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Ruhe in Frieden John Hughes

Als in den frühen 70ern Geborener bin ich natürlich ein echtes Kind der 80er Jahre. Und die 80er waren teilweise wirklich eine Katastrophe. Ich musste mit merkwürdigen Frisuren und Klamotten klar kommen. Ich habe die volle Dröhnung Modern Talking abbekommen. Aber die 80er hatten auch gute Seiten. Dazu zähle ich noch heute die Filme von John Hughes. Als Regisseur, Produzent oder Drehbuchautor war an einigen meiner absoluten Lieblinge beteiligt: Kevin – Allein zu Haus, Breakfast Club, Ist sie nicht wunderbar?, LISA, Schöne Bescherung oder Ferris macht blau.

Insofern hat mich die Meldung, dass John Hughes (59) einfach mit einem Herzanfall beim Spazierengehen zusammengebrochen ist, schon sehr schockiert. Ich bin wirklich traurig. Neben vielen Videos habe ich quasi ein Best of von ihm gefunden:

DirektHughes

Sky Fighters (Les Chevaliers du ciel)

Sky Fighters (Les Chevaliers du ciel)

Ich bin ja ein großer Fan der 80er und Top Gun gehört noch heute zu meinem angenehmsten Kinoerlebnissen überhaupt. Kein Mädchen, dass damals nicht ein Poster von Tom Cruise im Zimmer hatte und kein Kerl, der nicht gern die Rolle von Maverick als draufgängerischer Flieger gehabt hätte. Mit Stealth gab es dieses Jahr schon einen Versuch an den alten Erfolg anzuknüpfen, der sowohl filmisch als auch kommerziell eine Bauchlandung erlebte. Der französische Versuch Sky Fighters basiert auf einem alten Comic und lief zumindest national extrem erfolgreich.

Story-technisch präsentiert sich Sky Fighters gleich von einer sehr durchwachsenen und wirren Seite. Zwei Piloten verfolgen ein vermeintliches entführtes Flugzeug, dass dann doch nicht entführt ist. Der abgeschossene Pilot ist eigentlich ein Agent auf Geheimmission, die beiden Piloten verlieren ihren Job, um dann aber selbst für eine Geheimmission angeworben zu werden. Ein hoch-geheimes Cannonball-Rennen gegen die Amerikaner quer durch Europa. Klingt wirr und unlogisch? Ist es auch.

Aber gerade die unfreiwilligen Lacher sind ja die besten.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine echte Herausforderung für Top Gun ist auch Sky Fighters nicht. Sky Fighters bietet vor allem eines: Atemberaubende Flugszenen, die man so noch nicht gesehen hat. Im Gegensatz zu zum Beispiel Stealth wurde hier nicht massiv auf CGI gesetzt sondern mit Hilfe des französischen Militärs mit einer echten Mirage 2000 eine authentische Szenerie geschaffen. Das sieht man auch sofort. Spektakuläre Aufnahmen, die rasant geschnitten sind vermitteln einen echten Eindruck von Geschwindigkeit.

Obwohl die Story recht wirr ist liefert sie eigentlich genug Platz für packende Dogfights. Umso ärgerlicher, dass diese so gut wie gar nicht zu sehen sind. Selbst ganz am Ende, wo man auf den großen Showdown hofft ist dann alles schneller vorbei als Sex für einen Mann mit Ejaculatio praecox. Prinzipiell ist es ja nicht verkehrt mit den Konventionen Hollywoods zu brechen, aber doch bitte nicht so. Die deutsche Synchro ist offenbar unfreiwillig komisch geworden, was dem Film auf eine komische Art eine Extraportion Humor gibt, die wohl so nicht beabsichtigt war. Aber gerade die unfreiwilligen Lacher sind ja die besten. Abseits dessen gibt es ein bisschen nackte Haut, hübsche Mädels, hässliche Kerle mit Oberlippenbart der selbst in den 80er strafbar gewesen wäre und gute Musik. Alles Sachen, mit denen ich gut leben kann.

Fazit: Unfreiwillig komischer Versuch sich an Top Gun zu versuchen mit extrem guten Flugszenen.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

Vorfreude ohne Grenzen: SingStar 80s

Sony hat ein Einsehen. Da ja zwischenzeitlich bekannt sein sollte, dass ich der weltgrößte Karaoke-Fan bin, wundert es sicherlich niemanden, dass ich gerade vor Freude platzen könnte. Eben gerade kam von Sony eine Meldung rein, dass die finale Trackliste für SingStar ’80s vorliegt. Das ist so klasse, das geht gar nicht. Nicht nur Karaoke, nein auch noch 80er Songs – meine Zeit:

Deutsche Version:

  • Nena – 99 Luftballons
  • Nino de Angelo – Jenseits Von Eden
  • Hubert Kah – Sternenhimmel
  • Cindy Laiper – She Bop
  • Limahl – Neverending Story
  • Opus – Live Is Life
  • Joachim Witt – Goldener Reiter
  • Marius Müller Westernhagen – Sexy
  • Ixi – Der Knutschfleck
  • Trio Rio – New York, Rio, Tokyo
  • Münchner Freiheit – Ohne Dich (Schlaf Ich Heut Nacht Nicht Ein)
  • Modern Talking – Cheri Cheri Lady
  • Geier Sturzflug – Bruttosozialprodukt
  • Marietta – Fire & Ice

Internationale Version:

  • Europe – The Final Countdown
  • Soft Cell – Tainted Love
  • Wham! – Wake Me Up Before You Go Go
  • Katrina & The Waves – Walking On Sunshine
  • Blondie – Atomic
  • Survivor – Eye Of The Tiger
  • Culture Club – Karma Chameleon
  • Dexy’s Midnight Runners – Come On Eileen
  • Tears for Fears – Everybody Wants To Rule The World
  • Simple Minds – Don’t You Forget (About Me)
  • Marillion – Kayleigh
  • Frankie Goes To Hollywood – Power Of Love
  • Foreigner – I Want To Know What Love Is
  • Billy Joel – Uptown Girl
  • Starship – We Built This City
  • Tina Turner – The Best

Remember the 80s

Ich liebe die 80er, heute mehr als zu der Zeit selbst. Ich war da gerade Teenager und fing an, mich für Musik zu interessieren. Die Bravo war da natürlich Pflichtlektüre und das Höchstmaß an Erotik der wöchentliche Artikel „Das erste Mal – So war es bei mir“. Gibt es das eigentlich heute noch? Heute haben die Teens was das angeht dank Internet ganz andere Möglichkeiten. Aber zurück zum Thema, der Musik. Im Moment schaue ich am liebsten die beiden Musiksender VH1 und VH1 Classic. Beide sind komplett verschont von den nervigen Jamba- und Zed-Spots: Kein Sweety, kein verrückter Frosch und auch keine besoffenen Weihnachtselche. Eben gerade lief ein Musikvideo von A Flock of Seagulls. Ich kannte bewusst eigentlich nur „I Ran“, das ich ziemlich genial finde. Aber auch „Wishing“ hat etwas. Richtig witzig fand ich allerdings das Video dazu. Sehr merkwürdig aussehende Menschen bewegen sich in einer noch merkwürdigeren Kulisse und alles ist extrem weich gefiltert mit einem leicht weißen Schimmer. Und dann muss ich an die ziemlich peinlichen Design- und Outfitkatastrophen der 80er denken. Und dazu trällern wir nun alle:

It’s not the way you look,
It’s not the way that you smile.
Although there’s something to them.
It’s not the way you have your hair,
It’s not that certain style;
It could be that with you.
If I had a photograph of you,
It’s something to remind me.
I wouldn’t spend my life just wishing.

Wham gesichtet

Ich habe schon einen netten, herzlichen Freundeskreis. Nach meiner Frage, wo denn Wham dieses Jahr nun eigentlich bleibt bekomme ich regelmäßig Anrufe mit Hinweisen, wo die beiden 80er Ikonen denn nun gerade zu sehen oder zu hören sind. Vor zehn Minuten rief Peter ganz aufgelöst an und berichtete, dass aus seinem Autoradio Last Christmas schallt und dies wollte er mich wissen lassen. „Ich habe sie gehört! Olly, kannst du es auch hören?“ Nein, nicht wirklich. Ich habe es immer noch nicht gehört und ich vermisse es auch absolut nicht. Und das, wo ich jeden Abend zum Einschlafen Gay.TV schaue, da hatte ich die beiden eigentlich als erstes vermutet. Nicht falsch verstehen, da kommt nachts wirklich gute Musik und keinerlei Porno-Krams.