9
Der Ja-Sager (Yes Man)
Inhalt: Carl Allen steckt in einer Krise. Er lässt sowohl beruflich als auch privat sich jede ihm bietende Chance ungenutzt. So landet er in einer Selbsthilfegruppe. Dort lernt er, zu allem und jedem “Ja” zu sagen, selbst wenn ihm das empfindliche Nachteile und Probleme bringt. Trotzt aller Probleme bekommt sein Leben einen unglaublichen Kick.
Kritik:
Der Ja-Sager ist einer dieser kleinen, belanglosen Streifen bei denen man schon nach Durchsicht des Trailers im Prinzip alles erwähnenswerte gesehen hat. Am besten schaut man sich den Film – sofern man es denn überhaupt mächte – zu Hause auf DVD an, denn dann kann man wahlweise vorspulen oder etwas anderes nebenher machen. Dazu kommt, dass mich das alles so frappierend an den Dummschwätzer erinnert hat. Damals durfte Carrey nicht lügen, heute muss er zu allem Ja sagen.
18
Er steht einfach nicht auf dich
Inhalt:
Verfilmung des gleichnamigen US-Bestsellers aus der Feder der “Sex and the City”-Autoren Greg Behrendt und Lizz Tucillo über die Tücken der modernenen Dating-Gesellschaft. Im Laufe werden verschiedene Geschichten parallel erzählt. Ein eingeengter Mann verliebt sich in seine Yoga-Lehrerin und geht fremd. Eine junge Frau wäre gern verheiratet, doch ihr Freund will nicht heiraten, weswegen sie sich von ihm trennt. Die amerikanische Version von Lisa Plenske kapiert das mit dem Daten gar nicht und lässt sich von einem Barkeeper die Männer erklären und übersieht dabei ihre wahre Liebe. Und dann ist da noch die von coolen Schwulen umgebene Mary, die sich komplett in Flirtereien via MySpace, Facebook, Online-Chats und SMS verstrickt.
Kritik:
Wer angesichts der Beschreibung schon schreiend die Hände über dem Kopf zusammenschlägt hat es genau richtig erkannt. ESENAD (coole Abkürzung) ist ein moderner Science-Fiction-Film mit coolen Darstellern, die eingentlich viel zu schade für diesen Stoff sind, der von Dingen erzählt, die jedem Menschen mit einem hauch Realismus nur allzu klar sein dürften. An dieser Stelle darf man sich auch fragen, warum das gleichnamige Buch so ein Riesenhit war.
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United States of Tara
Klar, auf dem Serien-Sektor stehen im Moment die aktuellen Staffeln von 24 (Season 7) und Lost (Season 5) im Fokus. Ganz klammheimlich mausert sich in deren Schatten der Neuling United States of Tara zum überraschenden Quoten-Liebling. Die Idee zur Serie, die in den USA auf Showtime ausgestrahlt wird (aktuell zwei Folgen) stammt von Steven Spielberg, das Drehbuch von Juno-Autorin und Oscar-Gewinnerin Diablo Cody. Eine Parallele zu Juno ist bei den sehr gelungenen Dialogen zu finden. Da beschwert die gestresste Mutter Tara darüber, dass sie die Vagina ihrer Tochter nicht micronmanagen kann, als sie in deren Sachen „die Pille danach“ findet.
Genug Lach-Potenzial hat schon die Ausgangslage zur Serie: Die eben genannte Tara leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Drei verschiedene Persönlichkeiten übernehmen abwechselnd die Kontrolle. Jede Persönlichkeit hat keine Kenntnis vom Vorhandensein der anderen Persönlichkeiten Taras noch deren Handlungen. Dabei könnten diese Persönlichkeiten unterschiedlicher kaum sein:
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Daddy ohne Plan (The Game Plan)

Inhalt:
Joe Kingman ist der beste Quarterback, den die Boston Rebels je gehabt haben und lebt auf der Überholspur. Doch eines Tages steht ein achtjähriges Mädchen vor seiner Tür und behauptet, seine Tochter zu sein. Als Argumentationsverstärker hat sie einen Brief von ihrer Mama und gleichzeitig Ex-Freundin von Joe dabei. Aufgrund eines Notfalles soll er einen Monat lang seinen ungeahnten Vaterpflichten nachkommen.
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Kino-Vorschau 2008: Komödien Top 5
Einen besseren Film für Filmfreaks könnte es eigentlich kaum geben. Jack Black zerstört aufgrund einer magnetischen Aufladung seines Gehirns die Filme in der Videothek, in der sein Freund Mos Def jobbt. Um die Kunden nicht zu enttäuschen, drehen die beiden die Filme einfach nach. Das Ergebnis ist natürlich extrem witzig, unter anderem zu sehen sind Zurück in die Zukunft, Ms. Daisy und ihr Chauffeur, Robocop und Ghostbusters. Wer sich nur ein wenig in der Filmwelt auskennt, wird auf seine Kosten kommen und am Boden liegen.
Romantische Komödie, die auf dem gleichnamigen Roman von Cecelia Ahern basiert, den ich schon ziemlich gut fand. In den Hauprollen sind Hillary Swank als trauernde Witwe und Gerard Butler als auch nach dem Tode sehr liebevoller Ehemann zu sehen. Dass Butler derartige Rollen super spielen kann, weiß man spätestens seit Lieber Frankie, der leider in Deutschland zu unrecht total untergangen ist. Die Story ist schnell umrissen. Das Traumpaar wird durch den Tod des Mannes auseinander gerissen. Dieser wusste von seinem drohenden Tod und hinterließ seiner Frau mehrere Briefe, die alle mit den Worten “PS Ich liebe dich” enden. Mit diesen will er seine Frau zurück ins Leben holen. Ich prognostiziere viel Witz und die richtige Portion Romantik.
Bin ich erst kürzlich drauf aufmerksam geworden. Als Nerd muss ich das einfach mögen. Ein paar Star-Wars-Nerds reisen vor der Premiere von Episode 1 zur Skywalker-Ranch und wollen dort im größten Coup der amerikanischen Geschichte eine frühe Kopie des Films für einen sterbenden Freund erbeuten. Mit dabei sind unter anderem Ray “Darth Maul” Park als Wachmann, William Shatner, Carrie Fisher, Kristen Bell, Seth Rogen, Jaime King und Danny Trejo. Natürlich gibt es eine Konfrontation mit Star-Trek-Fans und selbst an Harry “Ain’t it cool News” Knwoles wurde gedacht. Absoluter Nerd-Film.
How to Lose Friends & Alienate People
Simon Pegg spielt einen Intellektuellen, der von der Glamour-Welt der Stars im gleichen Maße angezogen wie angewidert ist. In seinem alternativen Magazin nimmt er die Welt der Stars aufs Korn. Als er einen Job bei einem konservativen New Yorker Magazin annimmt, ist dies für ihn ein großer Schock. Durch eine glückliche Fügung wird er von Außenseiter zum Vertrauten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller, der eine Parodie auf das Erfolgsbuch “How to win Friends ans influence People” ist. Neben Pegg sind Megan “Transformers” Fox, Kirsten Dunst und Jeff Bridges zu sehen.
Der neue Film von Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Eternatl Sunsgine of the Spotless Mind) mit Philip Seymour Hoffman (ob ich mir jemals merken kann, wie viele “p” und “f” ich brauche), Catherine Keener, Michelle Williams und Jennifer Jason Leigh. Es geht im groben um einen verzweifelten Drehbuchautor und die verschiedenen Frauen in seinem Leben. Wir dürfen intelligente Komik erwarten.
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Postal

Ich habe es getan. Ich war so mutig und verwegen, mir das erste Mal einen Film von Uwe Boll anzusehen. Uwe Boll gilt landläufig als Synonym für schlechte Filme und das ist eigentlich auch schon sehr nett ausgedrückt. Es gibt Filme wie Grindhouse, die sich bemühen, nach Trash auszusehen. Bei Uwe Boll ist dies trotz durchaus großer Budgets ohne derartige Bemühungen der Fall.
Mit Postal hat er sich wieder einmal eine Videospieladaption ausgesucht. Nach Alone in the Dark, Bloodrayne und House of the Dead ist nun also der Egoshooter vom Entwickler Running with Scissors an der Reihe. Das Spiel ist in Deutschland nicht sonderlich bekannt, da es relativ schnell auf dem Index für jugendgefährende Medien gelandet ist. Kein Wunder, konnte man im Spiel auf erschossene Opfer urinieren oder Katzen als Schalldämpfer für die zahlreichen Schießprügel einsetzen.
Die Filmumsetzung ist im gleichen Maße politisch unkorrekt, vermag es aber keinewegs das Publikum ähnlich zu schocken wie es das Spiel damals getan hat. Der Postal-Dude ist eine arme Sau. Er bekommt keinen Job und seine fette Frau vögelt durch den gesamten runtergekommenen Trailerpark. Zusammen mit seinem Onkel Dave will er ein großes Ding drehen. Zusammen wollen sie sich die restlichen verbliebenen Exemplare eine Cartoon-Figur unter den Nagel reißen und so zu großem Geld kommen. Was sie jedoch nicht wissen ist, dass eine Gruppe von Terroristen Vogelgrippe-Viren in den Puppen versteckt hat.
Die Eröffnungssequenz macht zunächst Mut. Die Diskussion von zwei Al-Quaida-Piloten darüber, wieviel Jungfrauen sie für ihren Flug in die Twin Tower bekommen würden mit anschließender telefonischer Rückversicherung bei Cheffe Bin Laden, kann noch unterhalten. Danach hangelt sich der Film von einer miesen Zote zur nächsten. Dabei wird keine Gruppe ausgelassen: Schwule, Juden, Behinderte – wirklich alle bekommen möglichst tief unter der Gürtel- und Geschmackslinie ihr fett weg.
Der ganze Film wirkt extrem billig und könnte in ähnlicher Qualität von ambitionierten Hobbyfilmern bei YouTube eingestellt werden. Dort würde ich dann vielleicht noch meinen Hut ziehen. Aber hier wurde richtig gutes Geld verbraten und heraus kommt dann zwar womöglich der beste Film von Uwe Boll, von einem halbwegs passablen Film ist das aber immer noch so weit entfernt wie die Erde von der Sonne. Selten waren Gags platter oder ein Film noch geschmackloser. Erschossene Kinder im Dutzend, blonde Scheiße fressende Sexbomben und die fette Frau, die im Mehl gewälzt werden muss, damit man die feuchte Stelle findet. Das war schon in der Grundschule nicht witzig.
Insgesamt ist Postal ein gutes Beispiel dafür, wie man Produktionsgelder sinnlos verschwenden kann. Mir ist es ein Rätsel, wie der Mann immer wieder Schauspieler und Gelder für seine Filme bekommt. Aber nun habe ich einen Film von ihm gesehen und weiß nun auch wovon ich rede. Einen weiteren werde ich mir also nicht antun müssen.
Infos:
Originaltitel: Postal
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 100 Minuten
Kinostart: 18. Oktober 2007
Regie: Uwe Boll
Drehbuch: Uwe Boll, Bryan C. Knight
Darsteller: Zack Ward, Dave Foley, Ralf Möller
Genre: Komödie
Für Freunde von: Trash
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:
7
Evan Allmächtig

Inhalt:
In Bruce Allmächtig spielte Evan Baxter allenfalls die zweite Geige als notorisch unterlegener Konkurrent von Bruce. In der Fortsetzung bekommt er von Gott persönlich die Hauptrolle zugeteilt. Evan soll eine neue Arche bauen, quasi das Rettungsboot für die Arche. Das muss Evan irgendwie mit seinem Alltag in Einklang bringen. Das ist natürlich schwer, wenn er an unkontrollierbarem Bartwuchs leidet und er ständig von Tieren verfolgt wird.
16
Californication

Nach Pushing Daisies muss ich schon wieder eine US-Serie empfehlen: Californication, welche gerade auf dem Sender ShowTime debütiert.
Die Hauptrolle in Californication spielt David Duchovny, der früher als Fox Mulder in Akte X reichlich Serienerfahrung sammeln konnte. Es handelt sich bei seinem neuen Projekt um eine Erwachsenenkomödie, die einen unglaublich guten Humor hat. Duchovny spielt Hank Moody, einen Autoren in der Mid-Life-Crisis. Er hat mit seinem Buch „God hates us all“ ein One Hit Wonder geschrieben, das ausgerechnet von Tom und Katie unter dem Namen „Crazy little Thing called Love“ verfilmt wurde.
Die Trennung von seiner Ex, die nun kurz vor der Hochzeit steht, hat Hank alles andere als gut verdaut, insgeheim will er sie doch zurück. Außerdem ist da noch die Teenie-Tochter, die allerhand Probleme auf den Plan wirft. Das ist auch der Grund, warum Hank immer wieder Gelegenheit hat, mit seiner Ex auseinandersetzen zu müssen. Seine Zeit vertreibt sich Hank, der mit seiner Ex gleichzeitig seine Muse verloren hat, mit ständigem Sex und diversen Drogen.
Die Rolle des Hank ist Duchovny auf den Leib geschrieben. Er schlurft ständig leicht verhurt mit Drei-Tage-Bart gedankenverloren durch die Kulissen. Dabei steckt unglaublich viel Ausstrahlung hinter seiner dunklen Sonnenbrille. Er ist ein Macho wie er im Buche steht und insbesondere seine zahlreichen Sex-Abenteuer bieten viel Platz für zweideutigen Humor. Und da nimmt die Serie kein Blatt vor den Mund. Selten durfte jemand so ausführlich über Vaginas philosophieren, ohne dabei nur halb so platt rüber zu kommen wie die ganzen niveaulosen Pippi-Kacka-Filme.
Nun muss ich schon zwei neue Serienformate im Auge behalten. Das wird mir die Wartezeit bis zu den neuen Staffeln von Lost, 24 und Prison Break gut vertreiben.
15
Der Date Profi (School for Scoundrels)

Inhalt:
Roger ist der geborene Loser. Er bekommt ständig Panikattacken und wird von Kollegen gemobbt. Als er sich in seine Nachbarin verknallt, schreibt er sich für einen Kurs beim Date Profi Dr. P ein. Da sich Roger jedoch im Kurs besser anstellt, als erwartet, macht ihm Kursleiter Dr. P. das Leben fortan zur Hölle. Natürlich ganz unter dem Vorwand, das Selbstbewusstsein von Roger zu stärken.
Kritik:
Der Date Profi lässt sich ziemlich leicht in zwei Teile splitten. Die erste Hälfte ist noch relativ gut gelungen und eine Mischung aus Hitch und Fight-Club-Parodie. Dr. Ps Ausführungen, wie man die Frauenwelt am einfachsten rumkriegt und vom Loser zum Löwen wird, sind durchweg gelungen. Dafür sorgt auch der trockene Sidekich Michael Clarke Duncan. Die zweite Hälfte, die eigentlich den Höhepunkt darstellen sollte, geht dann leider ziemlich in die Hose. Dr. P und Loser Roger kommen sich in die Haare und streiten um das gleiche Mädchen.
Wie man das deutlich besser macht, zeigt Die Wutprobe mit Adam Sandler und Jack Nicholson. Dabei macht Billy Bob Thornton als kotzbrockiger Flirtlehrer ziemlich gut. Auf solche Typen ist er ja seit Bad Santa abonniert. Enttäuscht war ich von Jon Heder, der irgendwie die ganze Zeit total überfordert wirkt. Insgesamt hat Der Date Profi durchaus gelungene Gags, in der Summe aber einfach zu wenig, verglichen mit der reichhaltigen Konkurrenz. Für einen DVD-Abend ganz OK, im Kino stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nie.
Infos:
Originaltitel: School for Scoundrels
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 100 Minuten
Kinostart: 2. August 2007
Regie: Todd Phillips
Drehbuch: Todd Phillips, Scot Armstrong
Darsteller: Billy Bob Thornton, Jon Heder, Michael Clarke Duncan
Genre: Komödie
Für Freunde von: Hitch, Die Wutprobe, Der Rosenkrieg
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:
7
Jay & Silent Bob vs. Langeweile
Allein wegen dieser Szene hat es sich gelohnt, Clerks 2 zu sehen. Ist natürlich nicht witzig, wenn man Das Schweigen der Lämmer nicht gesehen hat.
Frisch kommentiert
What I'm Doing...
- 15 von 24 Kategorien richtig getippt. Ich hab's ja doch nicht verlernt :) 3 days ago
- @probek Japp, werde es mir dieses Jahr wohl wieder bis zum bitteren Ende geben, auch wenn ich einige Filme noch nicht gesehen habe. in reply to probek 5 days ago
- @probek Besten Dank für die "Einladung". Habe meine Tipps gerade abgegeben. Bist du "live" dabei? in reply to probek 5 days ago
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