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Fast Food Nation

Fast Food Nation

Inhalt:

Don Henderson steht als Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey’s vor einer schweren Aufgabe. Es hat sich heraus gestellt, dass im Fleisch des Verkaufsschlagers „The Big One“ Kolibakterien zu finden sind. Henderson will der Sache auf den Grund gehen und erlebt dabei unglaubliches. Am Produktionsort begegnet er der bitteren Realität über illegale, ausgebeutete Immigranten, brutale Schlachtmethoden und die wahren Gründe für die miese Qualität des Fleisches.

Kritik:

Richard Linklater hat sich dem gleichnamigen Bestseller angenommen und wählte für den Film mehrere parallel laufende Handlungsstränge, die allenfalls lose miteinander verbunden sind. Das macht es teilweise schwer, dem Film richtig zu folgen. Insbesondere, weil einige Stränge nicht richtig zu Ende erzählt werden und einfach abrupt enden.

Dabei hält sich Linklater mit politischen Statements nicht zurück und legt den Finger ganz unverhohlen in die Wunde. Schlechte Arbeitsbedingungen, Verantwortungslosigkeit der Hersteller, amerikanische Oberflächlichkeit und auch die aktuelle Regierung bekommt ihr Fett weg. Dabei hat seine Erzählung leider ein paar ärgerliche Schwächen.

Natürlich muss man mit so einem Film auch provozieren und ein Blick in einen Schlachthof gehört dann wohl unweigerlich dazu. Das dennoch so viele Klischees bedient werden wie auf Burger spuckende Mitarbeiter einer Fast-Food-Kette, lässt an der Glaubwürdigkeit des Filmes zweifeln. Schade drum, denn das Thema ist viel zu wichtig, um die Message aus solchen Gründen zu torpedieren.

Denn die eigentliche Botschaft des Filmes ist wichtig und ernst. In allen Branchen ist man auf Gewinnmaximierung aus. Aber in keiner ist das so schmerzhaft für die Konsumenten, wie bei Lebensmitteln.

Infos:

Originaltitel: Fast Food Nation
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 01. März 2007
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Eric Schlosser, Richard Linklater
Darsteller: Patricia Arquette, Ethan Hawke, Greg Kinnear, Luis Guzman
Genre: Satire
Für Freunde von: Thank You For Smoking, Super Size Me
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

McDonald’s Sommer-Aktion

Heute Mittag noch gewundert über die neue Sommer-Aktion des McDonalds-Restaurants in Wunstorf. In den Sommermonaten gibt es den McChicken dort als Sonderserie mit braunem Salat. Oder kostet der Grüne jetzt ohne mein Wissen Aufpreis? Dafür waren die Pommes seit einer halben Ewigkeit mal wieder warm und nicht mal versalzen. Ich liebe es nicht mehr!

Können sie mich verstehen?

Gestern vor dem obligatorischem Sneak-Preview-Besuch stand der noch obligatorischere Subways-Besuch auf dem Plan. Hatte mich schon richtig auf ein Chicken Teriyaki Sub gefreut. So schlenderte ich dann mit den Kopfhörer des Ipods und den Klängen von Teenage Fanclub in den Ohren Richtung Sandwich-Kette und ordnete mich in die kleine, überschaubare Schlange ein. Vor mir standen zwei kleine Asiaten, die sich in ihrer fremd klingenden Landessprache unterhielten. Ich machte die Musik aus, als absehbar war, dass ich bald dran sein würde. Die Asiaten bestellten in gebrochenem Deutsch und mit viel Handwinken mehr schlecht als recht ihr Essen und ich war endlich an der Reihe.

Die Bedienung schaute mich an, begann das Brot zu belegen und sprach in einem Ton und mit Handzeichen zu mir, als wäre ich gerade auf diesem Planeten gelandet „Kööööönnnneeennnn siiieeee miiiiich versteeeheeeeeeen?“ mit den Händen als Verstärker auf die eigenen Ohren deutend. Meine trockene und wahrheitsgemäße Antwort war: „Ja, sicher spreche ich deutsch, bin hier aufgewachsen.“ im Geiste dabei noch die beiden Asiaten im Kopf habend. Ich hatte es kaum ausgesprochen, da war mir auch schon klar, dass er das wohl meinte wegen den Kopfhörern im Ohr. Hachja, manchmal möchte ich schon gern im Boden versinken können. Lustig fanden wir das aber beide und das Sandwich hat auch super geschmeckt.

Warum einfach?

McDonalds. Drive In. Einige Minuten an der Karte parken und die Auswahl an verschiedenen Salaten begutachtet. Krampfhaft die Bestellung „Crispy Chicken Ranch Salad“ eingeprägt. Vorgefahren an den Bestellschalter. Mit leichtem Nuscheln und fast fehlerfrei die Bestellung aufgegeben „Einmal Crispy Chicken Ranch Salad bitte“. Ungläubiges Schauen des Personals: „Also einmal die 1?“ Resignation… „Ach, so einfach geht das auch?“