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Er steht einfach nicht auf dich

ersteht.jpgInhalt:

Verfilmung des gleichnamigen US-Bestsellers aus der Feder der „Sex and the City“-Autoren Greg Behrendt und Lizz Tucillo über die Tücken der modernenen Dating-Gesellschaft. Im Laufe werden verschiedene Geschichten parallel erzählt. Ein eingeengter Mann verliebt sich in seine Yoga-Lehrerin und geht fremd. Eine junge Frau wäre gern verheiratet, doch ihr Freund will nicht heiraten, weswegen sie sich von ihm trennt. Die amerikanische Version von Lisa Plenske kapiert das mit dem Daten gar nicht und lässt sich von einem Barkeeper die Männer erklären und übersieht dabei ihre wahre Liebe. Und dann ist da noch die von coolen Schwulen umgebene Mary, die sich komplett in Flirtereien via MySpace, Facebook, Online-Chats und SMS verstrickt.

Kritik:

Wer angesichts der Beschreibung schon schreiend die Hände über dem Kopf zusammenschlägt hat es genau richtig erkannt. ESENAD (coole Abkürzung) ist ein moderner Science-Fiction-Film mit coolen Darstellern, die eingentlich viel zu schade für diesen Stoff sind, der von Dingen erzählt, die jedem Menschen mit einem hauch Realismus nur allzu klar sein dürften. An dieser Stelle darf man sich auch fragen, warum das gleichnamige Buch so ein Riesenhit war.

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Der Tag an dem die Erde stillstand

dertagInhalt:

Remake des SciFi-Klassikers aus dem Jahre 1951, dass sich relativ dicht am Original hält. Eines Tages tauchen überall auf der Erde fremdartige Sphären auf. Schnell greift Panik unter den Menschen um sich. Parallel zu den Spähren taucht Klaatu auf, ein Abgesandter einer außerirdischen Macht, die die Erde schon lange beobachtet. Die Welt, selbstlos durch die USA vertreten, stellt ein Team von Wissenschaftlern zusammen, die eine Lösung für das Problem finden sollen. Unter ihnen befindet sich die Biologin Helen, die Bekanntschaft mit Klaatu macht und seinen Plan zu verstehen lernt.

Kritik:

Schade. Das Gegenteil von gut gemacht ist immer noch gut gemeint. Im Prinzip ist es eine überaus gute Idee, einen Klassiker des Genres neu aufzulegen. Überaus clever ist es dabei, die damalige Angst vor einem Atomkrieg der heutigen Zeit anzupassen. Der Kalte Krieg ist passé, die Angst vor einer ökologischen Katastrophe inzwischen deutlich größer als die Furcht vor dem atomaren Exodus.

Dennoch wurde ich mit dem Film nie richtig warm. Dabei sind die Spezial-Effekte, insbesondere zum Ende, äußerst beeindruckend und auch die Besetzung lässt kaum Raum für Kritik. Wer sonst könnte bessere einen emotionslosen Außerirdischen spielen als Keanue Reeves? Was letztlich wirklich stört sind ein paar ärgerliche Macken am Film. Natürlich sind die USA die einzigen, die die Lage a) richtig einzuschätzen und b) richtig zu nehmen wissen. Das mag zwar dicht an der Realität sein, hat im Film dann aber einen „mit der Hand vor den Kopf schlag“-Faktor.

Einen Sonderpreis gibt es für die nervigste Kinderrolle seit Star Wars Episode 1. Ausgerechnet das Kind, dass die ganze Zeit entweder nervt oder genau das macht, was es nicht soll, gibt den entscheidenden Impuls zur Rettung der Menschheit. Als Zuschauer ist man in dem Moment selbst geneigt, der Erde den Todesstoß geben zu wollen. Und das ist überaus schade, denn abseits davon ist der Film solide SciFi-Kost.

Insofern sei hier auf den gerade frischen blu-ray-Releas des Originals verwiesen. Das scheint mir nach Sicht des Remakes die bessere Alternative zu sein.

Infos

Originaltitel: The Day the Earth Stood Still
Kinostart: 11. Dezember 2008
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 103 Minuten
Jahr: 2008
Genre: SciFi-Thriller
Regie: Scott Derrickson
Buch: David Scarpa, Edmund H. North
Darsteller: Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Kathy Bates, Jaden Smith, John Cleese

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆