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Compliance

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Meine letzte Filmkritik hier ist, ich musste gerade nachsehen, schon gut vier Jahre her. Ich wusste nicht mal mehr, wie die Kritiken hier zuletzt aufgebaut waren. Eine Kritik zu „The Hobbit“ kann ich mir im Normalfall ja auch sparen, wenn ich ihn, wie die meisten, ohnehin gut finde. Interessant sind da ja eher gegensätzliche Meinungen zur Allgemeinheit oder Empfehlungen für kleine Filme, die sonst gerne mal übersehen werden.

Compliance ist einer dieser Filme. „Beruht auf einer wahren Begebenheit“ ist inzwischen ja eher ein Grund, einen Film nicht zu schauen. Hier sollte der geneigte Filmfreund jedoch eine Ausnahme machen. Sandra, Leiterin eines fiktiven Fast-Food-Restaurants, steht enorm unter Druck. Eine Lieferung Bacon ist nicht rechtzeitig angekommen, die Mitarbeiter müssen entsprechend instruiert werden. Die junge Becky bringt Sandra ohnehin mit ihrer jugendlichen Einstellung zur Weißglut. Ihre Jugend und Schönheit erinnern Sandra an ihr vergleichsweise langweiliges Leben in der Midlife-Crisis. Mitten in diesem Trubel erhält Sandra einen Anruf von einem Polizisten. Dieser beschuldigt Becky, eine Kundin bestohlen zu haben. Becky streitet alles ab. Der Polizist, der gerade unabkömmlich ist, stellt die beiden Frauen vor die Wahl: Becky wird entweder verhaftet und bis zur Klärung über Nacht in der Zelle bleiben oder Chefin Sandra nimmt eine Leibesvisitation vor.

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Media Monday #43

  1. Der beste Film mit Forest Whitaker ist für mich Der letze König von Schottland.
  2. Gore Verbinski hat mit Fluch der Karibik seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es ihm damit gelungen ist, einem eigentlich totem Genre wieder Leben einzuhauchen. Habe lange mit mir gerungen, weil ich The Weather Man damals auch ziemlich gut fand.
  3. Der beste Film mit Amy Adams ist für mich The Fighter. Amy hat zu einem großen Teil in seichten Komödien mitgespielt oder eine der unbedeutenden Nebenrollen übernommen. Da sticht The Fighter als grandioses Sport-Drama klar raus.
  4. Nach einem durchzechten Wochenende findet man sich oftmals Sonntagnachmittags auf der Couch wieder. Welchen Film würdet ihr für diesen Fall empfehlen? Im Moment würde ich da eher eine gute Serie bevorzugen. Da kann ich so richtig eintauchen und entspannen. Aktuell ist das The West Wing, das ich damals ausgelassen hatte. Dabei hat die Serie einige der besten Dialoge überhaupt. Klasse Arbeit von Aaron Sorkin.
  5. Der schlechteste Film, den Martin Scorsese je gemacht hat, ist Bringing out the Dead. Ich habe mich dabei auf die Filme beschränkt, die ich auch wirklich gesehen habe. Gegen grandiose Werke wie Casino, Goodfellas oder The Departed fällt dieser Film doch ziemlich ab.
  6. Von den zahlreichen Buch-Reihen, die im Laufe der letzten Jahre verfilmt worden sind, gefällt mir Der Herr der Ringe am besten, denn die Trilogie ist einfach nochmals zwei Nummern größer als Harry Potter, die ich auch ziemlich gelungen verfilmt finde.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war Wer ist Hanna? und der war letztlich doch nur solide , weil der Zwist zum Ende hin irgendwie gezwungen wirkte und die sehr guten Momente, wo Hanna erstmals mit der modernen Technik konfrontiert wird, zu kurz waren. Sehr gut gefielen mir übrigens die Verfolgungen, die mit der treibenden Musik sehr intensiv rüberkamen.

via Medienjournal

Ruhe in Frieden John Hughes

Als in den frühen 70ern Geborener bin ich natürlich ein echtes Kind der 80er Jahre. Und die 80er waren teilweise wirklich eine Katastrophe. Ich musste mit merkwürdigen Frisuren und Klamotten klar kommen. Ich habe die volle Dröhnung Modern Talking abbekommen. Aber die 80er hatten auch gute Seiten. Dazu zähle ich noch heute die Filme von John Hughes. Als Regisseur, Produzent oder Drehbuchautor war an einigen meiner absoluten Lieblinge beteiligt: Kevin – Allein zu Haus, Breakfast Club, Ist sie nicht wunderbar?, LISA, Schöne Bescherung oder Ferris macht blau.

Insofern hat mich die Meldung, dass John Hughes (59) einfach mit einem Herzanfall beim Spazierengehen zusammengebrochen ist, schon sehr schockiert. Ich bin wirklich traurig. Neben vielen Videos habe ich quasi ein Best of von ihm gefunden:

DirektHughes

The Lovely Bones Trailer

Wenn mich in letzter Zeit ein Buch wirklich berührt hat, dann war das The Lovely Bones bzw. In meinem Himmel von Alice Sebold, das nun von Peter Jackson verfilmt wird. Es geht dabei um die vierzehnjährige Susie Salmon, die im Dezember 1973 ermordet wurde. Als wäre so eine Geschichte nicht schon tragisch genug, erzählt Sebold die Geschichte aus der Perspektive des toten Mädchens. Aus ihrem Himmel blickt sie runter und sieht, wie die eigene Familie an den Folgen des Schicksalsschlages quasi kaputt geht. Susie versucht Kontakt zu ihrer Familie aufzunehmen und so den Mörder seiner Strafe zu überführen und der eigenen Familie so Frieden zu geben. Das Ganze wird sehr emotional und ergreifend beschrieben. Selten hat es ein Buch geschafft, mich so mitzunehmen. Noch nie wurden Themen wie sexueller Missbrauch und der brutale Mord an einem so jungen Menschen auf diese Art und Weise beschrieben. Das Thema ist an sich schon schwierig genug, das aus den Augen eines Kindes erzählt zu bekommen ist extrem harte Kost. Eine Filmumsetzung konnte ich mir wirklich nur sehr schwer vorstellen, aber Peter Jackson scheint das wirklich in den Griff bekommen zu haben. Insofern mein Favorit für das kommende Kinojahr und eine dringende Empfehlung.

DirektBones