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Amazon Kindle – Not for me

Soso, Amazon baut also den iPod zum Lesen, den Kindle. Ein Ebook-Reader für 400 US-Dollar. Nichts für mich. Ich habe generell ein Problem mit Ebook-Readern. Ich will ein echtes Buch in der Hand haben, dass ich auch mit in die Badewanne nehmen kann. Ich will zur Not selbst Anmerkungen reinschreiben und Lesezeichen reinlegen. Wenn ich das Buch durch habe, will ich die Option haben, dieses an Freunde zu verleihen oder es bei Bedarf auch zu verkaufen.

Das alles geht zumindest mit dem Kindle nicht. Das Format der Kindle-Bücher wird ausschließlich auf dem Kindle wiedergegeben. Kostenpunkt in etwas zehn Euro pro Stück. Kindle-Bücher können selbst an andere Kindle-Eigner nicht weitergegeben werden. Dazu sind sie mit DRM versehen, ein Verkauf ist ebenfalls nicht vorgesehen. PDFs werden nicht dargestellt, eigene Dateien können gegen eine Gebühr von 0,10 US-Dollar auf den Kindle übertragen werden. Blogs kann man auch abonnieren, für schlanke 2 US-Dollar – pro Blog versteht sich. Große Klasse. Der eingebaute Browser in s/w ohne JavaScript bietet laut TechCrunch eine „horrible web browsing experience“.

Das Design in weiß-beigem Plastik mit dem Charme einer deutschen Küche der frühen 70er Jahre kann nur mit einem gewieften Lächeln als Retro bezeichnet werden. Das dahinter ehemalige Commodore-Designer stecken ist nur ein böses Gerücht. Dennoch – kaum zu glauben – ist die erste Auflage bereits ausverkauft.

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