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MacWorld 2009 Nachlese

Sonderlich spektakulär war die Keynote auf der MacWorld Expo 2009 nicht. Die Neuigkeiten im Einzelnen:

iLife 09

Für alle Nicht-Mac-Kenner: iLife ist ein Softwarepaket, das bei neuen Rechnern dabei ist und den Entertainment-Teil abdeckt: iPhoto (Fotoverwaltung), iMovie (Filme erstellen), Garageband (Musik-Studio), iWeb (Webseiten erstellen), iDVD (DVDs erstellen). Die Programme zeichnen sich durch eine leichte Bedienung aus und sorgen dafür, dass man direkt nach dem Auspacken für die Dinge des täglichen lebens gewappnet ist. Die Neuerungen legen den Schwerpunkt auf iPhoto, iMovie und Garageband.

iPhoto: Neben der bisherigen Sortierung nach Aufnahmedatum kommen nun Faces und Places hinzu. Für Faces wird eine Gesichtserkennung genutzt. Gesichter werden einem Namen zugeordnet und iPhoto durchsucht die Datenbank und sucht das gleiche Gesicht und ordnet die in einem Ordner. Ziemlich cool für den Familien- und Freundeskreis. Places funktioniert ähnlich, nutzt dafür jedoch den Aufnahmeort. Dieser wird entweder per Hand eingetragen oder kommt aus den GPS-Daten der Kamera sofern vorhanden. Auf einen Klick kann man sich das Ganze dann via Google Maps ansehen.

iMovie: Die Neuerungen finde ich durchweg sehr interessant. In der letzten Zeit habe ich öfters mit iMovie rumgespielt, dann aber doch irgendwann gemerkt, dass es da Grenzen gibt. Neu sind nun zahlreiche Videofilter und die Möglichkeit exakter zu schneiden. Mangels eigener Kamera werde ich die Videostabilisierung kaum nutzen. Die neuen Themes, mit denen sich eigene Videos automatisch aufpeppen lassen, machen einen guten Eindruck.

Garageband: Ich gebe es zu, bisher habe ich das nur zum Aufnehmen und mischen von Podcasts genomen. Wichtigstes Feature in Garageband 09 ist das „Learn to play“. Bekannte Stars wie z.B. Sting (Gitarre) oder Sarah McLachlan (Piano) bringen einem das jeweilige Instrument in mehreren Video-Sessions bei. Nebenbei auch eine weitere Einnahmequele für Apple. Neue Sessions werden für um die 5 US-Dollar im iTunes Store angeboten.

Als Termin nennt Apple Ende Januar. Der Preis liegt bei 79 Euro.

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iWork 09

Auch das „Apple-Office“ bekommt das Update auf das Jahr 09. Keynote (Präsentationen), Pages (Textverarbeitung) und Numbers (Tabellenkalkulation) bekommen neue Themes und zahlreiche Neuerungen, die ich im Detail noch nicht angesehen habe. Wichtigste Neuerung dürfte die Online-Funktion via iwork.com sein. In jeder Anwendung gibt es einen entsprechenden Freigabeknopf. Per Email kann man nun andere User einladen, das Dokument online anzusehen und zu kommentieren. Das Ganze funktioniert OHNE iWork also auch am PC. Im Browser sieht das dann wie eine Desktop-Anwendung aus. Im Prinzip gut gedacht, funktioniert auch prima. Für die Praxis aber wohl wenig tauglich (zumindest für mich). Eingeladene User benötigen eine Apple-ID, Texte lassen sich derzeit nicht editieren sondern nur kommentieren und obendrein ist das Ganze wohl nicht sonderlich sicher, da es unverschlüsselt übertragen wird. Vor allem aus den erstgenannten beiden Gründen werde ich wohl weiter Google Docs oder Zoho vorziehen.

iWork war sofort nach der Keynote verfügbar, auf der Apple-Seite sogar als 30-Tage-Testversion. Der Preis liegt bei 79 Euro.

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MacBook Pro 17″

Für mich die uninteresanteste Ankündigung. Das 17″-Modell gibt es nun also auch im neuen Look. Auf meinem Tisch steht das Ganze als 15″-Version. 17″ wären für meinen Geschmack definitiv zu groß, obwohl es nur 2,5 cm dick ist und knapp unter 3 KG wiegt. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen gibt es für 45 Euro eine Antiglare-Option. Die Specs können sich schon sehen lassen: 2,66 GHz, 4 GB Ram, GeForce 9400 M und 9600 GT, 320 GB HDD, Superdrive, WLan, Ethernet, Firewire 800, 3 x USB 2.0, ExpressCard. Der Haken, der neue Hochleistungsakku ist fest verbaut, ein Austausch soll 179 Euro inklusive Installation kosten. Kostenpunkt des Notebooks: 2499 Euro und verfügbar in 3-4 Wochen. Als Option gibt es einen schnelleren Prozessor, mehr Ram oder ein Solid-State-Laufwerk.

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iTunes Music Store

Der Clou war dann jedoch sicherlich die Ankündigung zum iTunes Music Store. Bis Ende März soll das komplette Musikangebot DRM-frei vorliegen. Ab dem 01. April kosten dann Einzeltitel entweder 69, 99 oder 129 Cent. Schon gekaufte Titel mit DRM können für 30 Cent pro Song „entsperrt“ werden. Dies geht jedoch nur für alle gekauften Songs, eine Einzelauswahl ist nicht möglich. Besitzer eines iPhones können sich darüber freuen, dass sie zukünftig auch unterwegs via UMTS oder Edge Songs im Store kaufen können.

iTunes 7: Viel Licht und Schatten

Direkt nach der letzten Keynote von Steve Jobs wurde die neue Version 7 von Apples Musik-Bibliothek iTunes veröffentlicht. Nachdem ich nun eine ganze Zeit damit rumgespielt habe, ist nun die Zeit für ein kleines Resümee.

Zunächst fiel mir natürlich das neue, blaue Dock-Icon auf. Das alte grüne hat ausgedient. Auch iTunes selbst hat eine neue GUI, an die man sich zunächst gewöhnen muss. Ich frage mich ernsthaft, warum Apple erneut eine Änderung vorgenommen hat, denn inzwischen gibt es einen bunten GUI-Mix unter OS X, was eigentlich untypisch für Apple ist. Ob dies ein erster Vorgeschmack auf das spätere Aussehen von Leopard ist? Warten wir es ab. Es wäre aber wirklich wünschenswert, wenn Apple zurück zur einheitlichen GUI-Optik kommen würde. Wie man zurück zur alten Optik kommt, wird hier verraten.

Apple hat für iTunes 7 brav die beliebte CoverFlow-Technologie aufgekauft. Damit lässt sich nun visuell beeindruckend durch die eigene Musik-Sammlung blättern. In der Praxis funktioniert das leider nur etwas behäbig, die Covers müssen bei schnellem Scrollen erst nachgeladen werden. Wo wir gerade beim Nachladen sind. Fehlende Cover können nun direkt aus dem Store gezogen werden. Praktisch, gerade für selbst gerippte Alben. Sieht insgesamt nett aus, einen echten praktischen Nutzen konnte ich für mich nicht erkennen und bin dann schnell zurück zur normalen Listensicht gewechselt.

iTunes 7 Coverflow

Neu ist auch die Einstellungsseite für den iPod, die unterhalb des Stores zu finden ist. Integriert wurde hier auch der iPod-Updater, der bisher ein separates Programm war. Über mehrere Reiter finden sich hier auch alle wichtigen Einstellungen. Optisch ansprechend wird nun auch die Kapazität des iPods dargestellt. So sieht man sehr schön, wie viel Musik, Videos usw. auf dem iPod sind.

iTunes 7 iPod-Einstellungen

Wirklich praktisch sind die neuen Optionen, mit denen man die komplette Bibliothek backupen kann. Außerdem sind nun mehrere verschiedene Libraries möglich, die sich auf unterschiedlichen Datenträgern befinden können. Dazu einfach ALT beim Start von iTunes gedrückt halten, um das entsprechende Auswahlmenü zu bekommen. Was mich zu Zeiten meiner ISDN-Verbindung immer gestört hat, wurde nun auch geändert. iTunes hat einen Download-Manager bekommen, bei dem sich die Prioritäten der runter zu ladenden Files ändern lässt. Sehr schön, Apple.

Freunde von Live-Alben freuen sich über das neue Gapless-Playback. Wer eine große Musiksammlung hat, sollte beim ersten Start von iTunes 7 etwas Geduld mitbringen, da die gesamte Bibliothek gescannt wird nach entsprechenden Musikstücken. In der Praxis funktioniert das unterbrechungsfreie Abspielen von Live-Alben dann auch prächtig. Ansonsten haben wir die verbesserten Video-Optionen, die eine höhere Auflösung sowie On-Screen-Display bieten. Ist für uns hier in Deutschland derzeit aber noch nicht so wichtig, da es hier weder ein großes Angebot an TV-Serien und Spielfilmen gibt, wie im US-Store. Dies soll sich aber wohl Anfang 2007 ändern, hoffen wir es.

Showtime bei Apple

Apple Showtime Event

Heute gegen 19 Uhr deutscher Zeit hielt Steve Jobs mal wieder eine allseits heiß erwartete Keynote in San Francisco. Zuvor wurden ominöse “It’s Showtime”-Einladungen an die Presse verteilt. Und was gab es nun zu sehen?

  • Mehr Speicherplatz für alle iPods
  • Längere Batterielaufzeit
  • Mehr Farben
  • iTunes 7.0 (mehr dazu morgen)
  • Neue Album-Cover-Navigation in iTunes
  • Spiele im iTunes Store für die iPods
  • endlich Cover automatisch runterladbar in iTunes
  • Höher aufgelöste Filme
  • iPod-Sync zwischen mehreren verschiedenen Rechnern (so lange gleicher iTMS-Account)
  • Filme im Store zeitgleich zum DVD-Release, bisher nur Disney-Firmen und bisher nur USA. Hoffentlich Anfang 2007 hier.
  • iTV-Box für 299 US-Dollar in Q1/2007 streamt Videos vom Mac zum Wohnzimmer-TV

Mehr Infos dazu bei Fscklog oder bei Macnews.

Updates für Front Row, Quicktime und iTunes via Auto-Update verfügbar.

The Lake House Soundtrack

The Lake House

Liebe Leute. Nachdem ich bereits so ausgiebig vom Film geschwärmt habe (hier und hier), möchte ich euch nun den Soundtrack wärmstens ans Herz legen. Während die Jungs bei Amazon noch tief schlafen, gibt’s das Ganze bereits im iTunes Music Store. Ich sage nur zwei Worte. Rachel Portman. Wenn es um ruhige Soundtrack-Musik geht, dann führt der Weg nur schwerlich an ihr vorbei. Von ihr kommen bereits die wunderbaren Emma und The Cider House Rules. Und auch The Lake House ist wieder wunderschön geworden. Teilweise ein bischen melancholisch, aber eben doch wieder typisch Rachel Portman. Neben dem Score sind auch noch vier normale Songs drauf von The Clientele, Nick Drake, Eels und Carole King. Läuft hier jedenfalls seit dem Wochenende rauf und runter. Jetzt will ich den Film natürlich noch viel dringender sehen.