Skip to main content

James Bond 007: Casino Royale

James Bond 007: Casino Royale

Inhalt:

Zurück zu den Anfängen. James Bond (Craig) erlebt in Casino Royale seinen ersten Auftrag und bekommt seinen Doppel-Null-Status. Sein Widersacher ist Le Chiffre (Mikkelsen), der Finanzberater weltweit operierender Terroristen. Um ihn zu besiegen muss Bond Le Chiffre im Casino Royale im Poker schlagen, bei dem es um extrem hohe Einsätze geht. Begleitet wird Bond dabei von Vesper Lynd, einer Beamtin vom britischen Schatzamt. Sie soll das Geld der Regierung bewachen und Bond zur Verfügung stellen. Da Le Chiffre versucht mit allen – auch illegalen – Mitteln das Spiel zu gewinnen, kommen Vesper und Bond in viele gefährliche Situationen. Zwischen den beiden knistert es nach zunächst heftigen Wortgefechten. Doch genau das wird Bonds Leben für immer verändern.

Kritik:

Bondfilme sind mir eine Herzensangelegenheit, da ich die Serie seit meiner Kindheit begeistert beobachte und verfolge. Umso trauriger war ich, dass zuletzt Pierce Brosnan den britischen Geheimagenten spielte. Ausgerechnet Brosnan, der wohl am besten in Werbespots für Ferrero Rocher passt. Über seinen Nachfolger Daniel Craig wurde von Anfang an kontrovers diskutiert. Ich war von Anfang davon überzeugt, dass dies klar gehen könnte, vor allem da eine Neuausrichtung der Serie geplant war.

Und so ist Casino Royale dann auch der beste Bond seit langer Zeit. Keine Frage, man muss ich an viele Änderungen gewöhnen. Es gibt keinen Q mehr und auch nicht die vielen, teilweise abgedrehten Gadgets wie Laser-Armbanduhren oder Unterwasser fahrende Autos von Lotus. Bond ist dafür brutaler und ernster, am ehesten drängt sich der Vergleich zur Bourne-Serie auf.

Der Anfang ist komplett in schwarz-weiß gedreht und zeigt in einer Art Rückblende, wie Bond zum MI6 kam. Danach folgt eine Introsequenz ganz ohne nackte Frauen, dafür mit einer recht kraftvollen Musik. Und schon hier ist klar: Der neue Bond ist total anders. Vorbei die Zeiten des Gentleman-Agenten. Craig spielt einen kantigen, harten und teils extrem zynischen Bond, der mir sehr viel Spaß bereitete.

Die Action-Sequenzen sind handwerklich erstklassig. Viele Schlägereien, noch mehr wilde Schusswechsel und eine Folterszene, die wirklich unter die Haut geht und weh tut. Als Widersacher fungiert mal nicht ein Schurke, der die Welt erobern oder ins Chaos stoßen will. Viel mehr steht Bond ein charismatisches Ekel gegenüber, der einfach nur ein Gangster im großen Stil ist.

Klar, es gibt auch einiges zu meckern. Eine echte Fehlbesetzung ist Eva Green, die einfach nicht die Klasse eines echten Bond-Girls hat. Zum Motto “zurück zu den Anfängen” passt auch nicht der Auftritt von Judi Dench als M, auch wenn diese wieder großartig spielt. Der finale Showdown ist nach den furiosen zwei Stunden etwas enttäuschend, das eigentliche Ende jedoch ein absolutes Highlight der Serie.

Ich bin absolut begeistert von Casino Royale. Ich hatte einen guten Film erwartet, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Doch Casino Royale ist die Wiedergeburt einer legendären Filmreihe mit viel Action und Spannung. Selten hat man einer zu Tode gelaufenen Serie besser neues Leben eingehaucht. Ich freue mich auf eine weitere Fortsetzung.

Infos:

Titel/Originaltitel: James Bond 007: Casino Royale
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 144 Minuten
Kinostart: 23. November 2006
Regie: Martin Campbell
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆