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Peinlich ist…

… sich die BiLD zu kaufen, um was lustiges für sein Weblog zu finden und dabei seinen alten Deutschlehrer zu treffen. Auf seinen Kommentar „Genau davor hatte ich dich immer gewarnt“ hätte er wirklich verzichten können.

Ich liebe es nicht mehr!

Unsere Forderung:
1. Wir wollen, dass die De Luxe-Produkte sofort aus den Auslagen aller Deutschen Filialen verschwinden.

2. Wir fordern, dass endlich wieder schmackhafte Aktions-Burger angeboten werden. Wir wollen den Mc Bacon – für immer! Wir wollen den Cheeseburger TS, den es sogar bei den Österreichern gibt!

3. Wir wollen, dass die aktuelle Fernsehwerbung sofort eingestellt wird! Wir fordern Werbespots, wo echte MC Donalds-Kunden zu sehen sind. Fette, Arbeitslose, Angestellte, Bauarbeiter und allein erziehende Mütter, die ihre Kinder am Spielplatz abladen, um in Ruhe eine Schachtel Zigaretten zu rauchen.

Ich liebe es nicht mehr!

Endlich mal eine Petition, die man hemmungslos unterstützen kann, da es ja sonst nur Quatsch wie „Macht die Xbox2 abwärtskompatibel“ oder „Freiheit für den Turban“ gibt. Ich bitte um rege Unterstützung.

Arbeitslager Urlaub

Ich habe Urlaub. Prima. Eigentlich sollte ich mich freuen. Aber irgendwie ist Urlaub in einer Zeit, wo sonst keiner Urlaub hat, eher etwas wie eine Mischung aus Iso-Haft und Arbeitslager. Keine Sau hat Zeit und man erlegt sich selbst den Zwang auf, die Sachen zu erledigen, die man erfolgreich seit Ewigkeiten vor sich her geschoben hat. Bank, Finanzamt, Ämter, Einkaufsanlagen und all die anderen Leute, denen ich schon immer mal mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen wollte schon so lange etwas sagen wollte, werden nun professionell abgearbeitet. Und da ist es wieder dieses Wort. Wieso Arbeit? Ich hab doch Urlaub.

Autofahren macht Spaß, IKEA sowieso

Mir ist heute wieder klar geworden, dass ich ein wirklich guter Autofahrer bin. Eigentlich ist es sogar so, dass wirklich jeder schlechter fährt als ich. Diese Erkenntnis schrie mich quasi an, als ich auf dem Weg zu IKEA war. Denn dort bekommt man, so eine Kollegin, ohne Zweifel das richtige Regal. Der Laden war noch nicht mal in Sichtweite als mein Puls schon bei 250 angekommen war. Wozu lese ich eigentlich dieses Buch über Buddhismus? Von Ruhe und Gelassenheit bin ich jedenfalls noch so weit entfernt wie von meinem Idealgewicht. Als ich mich also glorreich als weltbester Autofahrer feierte und kurz davor war, geistig auf diese Tatsache zu masturbieren, fiel mir auf, dass ich die richtige Abfahrt verpasst hatte. Nach einer eleganten Wendung und 15 Minuten Autobahnfahrt war ich dann endlich angekommen.

So blieb nur noch eine Hürde: Die Teppich-Ratten, Gebär-Maschinen und Renntiere im Kassenbereich.

Hat eigentlich im Moment jeder Urlaub oder warum war das da so voll? Ich kaufe ja wirklich gerne ein. Das dachten auch sicher die vielen anderen Leute da. Ja aber warum kaufen sie dann nicht? Manchmal komme ich mir in so einem Laden so vor, als wenn ich eine Peepshow besuche. Links und rechts des Ganges befindet sich gähnende Leere, nur der eigentliche Weg steht wie immer voll vor lauter Gaffern. Aber meine Kollegin hatte Recht, ich fand wenigstens das richtige Regal. Also kämpfte ich mich wie ein guter Linebacker beim American Football in die SB-Ausgabe und ich fand auch Anhieb mein Regal. Das tolle Nummern-System sei Dank. Da sage noch jemand, Ordnung sei eine rein deutsche Tugend. Leider waren die Regalböden gerade nicht lieferbar, ich hätte aber schon mal das Gestell mitnehmen können. HAHA, sieht sicher lustig zu Hause aus. Als wenn mich nicht schon genug Menschen für verrückt halten würden. Ich verzichtete darauf, dass Ganze in ein paar Tagen abzuholen. Der wortkarge IKEA-Mitarbeiter war ähnlich humorlos wie ich in dem Moment, also ließ ich ihn mit einem knurrenden Danke stehen. So blieb nur noch eine Hürde: Die Teppich-Ratten, Gebär-Maschinen und Renntiere im Kassenbereich. Aber flink wie ein Wiesel meisterte ich auch dieses Hindernis. Frustriert ging es nach Hause. Ich bestelle das nun online – e.commerce sei Dank. Das ist wesentlich stressfreier. Das Internet macht einsam? Mag sein, aber manchmal ist das einfach gut so.

Wir haben es geschafft

Gestern meldete sich ein guter Freund, dass er nun Vater geworden sei. Prima, wenigstens andere haben ein erfülltes Sex-Leben sind in der Familienplanung schon weiter als ich – das baut auf. Ein kleines Mädchen ist es also geworden. Sie heißt Amrie. Das arme Kind. Erinnerte mich spontan an den letzten Ikea-Katalog. Früher hatte man bei der Namenswahl so kleine Büchlein mit lauter Namen drin – Nein, ich meine jetzt nicht das Telefonbuch. Gar nicht auszudenken, was wohl dabei rausgekommen wäre, wenn der neue Beate-Uhse-Katalog oder der von Yves Rocher rumgelegen hätte. Unter diesem Gesichtspunkt kann man dann doch von einer guten Wahl sprechen.

Wenigstens sind alle gesund und munter – das ist ja die Hauptsache. Jetzt habe ich doch glatt der Kleinen den ersten Post hier gewidmet. Nunja, man hat ja auch neun Monate mitgelitten, ja, ich war geradezu mit-schwanger. (Aktennotiz an mich selbst: Endlich wieder eine Ausrede für die Gewichtszunahme in den letzten Monaten).