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Der fremde Sohn (The Changeling)

changelingInhalt:

Los Angeles, Ende der 20er Jahre. Die leitende Telefonistin Christine Collins kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause und bemerkt, dass ihr neunjähriger Sohn Walter nicht zu Hause ist. Die Polizei beginnt mit der Suche. Zehn Monate später präsentiert Captain J.J. Jones Christine den wiedergefundenen Sohn. Doch Christine erschrickt, denn der gefundene Junge ist nicht ihr Sohn. Doch niemand glaubt Christine, zumal die wegen Korruptionsvorwürfen gebeutelte Polizei mit dieser Familienzusammenführung ihr Image polieren will. Christine kämpft darum, dass ihr geglaubt wird und will die Wiederaufnahme der Suche erzwingen. Da ihr die Polizei nicht hilft, sucht sie den Weg an die Öffentlichkeit. Die Polizei lässt sie daraufhin für verrückt erklären und in eine Nervenheilanstalt einweisen. Der Film basiert auf dem wahren Fall der „Wineville Chicken Coop Murders“.

Kritik:

Ich bin ein großer Fan von Clint Eastwood. Ich finde es einfach extrem bewunderswert, wie er eine Wandlung vom einstigen Actionhelden bis hin zu einem der besten Regisseure der aktuellen Zeit durchgemacht hat. Er nimmt sich Zeit für seine Geschichten und insbesondere seine Charaktere. Er nimmt sich Zeit, ohne zu langweilen und bringt die Dinge absolut auf den Punkt. Und trotz seines hohen Alters ist Knautschgesicht Eastwood nicht nur enorm aktiv sondern wird auch noch immer besser.

Wie schon Letters from Iwo Jima ist Der fremde Sohn ein ernster, erwachsener Film, der zeitweise sogar relativ brutal ist, auf eine schonungslose Art und Weise. Aber Themen wie Kindesmisshandlung und Mord sind eben keine Kavaliersdelikte und nehmen einen – gerade als Eltern – besonders intensiv mit. Sich dabei noch vor Augen zu führen, dass es so etwas wirklich gegeben hat, macht es da nicht besser.

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