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Crytek zweifelt an Machbarkeit von Game-Streaming

Die Ankündigung von OnLive, dem kommenden Game-Streaming-Dienst, hat für reichlich Aufsehen in der Branche gesorgt. Jetzt meldete sich Crytek-CEO Cevat Yerli zu Wort, den ich selbst noch vor nicht allzu langer Zeit interviewen konnte. Crytek hat es als einer der wenigen deutschen Entwickler geschafft, sich auch international einen Namen zu machen – und das ausgerechnet mit Ego-Shootern. Angesprochen auf Game-Streaming meinte Yerli, dass das Internet derzeit noch nicht dafür bereit wäre und dies erst 2013 – 2015 der Fall wäre.

„We saw that by 2013 – 2015 with the development of bandwidths and household connections worldwide that it might become more viable then…It doesn’t take a lot to make a video-based renderer, but what you need is the right infrastructure that is beyond the technology we have, it’s more like cable net providers and communication networks. They have to provide fast bandwidths and connectivity in order to allow such technology to excel. So as it was dependent on somebody else, we decided to wait.“

Dennoch drückt er OnLive die Daumen und will es gerne selbst sehen. Er räumt ein, dass die Jungs von OnLinve einige Dinge anders anfassen und es so interessant wäre zu sehen, ob es so funktionieren kann. (via)

Crysis: Zum Sterben schön

B27C8D97-662A-4FA0-B038-6EFD6C566808.jpgNach dem bravourösen Call of Duty 4 kam mit Crysis das mit reichlich Hype ins Feld geschickte Crysis. Crysis ist ein technisch überragender Shooter, der selbst hochgezüchtete Hardware mit einem müden Lächeln begrüßt. Selbst auf meinem Intel Quad Core mit 2 GB Ram und GeForce 8800 GTX (768 MB Ram) läuft das Spiel nicht immer durchgehend flüssig und dabei nutzte ich nicht mal die höchstmöglichen Einstellungen. Was dafür aber geboten wird stellt optisch alles in den Schatten, was jemals auf irgendeinem System lief. So opulent hat noch kein Computer- oder Videospiel ausgesehen.

Die Story ist ziemlich banal: Auf einer Insel findet sich eine merkwürdige Energiequelle. Koreaner und Amerikaner kollidieren in zahlreichen Gefechten bei der Such danach, um gemeinsam festzustellen, dass eine noch viel größere Bedrohung auf der Insel lauert: Außerirdische. Soweit so gähn. Einen Hauch von Innovation gibt es durch den Nanaosuit der zu spielenden Eliteeinheit. Dieser Kampfanzug kann im Spiel in verschiedene Modi geschaltet werden. Dann verleiht der Anzug mehr Kraft (z.B. höhere Sprünge), mehr Geschwindigkeit (Autos werden zu Fuß abgehängt), einen Schildmodus (gegnerische Kugeln haben weniger Wirkung) oder den so wichtigen Tarnmodus mit dem man nahezu unsichtbar ist.

Durch diese Möglichkeiten und durch die Tatsache, dass die Gegner viel einstecken und teilweise sehr clever agieren, ist taktisches Vorgehen unabdingbar und gezielter Einsatz dieser Modi nötig. Und dadurch sind eigentlich alle Probleme im Spiel auf verschiedene Arten lösbar. So kann man langsam und getarnt vorgehen oder sich wie Rambo in die Schlacht werfen, je nach persönlicher Vorliebe oder Notwendigkeit im Spiel. Crysis ist wie der Vorgänger Far Cry dabei zunächst ziemlich offen. Im Gegensatz zu Call of Duty 4 gibt es keine „Schlauchlevel“, es gibt verschiedene Wege zum nächsten Missionsziel. Zum Ende hin wird das Spiel linearer und es gibt mehr geskriptete Sequenzen, um die Story voranzutreiben.

Shooter-Fans haben es im Moment nicht leicht denn die Auwahl ist gerade – auch unter den absoluten Tophits – richtig groß. Call of Duty 4 hat die stärkere Präsentation, Crysis dagegen die offenere Spielwelt und noch bessere Optik. Den richtigen Rechner vorausgesetzt führt eigentlich kein Weg an Crysis vorbei, sofern man sich nur entfernt für Egoshooter interessiert.

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