Skip to main content

Sally Fields Anti-Krieg-Rede bei den Emmys

Bei der diesjährigen Emmy-Verleihung bekam unter anderem Sally Field einen Emmy für ihre Rolle in der Serie Brothers & Sisters. Während ihrer Dankesrede hielt sie ein Plädoyer gegen den Krieg, welches zum Ende hin vom Sender abgedreht wurde. In Amerika ist ja seit Janet Jacksons Nippelgate nichts wirklich mehr live, es wird mit einem kleinen Delay gesendet, um eventuell einzuschreiten. Dies passierte hier. Sally Field sagte, nachdem sie zwischenzeitlich völlig den Faden verloren hatte, dass wenn Frauen an der Macht wäre, es keine verdammten Kriege geben würde. Das kanadische Fernsehen hatte die Rede vollständig gezeigt.

Den Ansatz der Rede fand ich zunächst gut, diese finale Aussage halte ich jedoch für ziemlichen Schwachsinn. Unsere eigene Geschichte belegt das Gegenteil. Schauen wir doch nur mal nach England, wo zwischen 1979 und 1990 die eiserne Lady Margaret Thatcher das Ruder in der Hand hatte. Thatcher war Mutter von Zwillingen und hatte keine Bedenken, die Falkland Inseln militärisch aus der Hand von Argentinien zurück zu holen. Weitere Mütter, die auch militärisch die Muskeln spielen ließen waren z.B. Indira Gandhi in Indien (Indo-Pakistanischer Krieg, nukleare Aufrüstung gegen China) oder Golda Meir in Israel (Jom-Kippur-Krieg).

Ein gutes Beispiel für „Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint“.

YouTubeDirektEmmy

Schwedisch für Fortgeschrittene

Schwedisch für Fortgeschrittene

Inhalt:

Das erste Aufeinandertreffen von Lisa und Gudrun verläuft suboptimal. Die Politesse Gudrun steckt der Gynäkologin Lisa ausgerechnet am Hochzeitstag ihres Sohnes ein Knöllchen ans Auto. Der Streit eskaliert in eine Wortschwall aus Kraftsausdrücken. Doch wie sagt das alte Sprichwort: „Man trifft sich immer zweimal im Leben.“ In diesem Fall in einer Frauenarzt-Praxis… Per Zufall treffen sich die beiden Frauen ein drittes Mal und lernen sich aufgrund dieser schicksalhaften Umstände näher kennen.

Gudrun lebt zurückgezogen und verwitwet mit ihrer Tochter zusammen, die ihre Mutter ständig auffordert, mal wieder „unter Menschen“ zu gehen. Lisa hingegen hat gerade die Scheidung von ihrem Mann hinter sich und genießt das Stockholmer Nachtleben nun wieder in freien Zügen. Nach ein wenig Motivationsarbeit machen die beiden die örtlichen Tanzflächen schnell gemeinsam unsicher. Aber wie es eben immer so ist: wenn etwas im Party-Leben Ärger macht, dann sind es die Männer…

Kritik:

Es ist kein Zufall, dass Schwedisch für Fortgeschrittene seinen Siegeszug in den Lady Nächten der großen Kinoketten feiert. Der Film ist eine Großabrechnung mit der chauvinistischen Männerwelt und lässt dabei kein noch so plattes Klischee aus. Natürlich hat die verbitterte Gudrun noch nie einen Orgasmus gehabt, Männer können ja so gemein sein. Nachdem beide Frauen das Sklavenleben (sprich: ihre Männer) hinter sich gelassen haben, entdecken sie die Lust am Leben und drehen dann richtig auf.

Das Ganze erinnerte mich ein wenig an eine überlange Folge Sex and the City und setzt dabei auf ähnliche Witze. Im TV wäre der Film vermutlich auch deutlich besser aufgehoben gewesen. Und immer dann, wenn kurz das Gefühl aufkommt, der Film könnte einen lichten Moment haben, wird dieser sofort von den beiden Hauptdarstellerinnen in Grund und Boden gequatscht. So zum Beispiel als Gudrun ihren Ex-Mann wiedertrifft.

Zugegeben, der eine oder andere Witz ist ganz nett, darüber hinaus gibt‘s überwiegend nervig-zähe Dialoge, platte Klischees und Vorurteile.

Titel/Originaltitel: Schwedisch für Fortgeschrittene / Heartbreak Hotel

Herkunftsland/Jahr: Schweden, 2006

Länge: 110 Minuten

Kinostart: 5. Juli 2007

Regie: Colin Nutley

Drehbuch: Colin Nutley

Darsteller: Helena Bergström, Maria Lundqvist, Claes Mansson, Johan Rabaeus

Genre: Komödie

Für Freunde von: Sex and the City, 

Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆