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Zeiten des Aufruhrs

zeitendesaufruhrs1Inhalt:

April und Frank Wheeler sind jung und verliebt. Sie wollen ein Leben ohne Kompromisse abseits der spießigen Konventionen im Amerika der 50er Jahre leben. Doch schnell bleibt der Individualismus auf der Strecke, der Alltag mit dem bisher so verpönten gutbürgerlichen Familienleben mit zwei Kindern im Einfamilienhaus in langweiliger Umgebung zwingt beide in ein Korsett, das beide zu erdrücken droht.

Kritik:

Kate und Leo, das große Schiff, der Eisberg. Beim Gang durch die Kinopaläste im Jahre 2009 könnte sich der Eindruck verfestigen, dass mit Zeiten des Aufruhrs erneut ein großes emotionales Kino-Epos zur Jungfernfahrt aufbricht. Doch das ist ein Irrglaube. Beide schreien durchaus in dem Zwei-Stunden-Drama, aber niemals „Ich bin der König der Welt“ über die Reling eines Luxus-Liners sondern sich gegenseitig an.

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Der Tag an dem die Erde stillstand

dertagInhalt:

Remake des SciFi-Klassikers aus dem Jahre 1951, dass sich relativ dicht am Original hält. Eines Tages tauchen überall auf der Erde fremdartige Sphären auf. Schnell greift Panik unter den Menschen um sich. Parallel zu den Spähren taucht Klaatu auf, ein Abgesandter einer außerirdischen Macht, die die Erde schon lange beobachtet. Die Welt, selbstlos durch die USA vertreten, stellt ein Team von Wissenschaftlern zusammen, die eine Lösung für das Problem finden sollen. Unter ihnen befindet sich die Biologin Helen, die Bekanntschaft mit Klaatu macht und seinen Plan zu verstehen lernt.

Kritik:

Schade. Das Gegenteil von gut gemacht ist immer noch gut gemeint. Im Prinzip ist es eine überaus gute Idee, einen Klassiker des Genres neu aufzulegen. Überaus clever ist es dabei, die damalige Angst vor einem Atomkrieg der heutigen Zeit anzupassen. Der Kalte Krieg ist passé, die Angst vor einer ökologischen Katastrophe inzwischen deutlich größer als die Furcht vor dem atomaren Exodus.

Dennoch wurde ich mit dem Film nie richtig warm. Dabei sind die Spezial-Effekte, insbesondere zum Ende, äußerst beeindruckend und auch die Besetzung lässt kaum Raum für Kritik. Wer sonst könnte bessere einen emotionslosen Außerirdischen spielen als Keanue Reeves? Was letztlich wirklich stört sind ein paar ärgerliche Macken am Film. Natürlich sind die USA die einzigen, die die Lage a) richtig einzuschätzen und b) richtig zu nehmen wissen. Das mag zwar dicht an der Realität sein, hat im Film dann aber einen „mit der Hand vor den Kopf schlag“-Faktor.

Einen Sonderpreis gibt es für die nervigste Kinderrolle seit Star Wars Episode 1. Ausgerechnet das Kind, dass die ganze Zeit entweder nervt oder genau das macht, was es nicht soll, gibt den entscheidenden Impuls zur Rettung der Menschheit. Als Zuschauer ist man in dem Moment selbst geneigt, der Erde den Todesstoß geben zu wollen. Und das ist überaus schade, denn abseits davon ist der Film solide SciFi-Kost.

Insofern sei hier auf den gerade frischen blu-ray-Releas des Originals verwiesen. Das scheint mir nach Sicht des Remakes die bessere Alternative zu sein.

Infos

Originaltitel: The Day the Earth Stood Still
Kinostart: 11. Dezember 2008
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 103 Minuten
Jahr: 2008
Genre: SciFi-Thriller
Regie: Scott Derrickson
Buch: David Scarpa, Edmund H. North
Darsteller: Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Kathy Bates, Jaden Smith, John Cleese

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆