Dollar). Darüber hinaus kann es YouTube-Videos, Bilder von Flickr und .Mac anzeigen. Dazu gibt es eine Preissenkung von 299 US-Dollar auf 229 US-Dollar. Für mich eine absolute Revolution, so etwas will ich definitiv in meinem Wohnzimmer. Kein Gang mehr in die Videothek, akzeptable Preise und sehr coole Bedienung.

4. MacBook Air

Also doch. Apple bringt das dünnste Notebook der Welt und es sieht verdammt sexy aus. Dagegen sieht Sonyy Vaio TZ Serie aus wie Dirk Bach in Winterklamotten. 13,3″ Widescreen-LED-Display, eingebaute iSight Kamera, beleuchtete, vollwertige Tastatur, Multitouch-Trackpad (wie iPhone), 1,8″ HDD mit 80 GB (optional 64 GB SDD), Core 2 Duo mit 1,6 GHz (optional 1,8 GHz) und satten 2 GB Speicher. Dazu sind Bluetooth, WLan, Micro-DVI, USB an Bord. Ein CD-Laufwerk gibt es nur als externes Gerät (99 US-Dollar) oder man nutzt die beigelegte Software, mit der man das Laufwerk eines PCs „ausleihen“ kann. Das Gerät ist wie die neuen iMacs silber/schwarz und wiegt 1,5 kg. Kostenpunkt 1.799 US-Dollar, womit es genau zwischen MacBook und MacBook Pro liegt.

design_gal08_20080115.jpg