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Arcor soll Google sperren

Unfassbar. Die gleiche Pornoklitsche, die schon die Sperrung einer amerikanischen Pornoseite von Arcor durchgesetzt hat, will nun die Sperrung von Google im Arcor-Netz erwirken. Denn schließlich kann man damit ja auch auf pornografisches Material ohne Zugangskontrolle zugreifen. Offiziell heißt das „Verdacht auf systematisch begangener schwerer Straftaten auf den Webseiten von www.google.de und www.google.com“. Als nächstes wird dann sicher der Schalter für das komplette Internet gesucht.

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So ist das also. Arcor hat drei Sexseiten für die eigenen Kunden gesperrt. Grund dafür war die Aufforderung einer deutschen Erotikfirma, die ebenfalls ein Videoportal im Netz betreibt. Der feine Unterschied dabei: Die deutsche Firma hält sich an die deutsche Gesetzgebung. Demnach muss man sich per PostIdent-Verfahren für den Dienst freischalten lassen und seine Volljährigkeit nachweisen. Bei den gesperrten amerikanischen Seiten reicht ein einfacher Mausklick, um an das heiße Material zu kommen.

Machen wir uns nichts vor. Das was Arcor da tut ist sicherlich keine Zensur. Nach deutschem Recht sind die Angebote von z.B. YouPorn klar illegal. Neben diversen Urheberrechtsverstößen halten sich diese Angebote auch nicht an den Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Und ich kann natürlich auch die deutsche Sexfirma verstehen, die aufgrund der Einhaltung der deutschen Gesetze finanzielle Nachteile hat und deutlich an Reichweite verliert.

Was ich ein bisschen komisch finde ist die Bereitwilligkeit, mit der Arcor dieser Sperrung der amerikanischen Seiten zugestimmt hat. Die Telekom z.B. hat dies nämlich nicht getan und wartet auf eine behördliche Anordnung. Ob Arcor das Ganze vielleicht ein ganz klein wenig gelegen kam? Schließlich bietet Arcor ebenfalls Sexfilme gegen Bargeld an. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.