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Die Jackson-Show

Es ist ja fast nicht zu glauben, was sich im Moment in den USA im „Fall Jackson“ abspielt. Die Anklage ist nun wahrlich kein Kavaliersdelikt, umso erstaunlicher, was für eine PR-Show daraus gemacht wird. Aus aller Welt wurden grenzdebile Freaks eingeflogen, um ihrem Idol die Daumen zu drücken. Rund um das Gerichtsgebäude reibt sich die Merchandise-Industrie die Hände: „Free Jacko“ und „He’s innocent“ T-Shirts gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Wo wir gerade bei Semmeln sind, für das leibliche Wohl sorgt natürlich ein umfangreicher Catering-Service. Das Ganze mutiert zu einer Mutanten-Freakshow. Tickets für den Gerichtssaal werden verlost und die gesamte Creme de la Creme aus Justiz und Entertainment ist versammelt. Die Ankunft des Angeklagten wird zelebriert, als hätten die Beatles ihr Comeback aus der Gruft angetreten. Eine perverse Vorstellung – mir ist schlecht.

Let me be your Robbie

Ich gebe es zu, ich bin neidisch. Höllisch neidisch. Als ich eben begann „What we did last summer“ von Robbie Williams zu sehen, wollte ich zunächst eine Robbie-Williams-Voodoo-Puppe basteln und die Sau richtig leiden lassen. Da steht der Mann vor so viel Frauen, die ihm alle an die Wäsche wollen. Ich möchte gar nicht daran denken, was die alles mit ihm machen würden. Greift der Mann sich in den Schritt, kippen die Mädels fast reihenweise um und allein nach Hause müsste er sicher auch nicht. Doch dann entschloss ich mich, dass es wohl besser wäre, einfach selbst Robbie Williams zu werden und daher habe ich das auf meine offizielle „Things to do in 2004“-Liste übernommen. Zumindest meine Vorstellungskraft ist ziemlich gut und so sehe ich mich schon eine Massenhysterie in der Fußgängerzone auslösen. Also, gewöhnt euch schon mal dran und nennt mich einfach Robbie, dann fällt euch später in 2004 die Umstellung nicht so schwer. Ich geh jeden weiter leiden schauen.

Warum interessiert das keinen?

Erste Sex-Diskussion im Dschungel-Camp. Daniel – der ja angeblich mit Frauen und Männern kann – steht am Lagerfeuer, fragt die Frauen nach ihrem Alter. Dann sagt er: „Ich könnte mit keiner hier Sex haben.“

Quelle: Bild.de

Ich schon, aber das scheint niemanden zu interessieren…

Der Dschungel ruft – Holt mich hier raus

Nachdem sich nun auch Spiegel Online (hier, hier, hier, hier oder gar hier) mit dem Dschungel-Krieg befasst hat, muss denke ich auch meine Wenigkeit ein paar Worte zu „Ich brauche GeldIch war ein Star – Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Zehn abgehalfterte Ex-Stars, die alle eins gemeinsam haben (nämlich kein Geld und die Karrieren, sofern es eine gab schon hinter sich), begeben sich nach Australien für eine Art Robinson-Crusoe-Big-Brother. Das Casting hatte offenbar die Aufgabe genau die Leute zu engagieren, die keine Sau mehr im TV sehen möchte. Die meisten können sich z.B. an Hängebrust Gottlieb Wendehals und sein Gummihuhn gar nicht erinnern oder wurden schlicht nach dieser Peinlichkeit geboren.

Dazu gesellen sich dann noch der Beinahe-Hollywood-Star Susan Stahnke, Quoten-Homo Dirk Bach oder Ex-Hoch-Hinaus Carlo Tränhardt, um noch ein paar weitere Namen zu nennen. Deutschlands liebstes Kind und DSDS-Dritter Daniel Küblböck darf natürlich auch nicht fehlen und will offenbar jedem Menschen zeigen, dass er kein Weichei ist. Kern der Sendung ist jedenfalls, dass das gewählte Ober-Arschloch Höllenqualen durchleben muss, damit es den anderen Idioten besser geht. Also quasi so was wie Gladiatorenkämpfe für den gemeinen Pöbel. Das erklärt wohl auch die glänzenden Einschaltquoten. Deutschland schaut mit – Holt mich hier raus!