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Sicko

Sicko

Inhalt:

Lassen wir es doch Michael Moore selbst erklären. Sicko ist eine Komödie über 45 Millionen Menschen, die ohne Gesundheitsvorsorge im reichsten Land der Erde.

Kritik:

Wer von Sicko erwartet, dass Menschen zu sehen sind, die hilflos ohne jegliche Krankenversicherung leiden, der irrt sich gewaltig. In Sicko geht es um Menschen, die eine Krankenversicherung haben. Eigentlich sollten diese Menschen glücklich und zufrieden sein, wären da nicht die großen Versicherungskonzerne, die nur auf Gewinnmaximierung aus sind. Eine der stärksten Szenen im Film ist die Aussage einer ehemaligen Managerin eines Versicherungskonzerns, die zu Protokoll gab, dass es bei ihrem Job nur darum ging, Wege zu finden, um nicht an Versicherte zahlen zu müssen.

Natürlich geht es auch darum zu zeigen, dass es viele Länder gibt, die eine bessere Versorgung bieten können mit einer gesetzlichen Krankenversicherung. Natürlich stellt Moore das wieder plakativ mit den üblichen überspitzten und vermutlich auch verdrehten Wahrheiten dar. So schippert er mit einem Boot voller kranker Helfer des 9/11-Anschlages nach Guantanamo, weil dort die medizinische Versorgung für Inhaftierte so viel besser sein soll, nur um dann zu erkennen, dass die Gratis-Versorgung in Kuba deutlich mehr erreicht als das jahrelange Wirken des amerikanischen Gesundheitssystems.

Der Film löst unheimlich viele Emotionen aus. Betroffenheit, Fassungslosigkeit, Wut und Zweifel aber auch hemmungsloses Lachen, um nur einige zu nennen. Moore nennt wie üblich Schuldige und Verantwortliche. Vielleicht muss man manchmal laut schreien, um gehört zu werden. Das ist etwas, was Michael Moore sehr gut kann.

Infos:

Originaltitel: Sicko
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 11. Oktober 2007
Regie: Michael Moore
Drehbuch: Michael Moore
Darsteller: Michael Moore, George W. Bush
Genre: Dokumentation
Für Freunde von: Fahrenheit 9/11, Bowling for Columbine
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

Fast Food Nation

Fast Food Nation

Inhalt:

Don Henderson steht als Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey’s vor einer schweren Aufgabe. Es hat sich heraus gestellt, dass im Fleisch des Verkaufsschlagers „The Big One“ Kolibakterien zu finden sind. Henderson will der Sache auf den Grund gehen und erlebt dabei unglaubliches. Am Produktionsort begegnet er der bitteren Realität über illegale, ausgebeutete Immigranten, brutale Schlachtmethoden und die wahren Gründe für die miese Qualität des Fleisches.

Kritik:

Richard Linklater hat sich dem gleichnamigen Bestseller angenommen und wählte für den Film mehrere parallel laufende Handlungsstränge, die allenfalls lose miteinander verbunden sind. Das macht es teilweise schwer, dem Film richtig zu folgen. Insbesondere, weil einige Stränge nicht richtig zu Ende erzählt werden und einfach abrupt enden.

Dabei hält sich Linklater mit politischen Statements nicht zurück und legt den Finger ganz unverhohlen in die Wunde. Schlechte Arbeitsbedingungen, Verantwortungslosigkeit der Hersteller, amerikanische Oberflächlichkeit und auch die aktuelle Regierung bekommt ihr Fett weg. Dabei hat seine Erzählung leider ein paar ärgerliche Schwächen.

Natürlich muss man mit so einem Film auch provozieren und ein Blick in einen Schlachthof gehört dann wohl unweigerlich dazu. Das dennoch so viele Klischees bedient werden wie auf Burger spuckende Mitarbeiter einer Fast-Food-Kette, lässt an der Glaubwürdigkeit des Filmes zweifeln. Schade drum, denn das Thema ist viel zu wichtig, um die Message aus solchen Gründen zu torpedieren.

Denn die eigentliche Botschaft des Filmes ist wichtig und ernst. In allen Branchen ist man auf Gewinnmaximierung aus. Aber in keiner ist das so schmerzhaft für die Konsumenten, wie bei Lebensmitteln.

Infos:

Originaltitel: Fast Food Nation
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 01. März 2007
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Eric Schlosser, Richard Linklater
Darsteller: Patricia Arquette, Ethan Hawke, Greg Kinnear, Luis Guzman
Genre: Satire
Für Freunde von: Thank You For Smoking, Super Size Me
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

Deutschland. Ein Sommermärchen

Deutschland. Ein Sommermärchen

Inhalt:

Seit der Maueröffnung 1989 hat Deutschland nicht mehr so ein Fest erlebt, wie die Fußball-WM 2006 im eigenen Land. Wochenlang wurde gefeiert und mit Klinsmann und seinen Männern mitgefeiert. Public Viewings, volle Fan-Meilen, die Zeit, in der sich was dreht. Mit begeisterndem Offensiv-Fußball eroberte die Deutsche Nationalmannschaft im Sturm die Herzen der Fans. Eine Welle der Euphorie trugt die Mannschaft durch den Sommer bis zum dritten Platz. Schwarz, Rot, Gold im ganzen Land.

Kritik:

Die Idee zum Film zur WM im eigenen Land wurde schon sehr früh geboren. Inspiriert vom französischen Vorbild aus dem Jahre 1998 begleitete Regisseur Sönke Wortmann die Deutsche Elf die gesamte Vorbereitung lang und die komplette WM. Er durfte auch dorthin, so sonst niemand Zugang hat. Ins Heiligtum der Umkleidekabine. Selten gab es so viele Einblicke in den Ablauf eines solchen Turnieres wie in diesem Film. Vom Trainingslager bis zur Arbeit nach dem Spiel ist alles dabei.

So fühlt es sich teilweise an, als käme dieser unvergleichliche Sommer mit seinen ganzen Emotionen wieder zurück. Schon der Einstieg mit der Niederlage gegen Italien könnte bitterer kaum sein. Rückblickend wird dann der Weg bis zu dieser bitteren Niederlage aufgezeigt, beginnend mit dem Trainingslager in Sardinien. Das Highlight des Filmes sind dann sicherlich die Unterhaltung zwischen Schweini und Poldi, die für einige Lacher sorgen. Klinsis flammende Reden sind übrigens auch ein echtes Highlight.

Man darf natürlich keine kritischen Töne erwarten, schließlich musste der Film vom DFB abgesegnet werden und Wortmann will sich auch sicherlich keine offenen Türen versperren. Interessant ist aber zum Beispiel das Streitgespräch der Mannschaft um die Feierlichkeiten anlässlich des Dritten Platzes. Mehr Zündstoff darf man sich jedoch nicht erwarten. Wer sich aber nur halbwegs für die WM interessiert hat, sollte seine Erinnerungen nochmals aufleben lassen. Aber nicht erschrecken, die Spielszenen nehmen den kleinsten Teil der gesamten Filmlänge in Beschlag.

Infos:

Titel/Originaltitel: Deutschland. Ein Sommermärchen
Herkunftsland/Jahr: Deutschland, 2006
Länge: 108 Minuten
Kinostart: 05. Oktober 2006
Regie: Sönke Wortmann
Drehbuch: Sönke Wortmann
Darsteller: Jürgen Klinsmann, Joachim Löw, Poldi, Schweini, Angie
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★☆☆☆

March of the Penguins

March of the Penguins

Im Moment schwärmt mir jeder der größere Brüste hat als ich davon vor, wie süß doch die vier Pinguine aus Madagascar sind. Durch mein Lieblingsforum wurde ich auf die Dokumentation „March of the Penguins“ aufmerksam gemacht, die sich – oh Wunder – um Pinguine dreht und zwar um echte. Erzählt wird die Geschichte von Morgan Freeman, dessen Stimme für so ein Vorhaben perfekt geeignet ist. Unbedingt den Trailer ansehen und zwar bis zum Ende. Ich höre schon die gesamte Damenwelt beim Coming Soon ein „Oooooooh wie süߓ raunzen.