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Adam Lambert singt „The tracks of my tears“ in American Idol Season 8

Irgendwie ist es immer so, dass mir eine Nummer jeder American-Idol-Staffel so gut gefällt, dass sie dann hier landet. Dieses Jahr ist es Adam Lambert der mich neben der 16jährigen Rock-Röhre Allison Iraheta im Laufe der Zeit extrem überrascht hat. Ich gebe zu, ich konnte ihn zunächst nicht ausstehen. Irgendwie kam er rüber wie eine Mischung aus Tokio-Hotel-Bill, Mick Jagger und Billy Idol. Doch der Typ ist einfach extrem wandlungsfähig.

In der Motown-Woche, in der Smokey Robinson als Mentor auftrat, überraschte er mit einem total anderen Outfit und einer extrem ruhigen Nummer. Seine Version von Track of my Tears ging extrem unter die Haut. Ich fand es auch ziemlich beeindruckend, wie Robinson beschrieb, worum es in dem Song geht. Er stellte sich beim Schreiben vor, wie es wohl wäre, wenn ein Mann so viel weint, dass die Tränen tiefe Furchen im Gesicht hinterlassen. Das kam in dem Auftritt dann auch prima rüber.

Das Rocker-Outfit tauschte er gegen einen Anzug und auch sonst war er optisch nicht wiederzuerkennen. Aber was soll ich sagen, hört selbst. Leider gibt es kein video des Live-Auftritts.

DirektIdol

DSDS vs. American Idol

Es ist für mich immer noch erstaunlich, wie unterschiedlich die eigentlich gleiche Sendung in den verschiedenen Ländern aufgenommen wird. Bei DSDS muss man sich schon schämen, wenn man davon eine Folge sieht. Für meinen Geschmack ist da auch eine Spur zu viel Dieter-Bohlen-BILD-Flavour im Spiel. Wer die Show gewinnt ist bestenfalls die Lachnummer der Nation. Wirkliche Stars hat die Show keine hervor gebracht, nach einer kommerziell erfolgreichen Single werden die Gewinner durch sämtliche RTL-Shows gereicht, bevor sie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Alternativ gibt es Gnaden-Auftritte in den unterschiedlichsten Unterhaltungsformaten des Senders, quasi Hartz-IV-TV wie es der Spiegel in der aktuellen Ausgabe bezeichnet.

In den Staaten ist dies komplett anders. Mit Kelly Clarkson brachte die Show einen Weltstar hervor, den ich selbst zwar nicht besonders mag, deren Erfolg ich aber zumindest anerkenne. Jennifer Hudson gewann kürzlich einen Oscar für ihre Gesangsrolle in Dreamgirls und auch die anderen Gewinner sind mehr oder minder erfolgreich unterwegs. Im Gegensatz zu DSDS wird American Idol nicht nur von der Bevölkerung unterstützt sondern auch von zahlreichen namhaften Stars wie z.B. Bono, Gwen Stefani oder Bon Jovi. Xavier Naidoo oder Herbert Grönemeyer würden sich vermutlich lieber auspeitschen lassen als bei DSDS als Vocal-Coach anzuheuern.

Für das US-Original spricht auf jeden Fall die deutlich bessere Qualität. Selbst mittelprächtige Mitläufer sind noch deutlich besser als deutsche Gewinner. Bei der deutschen Version hat man auch deutlich mehr den Eindruck, dass die Teilnehmer vom Sender verheizt werden. Die aktuelle Staffel, die ich im Gegensatz zu meiner Freundin nicht so verfolgt habe, hat auch einen ziemlich faden Beigeschmack. Wenn schon im Vorfeld ein Jurymitglied als Produzent eines Teilnehmers feststeht, dann darf schon an der Neutralität gezweifelt werden.