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Oops, I did it again

Und wie üblich folgt der erste vorsichtige Jahresrückblick, wie auch schon 2004, 2005 und 2006.

1. Zugenommen oder abgenommen?

Deutlich zugenommen, was mich selbst vermutlich am meisten nervt – auch wenn ich das nicht zugebe. Wird sicher aber definitiv 2008 wieder ändern.

2. Haare länger oder kürzer?

Der Witz war auch in den Vorjahren schon nicht wirklich gut. Ich verfüge nicht über ein einziges Haar.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Keine Verschlechterung zu erkennen. Mit links sehe ich so gut wie gar nichts, mit rechts dafür wie ein Adler.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Keine Veränderung zum Vorjahr. Der Umzug war insgesamt halt ziemlich teuer.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Wieder mehr, hängt natürlich auch mit dem in Punkt 4 angesprochenen Umzug zusammen.

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Einfach nur Danke

Vor einer halben Ewigkeit etwa sieben Jahren war das Internet für mich noch etwas halbwegs neues. Damals habe ich sehr gerne meine Zeit mit Chatten verbracht. Darunter war eine junge Frau, der es damals ziemlich schlecht ging. Komplizierte Krankheit und noch kompliziertes Elternhaus. Auch in den Jahren hörte ich selten von Leuten, denen es schlechter ging. Was kann man schon helfen, wenn man kilometerweit entfernt ist? Allenfalls damit, ein offenes Ohr zu haben, zuhören und einem das Gefühl geben nicht unwichtig zu sein. Und das habe ich damals gemacht.

Ihr kennt das ja sicher. Mit der Zeit verliert man sich zunächst aus den Augen und dann auch aus dem Gedächtnis. Doch in der letzten Woche meldete sich diese Person wieder bei mir. Und zwar einzig und allein mit dem Hintergrund „Danke“ zu sagen. Danke für das Zuhören damals und ernst nehmen. Inzwischen kommt sie mit ihrer Krankheit klar und hat ihr persönliches Glück gefunden. Und auch wenn es einen Moment dauerte, bis ich mich vollends erinnern konnte: Es hat mich sehr, sehr gefreut.

Dieses Zuhören damals hat mich gar nichts gekostet, allenfalls ein paar Minuten meiner Zeit. Aber es ist erstaunlich zu sehen, wie viel das anderen Menschen wert sein kann.

12 Regeln für eine gute Beziehung

Achtung Frauen-Content voraus. Als ich eben bei der Recherche für einen Bericht für die Arbeit das Tag “fun” bei del.icio.us durchsuchte, stieß ich auf einen Beitrag, der sich 12 Regeln für eine gute Ehe widmete. Ich fand den so gut und passend, dass ich ihn einfach übersetzte. Ich finde, dass der Text eben nicht nur auf eine Ehe passt sondern grundsätzlich auf Beziehungen. Was könnte man also einem Paar mit auf den Weg geben?

  1. Eure Welt wird ab sofort größer, nicht kleiner. Mehr gemeinsame Vergangenheit, mehr gemeinsame Freunde, mehr gemeinsame Möglichkeiten. Eine Ehe/Beziehung ist nicht das Ende einer Suche, es ist der Anfang aller Suchen, die zusammen so viel mehr Spaß machen.
  2. Seid Wächter der Freiräume des anderen. Ihr müsst euch nicht nur Raum geben, sondern auch Raum schaffen.
  3. Keine schwierigen Unterhaltungen nach 22 Uhr. Probleme sind schwerer zu lösen, wenn man müde ist und ihr werdet schneller von ihnen ermüdet sein.
  4. Im Fußball ist es so, dass jeder Spieler angreifen kann, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Jeder Spieler kann verteidigen, wenn es nötig ist. In einer Ehe/Beziehung gibt es nur zwei Spieler, daher ist das hier noch so viel wichtiger. Beide sollten in der Lage sein, alles zu tun, was das Team gerade braucht. Sicherlich haben beide unterschiedliche Stärken und Angewohnheiten. Aber wenn einer nicht mehr kann, sollte der andere da sein und übernehmen können.
  5. Ringe haben keine magische Kraft. Ihr werdet lernen, auf euch gegenseitig aufzupassen und euch zu verstehen. Und selbst wenn ihr nicht wisst wie, seid da und euch wird etwas einfallen.
  6. Benutzt Kopfhörer und am besten separate Toiletten.
  7. Seid ihr bisher nicht die absoluten Experten, was den anderen angeht, so werdet ihr es bald sein. Es ist nämlich eure Verantwortung, nicht nur der größte Fan der Stärken des anderen zu sein, sondern auch treuer Fan der gegenseitigen Schwächen und Macken.
  8. Haltet Haustiere. Wenn einem jedem Morgen ein Teil des eigenen Lebens auf dem Bauch rumspringt ist es einfach sich daran zu erinnern, das gemeinsame Leben zu füttern.
  9. Kein Ultimatum. Niemals.
  10. Verreist! Überrascht und fordert euch. Es ist einfacher, eine gemeinsame Welt zu haben, wenn man es mit einer gemeinsamen Welt teilen kann. Außerdem lernt ihr euch besser kennen, wenn ihr euch in Positionen bringt, wo ihr nicht vorhersehen könnt, wie ihr reagiert.
  11. Sich jemand anderem anzuvertrauen ist eine der Entscheidungen, die kaum ernster, reifer und erwachsener sein könnten. Haltet die Balance und seid daher auch gemeinsam kindisch, verantwortungslos und verspielt so oft es geht, um das auszugleichen.
  12. Wenn andere Leute euch kluge Ratschläge geben möchten, lächelt sie freundlich und nickend an und sie werden verstummen.

In dem Zusammenhang fällt mir noch ein Filmzitat aus dem Film In Good Company (Reine Chefsache) ein. Dort wird der Familienvater Dennis Quaid vom jungen Topher Grace gefragt, wie er das gemacht hat. Schließlich würde er beinahe eine perfekte Ehe führen. Und Quaid antwortet nach kurzem Überlegen trocken: “You just pick the right one to be in the foxhole with, and then when you’re outside of the foxhole you keep your dick in your pants.”

Attention, Attention

Aus aktuellem Anlass eine wichtige Durchsage. Ich bin für ein paar Tage wieder in der Heimat. Wer am Dienstagabend (also heute) spontan Lust auf Kino hat (Lady in the Water oder Superman Returns) oder Mittwoch auch in der Sneak ist, bitte melden. Gerne in Verbindung mit Essen gehen usw. Ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der ein wenig spontan ist 🙂