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Vierzig Jahre alt

Es scheint wirklich ein Problem des Alters zu sein, dass es einem so vorkommt, dass die Zeit nur so dahin rast. Den letzten Beitrag hier habe ich im November 2012 geschrieben, den letzten davor im Juni 2012. Eigentlich wollte ich ja wieder regelmäßig bloggen. Warum war es dann so lange ruhig hier? Es gab viele verschiedene Gründe, warum ich das Blog hier an den Nagel gehängt habe. Ich habe es jedoch nie über’s Herz gebracht, das Weblog zu löschen und/oder die Domain zu kündigen.

Dazu kommt, dass ich zunächst wegen einer langwierigen Rückenproblematik in Behandlung war und operiert wurde. Als wäre das nicht schon schlimm genug habe ich mir Anfang 2013 einen komplizierten Beinbruch zugezogen, der immer noch nicht wieder vollständig auskuriert ist. Insofern fehlte mir da nicht wirklich die Zeit sondern eher die Lust. Das alles hat natürlich auch mein Leben und das meiner Familie ziemlich auf den Kopf gestellt. Job weg, ständiger Krankenhausaufenthalt, nicht gerade Leben auf der Überholspur.

Ich wurde heute häufiger gefragt, wie sich 40 Jahre eigentlich so anfühlen. Ich kann nur sagen: Nicht anders als 39 oder irgendeine beliebige andere Zahl davor und vermutlich auch danach. Sicher zieht man an so einem Tag eine kurze Bilanz und überlegt, was man eigentlich schon alles erledigt haben wollte. Aber im günstigsten Fall liegen ja noch viele Jahre vor einem, in denen das alles erledigt werden kann. Auf jeden Fall habe ich mich sehr über die zahlreichen Glückwünsche gefreut. Schön, wenn man nicht vollends in Vergessenheit gerät. Und all die Spaßvögel mit ihren Alterscremes, Antifaltenmittel und ähnlichen Späßen: Denkt dran, ihr werdet alle auch mal 40 oder 50 oder was auch immer. Ich werde euch nicht vermissen.

Vielleicht schaffe ich es jetzt ja mal, trotz Twitter, Facebook und Co, wieder mehr zu bloggen. Mehr im Sinne von mehr als ein, zwei Mal im Jahr. Es gibt so viel zu erzählen. Viele gesehene Filme und Serien, durchgespielte Spiele und schöne wie traurige Erlebnisse. Denn eine Meinung habe ich immer noch zu so vielen Dingen.

Doofe Fragen im Sparpaket

Eben gefunden bei der schlecht gelaunten Kiki. Scheint bei Bluthochdruck zu helfen, also mach ich das auch mal:

Wie alt wirst du in 3 Monaten sein? Das Ding hier soll doch den Blutdruck senken und nicht durch die Decke schnellen lassen dachte ich? Ich habe innerhalb der nächsten drei Monaten Geburtstag und bin dann biblische 36 Jahre alt.

Denkst Du, Du wirst bis dahin verheiratet sein? Im Prinzip wäre das gar nicht so unwahrscheinlich gewesen wie es aktuell ist. Im Moment würde ich sagen sind wir dem Weltfrieden näher als einer Eheschließung mit meiner Beteiligung.

Was ist zurzeit dein Klingelton? Standard. So ein richtiges Klingeln.

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt? In einer richtigen Stadt, also im Sinne von Großstadt, habe ich noch nie gelebt. Ist glaube ich auch nicht mein Ding.

Bevorzugst Du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß? Eigentlich habe ich immer irgendwelches Schuhwerk an den FÜßen. Ausgenommen vielleicht im Sommer, um die Füße zu kühlen.

Was ist Deine Lieblingseiscreme? Fruchtige Sachen wie Erdbeere und Kirsche. Dazu gerne Vanillie und auf keinen Fall so etwas wie Schoko und alles was in die Richtung Kaffee usw. geht.

Hast Du eine bestimmte Art und Weise, wie Du im Bett schläfst? Am liebsten schlafe ich irgendwie seitlich verdreht. Muss komisch aussehen.

Bist Du eine laute Person? Nein, eher nicht. Vielleicht sollte ich das ab und an mal ändern.

Wie alt bist Du? Das hatten wir weiter oben schon.

Kannst Du Poker? Nicht wirklich, kenne aber genug von den Basics um zumindest Casino Royale zu verstehen.

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt? Ich glaube nicht.

Würdest Du Deine Nase piercen lassen? Bevor ich jetzt mit Vorurteilen um mich schmeiße, belasse ich es bei einem einfachen Nein.

Bist Du neugierig? Auf jeden Fall. Da müssen also doch ein paar weibliche Gene vorhanden sein.

Würdest Du ohne Deine Eltern zurecht kommen? Es gibt leider nur noch ein Elternteil. Ich denke, es geht auch irgendwie ohne, mit ist aber auf jeden Fall angenehmer.

Letzter Film, den Du gesehen hast? Zu Hause war das Max Payne, im Kino Watchmen.

Ist es in der Regel einfach für andere, Dich zum Lachen zu bringen? Ich lache gerne, bringe aber lieder andere zum Lachen.

Was hast Du zuletzt in Deinen Mund geschoben? Ein Reststück Schokino-Kuchen, der noch von Ostern übrig geblieben ist.

Wer hat zuletzt für Dich gekocht? Das war die Missy gestern Abend. Es gab Kartoffelspalten mit Sour Cream.

Wer hat Dich zuletzt angerufen? Das war gestern mein Chef, bevor er in den Urlaub verschwunden ist.

Liest Du den Sportteil der Zeitung? das ist überwiegend das einzige, was mich daran interessiert. Wenn ich schon kein Fußball mehr schaue, will ich wenigstens wissen, was da so los ist.

Hast Du eine gute Beziehung zu Deinem Bruder/Schwester? Doch, das passt schon ziemlich gut, bis auf die unter Geschwistern üblichen Reibereien.

Was für Bilder hängen in Deinem Zimmer? Wenn ich jetzt mal hier vom Büro ausgehe, dann ist das ein Bild mit der Produkt-Historie von Apple von der ersten Holzkiste bis zum iPhone.

Letzes Buch, das Du gelesen hast? Das war der Thriller Chemie des Todes, der mir ziemlich gut gefallen hat.

Wie siehst Du aus: Wie Mama oder Papa? Best of both worlds.

Wenn Du für den Rest Deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu Dir nehmen dürftest, welches wäre das? Coke Zero, ein Laster braucht der Mensch.

Was liegt rechts neben Dir? Der Nintendo DSi und direkt daneben der NDS von Junior, der gerade sein Zimmer aufräumen muss.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen? Wir haben hinter dem Haus einen kleinen Graben. Ich mag gar nicht daran denken, wie oft ich als Kind da reingefallen bin beim Versuch einen richtig mächtigen Staudamm zu bauen.

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr

Im Grunde steckt ja unheimlich viel Wahrheit in dem obigen Sprichwort. Man muss ja nur mal nachmittags den Fernseher einschalten und das ganze Ausmaß der Tragödie macht sich bemerkbar. Ist man jedoch mit einem Mindestmaß an Verantwortung ausgestattet wie der Autor dieser Zeilen, dann stellt sich das komplett anders dar.

Für mich war eigentlich immer klar, dass ich mal Vater werden will. Meine „Mädchen sind doof“-Phase hatte ich aus dem Grunde schon schnell hinter mir gelassen. Noch heute wird sich mit einer gewissen Ehrfurcht die Geschichte erzählt, wie ich in der Grundschule auf einem Geburtstag bei einem Mädchen – ach was sage ich – DEM Mädchen eingeladen war und meine Mutter aufforderte, mir eine rote Rose als passendes Geschenk mitzubringen. Vielleicht ist hier auch die Ursache dafür zu finden, dass ich mehr verschiedene Unterhosen als Frauen in meinem Leben hatte, weil ich beim ersten Casting schon darauf achtete, ob sie für die Hauptrolle als Mutter meiner zukünftigen Kinder für einen Oscar in Frage kämen.

Wäre ich nicht jung und naiv gewesen, hätte ich vermutlich sowohl eine Hochzeit als auch eine Scheidung weniger in meinem Lebenslauf. Nach so einer Enttäuschung schob ich den Vater-Gedanken erstmal ganz weit beiseite und dachte dann so bei mir „Wenn du schon kein Vater wirst, dann brauchst du dir den ganzen Stress mit den Frauen ja auch nicht antun.“ Inzwischen war ich dann alt und naiv, als mir Missy samt Junior über den Weg liefen. Und da erkannte ich, dass das mit dem Vater werden eben doch sehr schnell gehen kann. Dazu kam der Vorteil, dass die ganzen Baby-Nachteile wie Baby-Kotze auf der Schulter und wildes Geschrei weitestgehend schon angehakt waren. Immerhin war er zu der Zeit schon am Ende seiner Kindergartenzeit.

Junior war in der Lage, sich bei Erinnerung zu waschen, unfallfrei Nahrung zu sich zu nehmen und zielgerichtet zu kommunizieren. Natürlich habe ich mich da schon gefragt, wie das wohl ist, als neuer Kerl in so ein bestehendes Mutter-Kind-Gebilde einzutreten. Zu Anfang war ich der Kumpel. Ein neuer Spielkamerad, mit dem er rumhängen, Pixar-Filme im Kino sehen, ungesundes Essen bei McDonalds zu sich nehmen und Nintendo spielen konnte. Die bösen Worte kamen zu Beginn ausschließlich von Mama. Ich war Kumpel Olly und das war zu der Zeit auch gut so.

Damals haben wir beschlossen, dass alles von allein kommen muss. Wir sprachen öfters über Familien und die verschiedenen Zusammensetzungen, die es da gibt. Und mit der Zeit konnte man dann sehen, dass automatisch so viel mehr als Freundschaft zwischen uns beiden entstand. Es sind die Kleinigkeiten, die so etwas ausmachen. Irgendwann ließ er sich auch von mir trösten, wenn er hingefallen war. Irgendwann fing er an, sich einen Gute-Nacht-Kuss zu holen und irgendwann rutschte ihm mehr aus Versehen ein „Papa“ aus dem Mund. Gegenüber seinen Freunden spricht er heute von „meine Eltern“ und „mein Vater“. In der direkten Anrede bleibt er meist beim persönlichen Olly, was aber absolut OK ist.

Irgendwas muss ich in der ganzen Zeit also doch richtig gemacht haben. Das ist etwas, was man bzw. ich mich immer wieder mal frage. Mein Anspruch an mich selbst war immer, ein guter Vater zu sein, was immer das auch ist. Ich wollte, dass mein Kind immer zu mir kommen kann, also niemals Angst vor mir haben muss. Denn das ist etwas, was ich bei meinen Eltern auch immer konnte, egal wie groß der Berg Mist war, den ich wieder mal gebaut hatte. Und ich fühle natürlich auch immer wieder, dass dem so ist. Aber es ist auch schön, von anderer Seite mal so eine Bestätigung zu bekommen.

In der letzten Woche war Elternsprechtag. Da merkte ich, dass er doch einiges von mir übernommen hat. Seine Klassenlehrerin meinte, dass er ziemlich clever ist und er im Prinzip das Zeug für‘s Gymnasium hat. Er sei aber ein ziemlich fauler, vorlauter Kerl, der deutlich ordentlicher seine Aufgaben machen muss. Vorlaut? Nicht, dass er eine große Klappe nicht auf von der Mama haben kann, aber ein loses Mundwerk kommt mir nur allzu bekannt vor. So etwas in der Art haben meine Lehrer damals wohl auch meinen Eltern gesagt. Und das mit dem faul war zu meiner Schulzeit nicht anders.

Wie auch immer, richtig neu war das natürlich nicht. Als wir rausgingen, kam sie uns noch hinterher und nahm mich beiseite und sagte: „Ich wollte es Ihnen nur mal so sagen, aber für ihn sind sie der Vater, der Papa. Ich wollte nur, dass sie das wissen.“ Und ganz ehrlich, das macht einen dann doch stolz. Ich weiß nicht, ob es schwer ist, Vater zu sein. Es macht aber auf jeden Fall sehr viel Spaß.

Quo Vadis, Dramaking?

Ohne mich jetzt selbst loben zu wollen: Das hier ist die passendste Überschrift seit langem, denn sie ist auf eine ironische Art und Weise doppeldeutig. Am kommenden Montag wird dieses Weblog fünf Jahre alt. Zeit für ein mehr oder minder kleines Resümee.

Ich weiß noch, wie ich vor fünf Jahren auf diese Weblogs aufmerksam geworden bin. Und um jetzt mal ehrlich zu sein. Ich hatte wirklich keine Ahnung davon, was es damit eigentlich auf sich hatte. Wie so oft wurde ich darauf aufmerksam gemacht durch Hendrik, der seine Blogs schneller wechselt als ich hier meine Layouts, was wirklich etwas heißen will. Irgendwie erschien mir das hip, ich wollte das auch. Den ersten Beitrag widmete ich dem gerade einen Tag alten Nachwuchs von Kumpel Sharbe, vermutlich auch deswegen weil ich keinen Plan hatte, worüber ich eigentlich schreiben soll. Damals hatte ich den festen Plan, jeden Tag mindestens einen Beitrag zu schreiben, was ich relativ schnell als fixe Idee über Bord warf.

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Tops & Flops 2008

Mit leichter Verspätung auch dieses Jahr die Tops & Flops des Vorjahres:

Top Weblogs

Top Games

  • World of WarCraft: Wrath of the Lich King (PC)
  • SingStar Schlager (PS2)
  • World of Goo
  • BioShock (erst 2008 gezockt)

Flop Games

  • Far Cry 2
  • Spore
  • Need for Speed Undercover
  • GTA 4 (hier ist ausschließlich die PC-Version gemeint)

Bisher verpasste Games

  • Fallout 3
  • Lego Batman
  • Dead Space

Top Filme

Flop Filme

  • Saw IV
  • 8 Blickwinkel
  • Hancock
  • The Happening

Bisher verpasste Filme

  • James Bond: Ein Quantum Trost
  • Schmetterling & Taucherglocke
  • No Country for old Men
  • There will be Blood
  • Persepolis
  • Son of Rambow

Top Musik

  • Snow Patrol – A Hundred Million Suns
  • Sigur Ros – Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalaust
  • Jason Mraz – We Sing, We Dance, We Steal Things
  • Coldplay – Viva La Vida
  • A Fine Frenzy – One Cell in the Sea

Top Sätze (mehr davon bitte in 2008)

  • Wir kriegen das wieder hin.
  • Ich liebe dich.
  • Ok, einigen wir uns in Bezug auf die Gehaltserhöhung auf….
  • Du bist der beste Freund, den ich gewonnen habe.
  • Wenn du reden magst, sag Bescheid und ich komme.

Flop Sätze (will ich nicht mehr hören)

  • Alle Sätze vom kleinen bösen Teufel auf meiner linken Schulter.
  • Ich liebe dich.
  • Du bildest dir da was ein, echt jetzt.
  • Ich habe dir immer die Wahrheit gesagt.
  • Wieso brauchst du Urlaub?

Top Erfahrungen

  • Familienvater zu sein
  • Anerkennung im Beruf
  • Geliebt zu werden
  • Die eigene Stärke zu unterschätzen
  • Eigentlich alles richtig gemacht zu haben

Flop Erfahrungen

  • Meine kleine Welt nicht mehr zu verstehen
  • Finanzkrise
  • Beziehungskrise
  • Familienkrise
  • Lebenskrise

Top Entdeckungen WWW

Flops im WWW

  • Der Start von Apples Mobile Me
  • Facebook Beacon
  • Twitters Fail Whale
  • xyzVZ

Top Technik

  • Das aktuelle MacBook Pro, mein letztes war glaube ich ein Montags-Modell.
  • iPhone (ich habe nie ein „Handy“ mehr genutzt)

Flop Technik

  • Amazon Kindle
  • Sony PSP Slim & Lite
  • Unser Weihnachtsbaumlichterkette (fiel kaputt aus der Packung)
  • Windows Vista (auch mit SP1 nicht viel besser)