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Gebt mir Vollbild!

Inzwischen scheint es ja Standard zu sein, auf Webseiten YouTube-Videos in Artikeln einzubinden. Für den Betreiber ist das eine einfache Lösung, er muss keine Hostingkosten zahlen und der Player funktioniert auf nahezu jedem Gerät. Was mich wirklich ärgert ist, dass Seitenbetreiber die Vollbildoption des Players deaktivieren. Vermutlich, damit die eigene Werbung weiter zu sehen ist. Das Problem dabei ist nur, dass ich mir das Video dann einfach auf YouTube ansehe und die Webseite verlasse. Wer will sich denn bitte HD-Videos in so einem daumengroßen Fensterchen anschauen? Service am User sieht meiner Meinung nach anders aus. Inzwischen meide ich Seiten, die Videos in der Form einbetten. Es gibt ja genug Alternativen. Verstehen tue ich es trotzdem nicht.

Warum ich nur noch selten ins Kino gehe

Noch vor wenigen Jahren bin ich in einem Jahr mehr als 100 Mal im Kino gewesen. Damals habe ich teilweise mehrere Filme hintereinander gesehen, die Sneak Preview jede Woche war sowieso eine Pflichtveranstaltung für mich. Heute gehe ich so oft ins Kino, dass eine Hand reicht um die Besuche abzuzählen. Und das hat Gründe:

Kino ist mir persönlich einfach zu teuer geworden. Neben der nötigen Anfahrt und ggfs. Parktplatzgebühren kostet ein Film eben nicht nur einen relativ hohen Preis sondern auch noch Gebühren für 3D und/oder Überlänge. Als echter Genießer gibt es dann noch Getränk plus Popcorn / Nachos / Eis dazu und schon leert sich die Geldböre um fast 30 Euro, pro Person wohl gemerkt. Das kann man mal machen für einen gelungenen Abend.

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Und schon wieder winkt das Verbotsschild

Ich mache mir gerade ernsthafte Gedanken darüber, was so an Qualifikation von einem handelsüblichen Innenminister erwartet wird. Bei Welt Online habe ich heute Nachmittag gelesen:

Die Innenministerkonferenz hat sich auf ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten Killerspielen verständigt. Der Beschluss ist nach Informationen von WELT ONLINE eine Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden. Das Verbot soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Da muss ich doch mal ganz stark und innig seufzen. Und natürlich ist ausgerechnet einer der Antreiber ausgerechnet Uwe Schünemann aus meinem Heimatbundesland Niedersachsen. Sorry, aber ich kann da echt nichts dafür, ehrlich.

Ich könnte mich jetzt auch zurecht aufregen oder einen Vergleich zum damaligen Auftrittverbote von Elvis Presley ziehen. Klar könnte man jetzt auch wieder eine Petition starten bzw. mit zeichnen, aber das Ganze hat vermutlich ohnehin ähnlich hohe Erfolgsschancen wie die letzten Versuche zu dem Thema oder kürzlich der Versuch Paintball verbieten zu wollen. Warum das Ganze ohnehin nichts bringt und lediglich in Bezug auf Stimmenfang zum Wahlkampf taugt:

  1. Digitale Medien lassen sich nicht verbieten. Sie bekommen daher im Gegenteil einen besonderen Reiz und landen dann eben illegal auf den Rechnern von Jugendlichen.
  2. Was ist eigentlich ein Killerspiel? Die Phrase wird immer und immer wieder gedroschen, aber wie soll das rechtlich einstufbar sein? Wenn ich meinen Sim in Die Sims schlecht behandle kann der auch sterben. Ist Die Sims dann ein Killerspiel?
  3. Wenn wir davon ausgehen, dass Killerspiel=Egoshooter ist, dann kommen die in der Regel (Crytek mal ausgenommen) nicht aus Deutschland und betreffen ohnehin nur einen kleinen Teil des Marktes und haben dann auch zurecht eine rechtlich bindende Altersfreigabe ab 18 Jahren oder eben nicht mal diese und kommen dann in der Regel auch gar in Deutschland auf den Markt.

Ich bin es echt so etwas von Leid.

Du bist Terrorist

Manchmal sagt ein Video mehr als viele Worte, denn du bist Terrorist!

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Update: Gerade über den Artikel bei Spreeblick gestolpert. Natürlich entspricht das Video nicht dem momentanen Stand in Deutschland. Ich habe es auch nicht so aufgefasst, sondern eher als drohende Zukunft. Und insofern fand ich es schon sehr treffend, denn es regt hoffentlich zum Nachdenken an. Die Frage, die sich jeder stellen sollte ist doch: Möchte ich in einem Land leben, in dem so etwas zur Realität werden kann? Ich für meinen Teil kann das mit einem sicheren „Nein“ beantworten.

Eurovision Song Contest 2009

Am vergangenen Samstag fand in Moskau der Eurovision Song Contest 2009 statt. Als Kind habe ich das immer gucken müssen, so habe ich zumindest den letzten großen deutschen Erfolg (1982, Nicole – Ein bisschen Frieden) live mitverfolgt und ja, vielleicht war ich damals auch ein klein wenig verschossen. Seit Jahren drücke ich mich erfolgreich vor dieser Veranstaltung. Irgendwie ist es mit dem Song Contest so wie mit der Bild. Alle mosern irgendwie darüber aber gucken tun es offenbar doch eine Menge.

Nachdem im letzten Jahr Deutschlands große Hoffnung, die No Angels, eine internationale Pleite der Extraklasse erlebt haben, sollte es dieses Jahr U96-Kapitän Alex Christensen mit seiner Nummer „Alex swings, Oscar sings!“ schaffen: Eine banale Swing-Nummer mit einem Minimal-Text aus dem nächstbesten Songtext-Generator. Und wenn man eben kein großes Vertrauen in seine Nummer hat, dann müssen eben Titten her. Sex sells, weiß ja jeder. Und da nimmt man natürlich das Beste, was Deutschland in dieser Hinsicht zu bieten hat: Dita von Teese. Was? Die kommt gar nicht aus Deutschland? Naja, genau das habe ich mich auch gefragt.

Ich habe mich auch gefragt, warum man an dieser Veranstaltung überhaupt noch teilnimmt. Andere Länder wie Italien und Österreich haben sich doch schon erfolgreich abgetrennt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Euro der TV-Gebühren da wieder in den Sand gesetzt wurden. Insgesamt hat die Veranstaltung 42 Millionen Euro gekostet. Als gesetztes Land muss auch Deutschland einen Teil davon zahlen. Das alles wäre ja nicht so schlimm, wenn die Musik wenigstens gut wäre. Aber das pendelt alles irgendwo zwischen Fremdschämen und Trommelfellinfarkt. Ich hätte nichts dagegen, wenn Deutschland diesem Event in Zukunft die kalte Schulter zeigen würde. Auch wenn das wohl ein Wunschtraum bleiben wird.