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Tschüss 2007

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2007 liegt in den letzten Zügen. Daher wird dies vermutlich der letzte Blog-Beitrag für das Jahr 2007. 2007 ist gar nicht mal so viel spannendes passiert, auch wenn sich privat durchaus einiges getan hat. Ich bin mit Frau und Kind in eine neue Wohnung gezogen. Inzwischen ist es auch richtig gemütlich geworden. Junior hat sich inzwischen auch prima hier eingelebt und viele Freude gefunden. Missy hat endlich einen Job, der ihr Spaß macht. Insofern passt hier inzwischen alles, wir sind glücklich.

Beruflich kann ich mich auch nicht beklagen. Der Dezember bescherte uns neue Besucherrekorde. Das bezieht sich auf eine Stunde, einen Tag und auch den kompletten Monat. Mit etwas Glück fahren wir heute noch die sechs Millionen Besucher im Dezember ein, was mir ein gehacktes US-iPhone einbringen würde. Im Moment sieht es zumindest danach aus, als wenn dies aufgehen sollte.

Zu kurz kam 2007 auf jeden Fall der Freundeskreis. Ich kann es nicht oft genug sagen: Wenn man erstmal Nachwuchs in den eigenen vier Wänden hat und dazu ein eingeschränktes Budget, dann bleibt das zwangsweise auf der Strecke. Das ist Schade, aber gute Freunde haben für so etwas Verständnis und werden es spätestens dann nachvollziehen können, wenn sich selbst die Lebensumstände entsprechend ändern. Man neigt dann auch einfach dazu, seine eigenen Interessen hinten anzustellen.

Individuelle Neujahrsgrüße wird es dieses Jahr von mir nicht geben, die kaum vorhandenen Reaktionen auf die letzten Grüße belehren mich da eines Besseren. Insofern belasse ich es bei einem Guten Rutsch. Ich selbst wünsche mir für 2008 vor allem Gesundheit, eine Gehaltserhöhung, ein neues Auto (Fiat Panda stinkt), einen Urlaub mit der Familie und einfach eine schöne Zeit.

Tops und Flops 2007

Und zum Abschluss des Jahres die Tops & Flops 2007:

Top Weblogs

Top Games

  • Portal (PC)
  • Call of Duty 4 (PC)
  • Crysis (PC)
  • BioShock (PC)
  • World of WarCraft – The Burning Crusade (PC)
  • Super Mario Galaxy (Wii)

Flop Games

  • Need for Speed ProStreet – ruckelt lahm
  • BlackSite – absolut unfertig leider
  • EA Sports – am PC leider technische Enttäuschungen
  • Hellgate London – was ein Hype und was ein maues Spiel
  • SingStar Deutsch Rock Pop Vol. 2 – ich werde alt oder es ist wirklich nur unbekannter Mist drauf

Top Filme

Flop Filme

Top Musik

  • The Arcade Fire – Neon Bible
  • Radiohead – In Raibows
  • Under the Influence of Giants – Under the Influence of Giants
  • The Shins – Wincing the Night away
  • Kaiser Chiefs – Yours truly angry Mob

Flop Musik

  • Der ganze Casting-Schmonz
  • Mark Medlock & Dieter Bohlen (oder auch einzeln)
  • alle deutschen Skandal-Rapper
  • Sabrina Setlur – Rot

Top Sätze (mehr davon bitte in 2008)

  • Ich liebe dich.
  • Ihr Steuer-Guthaben beträgt xxx Euro.
  • Papa.

Flop Sätze (will ich nicht mehr hören)

  • Die Lieferung ihrer Bestellung verzögert sich.
  • Darf ich dich was fragen?
  • Das müsstest du noch schnell machen.

Top Erfahrungen

  • Vater sein & Familienleben
  • Nintendo Wii
  • iPhone
  • Mac OS X Leopard
  • Einkommenssteuerrückerstattung

Flop Erfahrungen

  • Ignoriert zu werden
  • Streptokokken
  • Fruchtfliegen
  • Auto kaputt
  • Windows Vista

Top Entdeckungen WWW

Flops im WWW

  • StudiVZ/SchülerVZ/WasweißichVZ
  • Pownce
  • Frazr
  • Unddu.de
  • ComBots

Top Technik

  • Apple iPhone
  • Nintendo Wii
  • Mas OS X Leopard
  • Asus EeePC
  • iPod Nano

Flop Technik

  • Microsoft Zune
  • Samsung QBowl
  • Amazon Kindle
  • Windows Vista
  • Internetfernsehen

2007 im Kino

Und jetzt noch ein kleiner Kino-Rückblick, bevor es dann wie jedes Jahr die Vorschau auf 2008 gibt:

Quälendste Filmminute:

In Sicko empfand ich die Aussage der ehemaligen Krankversicherungsangestellten vor Gericht als extrem quälend. Letter from Iwo Jima ging mir teilweise sehr nahe. Die Szenen in Pan’s Labyrinth, bei denen Ofelia im Raum mit dem augenlosen Monster nichts essen sollte und es dennoch tat.

Entzückendste Filmminute:

Einfach jedes Bild in Ratatouille. Was für ein herzerfrischender Film. Trotz aller Computertechnik stecken da so unglaublich viele Emotionen drin. Ganz großes Lob an Pixar, die die Messlatte wieder einmal ein Stück weit nach oben gehievt haben.

Mit XX hätte ich gerne diesen Film gesehen:

Mit Uwe Boll hätte ich gerne Postal gesehen. Ich glaube, das hätte interessant werden können.

Freudigste Entdeckung:

Dass es auch Mehrteiler gibt, die nicht immer mehr an Qualität einbüßen wie Fluch der Karibik, Spiderman und Shrek zum Beispiel tun. Gegenbeispiele in 2007 waren Stirb Langsam 4.0 und vor allem Das Bourne Ultimatum.

Liebste Filmkritik:

Felix Schwenzel über 300: „riefenstahl on ectasy

Aus dem Film bin ich gegangen:

Aus keinem, schon aus Prinzip nicht. Sonst kommt wieder „Du hast den Film ja nicht zu Ende geschaut, der wurde noch richtig gut.“

Aus dem Film hätte ich gehen sollen:

Da gab es einige. Postal, Captivitiy, Resident Evil: Extinction, Evan Almighty. Der Rest war zumindest unter Schmerzen erträglich

Hier hätte ich gerne mitgewirkt:

In Der Sternwanderer. Dann hätte ich mich in eine Ratte verwandeln lassen und eine der schönsten Filmliebeserklärungen von Claire Danes bekommen.

Knutschen würde ich gerne mit:

Monica Belucci, das beste am völlig überschätzten Shoot’Em Up.

Schönster Filmsatz:

Yvaine in Stardust:

You know when I said I knew little about love? That wasn’t true. I know a lot about love. I’ve seen it, centuries and centuries of it, and it was the only thing that made watching your world bearable. All those wars. Pain, lies, hate… It made me want to turn away and never look down again. But when I see the way that mankind loves… You could search to the furthest reaches of the universe and never find anything more beautiful. So yes, I know that love is unconditional. But I also know that it can be unpredictable, unexpected, uncontrollable, unbearable and strangely easy to mistake for loathing, and… What I’m trying to say, Tristan is… I think I love you. Is this love, Tristan? I never imagined I’d know it for myself. My heart… It feels like my chest can barely contain it. Like it’s trying to escape because it doesn’t belong to me any more. It belongs to you. And if you wanted it, I’d wish for nothing in exchange – no fits. No goods. No demonstrations of devotion. Nothing but knowing you loved me too. Just your heart, in exchange for mine.

Verfilmt werden sollte mal:

Mein Leben.

Ich freu mich auf:

The Changeling (der neue Clint Eastwood), The Happening (der neue M. Night Shyamalan), The Lovely Bones (Drama von Peter Jackson), Be Kind Rewind (Klamauk mit Mos Def und Jack Black), Wall-E (PIXAR!!), Cloverfield & Star Trek (J.J. Abrams), The Dark Knight, Fanboys (Nerd-Film), The Mist (King-Verfilmung von Frank Darabont). Insgesamt sieht es für 2008 deutlich besser aus als für 2007. Mehr in Kürze in der großen Kino-Vorschau für 2008

Besinnliche Weihnachtszeit

Ich freue mich dieses Jahr riesig auf Weihnachten. Weihnachten war lange Zeit für mich nur eine Ansammlung von ein paar freien Tagen, an denen leider die Geschäfte zu haben. Jetzt mit Frau und Kind ist das total anders. Ich vermute, es wird das letzte Jahr sein, wo Junior noch an den Weihnachtsmann glaubt und das möchte ich nochmal richtig genießen. Schon letztes Jahr kamen ihm ja erste Zweifel. Er vermutete, dass ein Nachbar die Geschenke vorbei bringt und nicht der Weihnachtsmann. Und so kam er letztes Jahr auf den ultimativen Test.

Er hörte, dass der Weihnachtsmann ja immer ein Glas Milch trinkt und ein paar Kekse mampft, um sich zu stärken. Bevor ich mich mit ihm also auf die Suche nach dem Weihnachtsmann nach draußen begab, stellt er eine Tasse Milch hin und legte Kekse parat. Als wir wieder zurück kamen und natürlich den Weihnachtsmann nicht gesehen hatte, waren die Geschenke da. An denen lief er jedoch vorbei und eilte zum von ihm vorbereiteten Mahl. Die Milch war weg, die Kekse gegessen. Ab da war für ihn ohne Zweifel bewiesen: Den Weihnachtsmann gibt es doch, wer soll denn sonst die Milch getrunken und die Kekse gegessen haben.

Wir werden es dieses Jahr sehr schön haben. Missy ist noch bis 15 Uhr arbeiten, ich jetzt soweit mit der Arbeit fertig. Also werden Junior und ich gleich aufräumen und dann den Baum schmücken. Danach kümmere ich mich um das große Weihnachtsessen. Ich breche mit der häuslichen Tradition, es wird keine Würstchen mit Kartoffelsalat geben. Eigene Familie – Zeit für eigene Rituale. Ausgewählt habe ich Ente a la Fräulein Jensen. Ich habe noch nie Geflügel im Ofen gegrillt, obwohl ich ja sehr gerne koche. Bin schon sehr gespannt, ob das so lecker wird, wie das Rezept aussieht. Morgen lassen wir uns dann von Missys Mutter verköstigen und am zweiten Weihnachtstag begrüßen wir dann meine Sippschaft zum Essen.

Weihnachten ist aber auch immer die Zeit, um besinnlich und nachdenklich zu werden. Gestern Abend habe ich mit Missy zusammen A beautiful Mind gesehen. Eine ergreifende Geschichte über den Mathematiker John Nash. Mir geht es immer sehr nahe zu sehen, wie seine Frau trotz seiner schweren psychischen Erkankung immer an seiner Seite steht und ihn unterstützt. Bei sowas muss ich selbst immer zurückdenken. Und dann sehe ich, wie viel Glück ich habe, dass ich mir heute überhaupt Gedanken darüber machen darf, was es als Festessen geben soll. Es ist ziemlich genau zehn Jahr her, als ich mehr oder weniger mit dem Leben abgeschlossen hatte: Morbus Crohn, Konglomerattumor, Chronische Niereninsuffizienz, Pneumonie, Psoasabszess und Ileozäkalresektion. Und insofern bin ich unendlich dankbar, dass ich diese letzten zehn Jahre erleben durfte.

Ich hab das damals als zweite Chance gesehen und ich bin einfach nur froh und glücklich, dass sich diese so für mich gestaltet. Denn so bin ich sowohl privat als auch beruflich im absoluten Gleichgewicht. Und das werde ich an diesen Tagen besonders genießen. Und daher möchte ich einfach mal Danke sagen, welche Macht auch immer dafür verantwortlich sein mag.