Skip to main content

Der Dramaking im Wandel

Vielleicht hat es ja jemand gemerkt, aber ich habe längere Zeit kaum etwas geschrieben hier. Vielleicht liest inzwischen ja auch niemand mehr wirklich hier, wundern würde es mich nicht. Die Leserzahlen sind kontinuierlich runter gegangen, angesichts der Inaktivität natürlich auch gar kein Wunder. Nun werde ich sicher nicht wie üblich anfangen darüber zu schreiben, dass nun alles anders und vor allem besser wird. Erstens hätte das einen Hauch von Selbstüberschätzung und zweitens weiß ich auch gar nicht, ob ich das kann und will.

Was ich auf jeden Fall weiß ist was ich nicht will. Ich will nicht, dass das hier aufhört. Das ist ja zumindest schon mal etwas. Und ich habe auch mal etwas ganz schlaues gelesen. Ich weiß gar nicht mehr in welchem Buch es war, es ging da aber glaube ich um Beziehungen im Allgemeinen. Da stand irgendwo das wirklich gute und logische Zitat:

Wenn dich etwas an deinem Leben stört, dann ändere dein Leben.

Absolut korrekt, denn es wird niemand anderes für einen tun. Oft ist es ja so, dass man gar nicht so recht weiß, wie genau das Ziel aussehen soll. Aber jede Änderung ist zumindest schon mal ein kleiner Fortschritt.

Ich habe in den letzten drei Jahren sehr gut zugenommen, nachdem ich sehr viel abgenommen hatte. Das kann man jetzt Jojo-Effekt nennen. Im Prinzip ist es ja auch völlig egal, es reicht ja, dass es mich stört. Und da kommt das Zitat oben im Einsatz: Wenn es mich stört, muss ich es eben ändern. Simple as that. So habe ich vor einer Woche wieder mit Weight Watchers und Sport angefangen. Etwas über 20 Kilo sollen wieder runter, nach der ersten Woche sind 2,7 Kilo geschafft, der Start ist gemacht.

Das kuriose ist, dass es wirklich gut tut, sich gut anfühlt und es eigentlich nicht mal anstrengend ist. Mir war das drei Jahre lang klar. Erstaunlich, wie einfach man im Alltag solche Gedanken sehr weit beiseite und auf einen weiter zurückliegenden Termin schieben kann. Ich wollte sicher mehr als ein Dutzend Mal wieder anfangen, aber irgendwie habe ich immer eine Ausrede gefunden. „Nur noch fix die Süßigkeiten oben im Schrank alle machen und dann geht‘s los“ oder „Die Sache will ich noch fix vorher klären und dann wird gestartet“. Bullshit! Ich brauche für solche Sachen immer etwas Druck. Damals hat es mir schon geholfen, mich selbst öffentlich unter Druck zu setzen.

Und irgendwie wird das auch mit dem Bloggen wieder klappen, trotz Twitter, Familie und viel Arbeit. Und dann kommen über kurz oder lang auch die Leser wieder. Und so werden sich auch hier ein paar Sachen ändern. Das ist hier kein Kinomagazin, insofer ist es auch absolut nicht nötig, über jeden Film eine ellenlange Kritik zu schreiben. Ich brauche keine 5000 Zeichen um zu erklären, dass Fast & Furious 4 eine in jeder Hinsicht durchschnittlicher Film ist. Das ist hier auch kein Archiv für irgendwelche Pressemeldungen und das ist auch keine Newsseite. Hier geht es um meine persönliche, private Meinung und die kam einfach ein bisschen arg kurz in den letzten Monaten.

Besinnliche Weihnachtszeit

Ich freue mich dieses Jahr riesig auf Weihnachten. Weihnachten war lange Zeit für mich nur eine Ansammlung von ein paar freien Tagen, an denen leider die Geschäfte zu haben. Jetzt mit Frau und Kind ist das total anders. Ich vermute, es wird das letzte Jahr sein, wo Junior noch an den Weihnachtsmann glaubt und das möchte ich nochmal richtig genießen. Schon letztes Jahr kamen ihm ja erste Zweifel. Er vermutete, dass ein Nachbar die Geschenke vorbei bringt und nicht der Weihnachtsmann. Und so kam er letztes Jahr auf den ultimativen Test.

Er hörte, dass der Weihnachtsmann ja immer ein Glas Milch trinkt und ein paar Kekse mampft, um sich zu stärken. Bevor ich mich mit ihm also auf die Suche nach dem Weihnachtsmann nach draußen begab, stellt er eine Tasse Milch hin und legte Kekse parat. Als wir wieder zurück kamen und natürlich den Weihnachtsmann nicht gesehen hatte, waren die Geschenke da. An denen lief er jedoch vorbei und eilte zum von ihm vorbereiteten Mahl. Die Milch war weg, die Kekse gegessen. Ab da war für ihn ohne Zweifel bewiesen: Den Weihnachtsmann gibt es doch, wer soll denn sonst die Milch getrunken und die Kekse gegessen haben.

Wir werden es dieses Jahr sehr schön haben. Missy ist noch bis 15 Uhr arbeiten, ich jetzt soweit mit der Arbeit fertig. Also werden Junior und ich gleich aufräumen und dann den Baum schmücken. Danach kümmere ich mich um das große Weihnachtsessen. Ich breche mit der häuslichen Tradition, es wird keine Würstchen mit Kartoffelsalat geben. Eigene Familie – Zeit für eigene Rituale. Ausgewählt habe ich Ente a la Fräulein Jensen. Ich habe noch nie Geflügel im Ofen gegrillt, obwohl ich ja sehr gerne koche. Bin schon sehr gespannt, ob das so lecker wird, wie das Rezept aussieht. Morgen lassen wir uns dann von Missys Mutter verköstigen und am zweiten Weihnachtstag begrüßen wir dann meine Sippschaft zum Essen.

Weihnachten ist aber auch immer die Zeit, um besinnlich und nachdenklich zu werden. Gestern Abend habe ich mit Missy zusammen A beautiful Mind gesehen. Eine ergreifende Geschichte über den Mathematiker John Nash. Mir geht es immer sehr nahe zu sehen, wie seine Frau trotz seiner schweren psychischen Erkankung immer an seiner Seite steht und ihn unterstützt. Bei sowas muss ich selbst immer zurückdenken. Und dann sehe ich, wie viel Glück ich habe, dass ich mir heute überhaupt Gedanken darüber machen darf, was es als Festessen geben soll. Es ist ziemlich genau zehn Jahr her, als ich mehr oder weniger mit dem Leben abgeschlossen hatte: Morbus Crohn, Konglomerattumor, Chronische Niereninsuffizienz, Pneumonie, Psoasabszess und Ileozäkalresektion. Und insofern bin ich unendlich dankbar, dass ich diese letzten zehn Jahre erleben durfte.

Ich hab das damals als zweite Chance gesehen und ich bin einfach nur froh und glücklich, dass sich diese so für mich gestaltet. Denn so bin ich sowohl privat als auch beruflich im absoluten Gleichgewicht. Und das werde ich an diesen Tagen besonders genießen. Und daher möchte ich einfach mal Danke sagen, welche Macht auch immer dafür verantwortlich sein mag.

Wünsch mir was…

Wenn ich mir für den morgigen Dienstag mal ausnahmsweise etwas wünschen darf? Ich würde gerne einmal nicht schon um 5 Uhr hellwach sein und wenn es nicht zu unverschämt ist, wären ein paar weniger Schmerzen sehr, sehr lieb. Wenn es nicht zu famos ist, vielleicht sogar so ganz ohne? Habe doch wohl nicht umsonst Unmengen von Antibiotika in mich reingestopft…

Im Eimer

Die Messe habe ich dank einer Überdosis Ibuprofen und Aspirin überlebt. Doch direkt am Samstag hat es mich dann richtig dahin gerafft: Fieber, Schluckbeschwerden, stark angeschwollene Lymphknoten. Am Sonntag wurde der medizinische Notdienst dazu geholt, der Spülungen mit Chlorhexamed empfahl. Heute beim Hausarzt gab es dann die Diagnose: Streptokokken-Infektion. Jetzt gibt es Mega-Drops Penicilin und in zwei bis drei Tagen soll es dann besser gehen. Hope so, kann nämlich nicht mehr.

Pink Oktober? WTF?!

Eigentlich wollte ich gar kein neues Design präsentieren. Ich surfte ein wenig über die ganzen WordPress-Seiten, um mich zu informieren, was es denn so Neues zu sehen gibt. Dabei kam ich auch auf der Seite von Derek vorbei, einem der Meinung nach besten Web-Designer, zumindest auf WordPress-Ebene. Und dort stieß ich auf den Pink Oktober, der das Bewusstsein für Brustkrebs wecken möchte.

Ich selbst habe keine große Angst, selbst an Brustkrebs zu erkranken, was aber nicht bedeutet, dass ich mir der Problematik nicht bewusst bin. Ich hatte vor Jahren mal eine Brieffreundin in Österreich. Sie erzählte mir damals, dass bei ihr die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde. Sie war damals die jüngste Österreicherin, die überhaupt an Brustkrebs erkrankt ist. Ein paar Monate später bekam ich eine E-Mail von ihrem Bruder, dass sie verstorben sein. So schnell und tragisch kann das gehen.

Wenn jährlich ca. 19.000 Menschen an dieser Krankheit sterben, dann ist das schlimm genug. Und das sollte man nicht vergessen.