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Ruhe in Frieden John Hughes

Als in den frühen 70ern Geborener bin ich natürlich ein echtes Kind der 80er Jahre. Und die 80er waren teilweise wirklich eine Katastrophe. Ich musste mit merkwürdigen Frisuren und Klamotten klar kommen. Ich habe die volle Dröhnung Modern Talking abbekommen. Aber die 80er hatten auch gute Seiten. Dazu zähle ich noch heute die Filme von John Hughes. Als Regisseur, Produzent oder Drehbuchautor war an einigen meiner absoluten Lieblinge beteiligt: Kevin – Allein zu Haus, Breakfast Club, Ist sie nicht wunderbar?, LISA, Schöne Bescherung oder Ferris macht blau.

Insofern hat mich die Meldung, dass John Hughes (59) einfach mit einem Herzanfall beim Spazierengehen zusammengebrochen ist, schon sehr schockiert. Ich bin wirklich traurig. Neben vielen Videos habe ich quasi ein Best of von ihm gefunden:

DirektHughes

The Lovely Bones Trailer

Wenn mich in letzter Zeit ein Buch wirklich berührt hat, dann war das The Lovely Bones bzw. In meinem Himmel von Alice Sebold, das nun von Peter Jackson verfilmt wird. Es geht dabei um die vierzehnjährige Susie Salmon, die im Dezember 1973 ermordet wurde. Als wäre so eine Geschichte nicht schon tragisch genug, erzählt Sebold die Geschichte aus der Perspektive des toten Mädchens. Aus ihrem Himmel blickt sie runter und sieht, wie die eigene Familie an den Folgen des Schicksalsschlages quasi kaputt geht. Susie versucht Kontakt zu ihrer Familie aufzunehmen und so den Mörder seiner Strafe zu überführen und der eigenen Familie so Frieden zu geben. Das Ganze wird sehr emotional und ergreifend beschrieben. Selten hat es ein Buch geschafft, mich so mitzunehmen. Noch nie wurden Themen wie sexueller Missbrauch und der brutale Mord an einem so jungen Menschen auf diese Art und Weise beschrieben. Das Thema ist an sich schon schwierig genug, das aus den Augen eines Kindes erzählt zu bekommen ist extrem harte Kost. Eine Filmumsetzung konnte ich mir wirklich nur sehr schwer vorstellen, aber Peter Jackson scheint das wirklich in den Griff bekommen zu haben. Insofern mein Favorit für das kommende Kinojahr und eine dringende Empfehlung.

DirektBones

52 Apple-Produkte, die es nicht gibt

Das Beste am ganzen Hype um Apple sind die angeblich geleakten Konzeptbilder und Design-Studien, die irgendwelche Photoshop-Gurus vor großen Ankündigung im Netz verteilen. Aktuell betrifft das vor allem ein mögliches Netbook oder das inzwischen Sagen umwobene Mac-Tablet. Das Weblog Appstorm hat die 52 interessantesten davon zusammen gestellt. Leider ist keines der Bilder echt. Das eine oder andere würde ich mir wirklich gerne auf den Schreibtisch stellen.

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Lara Awards 2009

09-0419-lara-01-logoAm Mittwoch war ich bei der Preisverleihung der Lara Awards des Entertainment Media Verlages im Coloneum in Köln. Normal werden dort für die Magic Media Company Shows für RTL produziert, darunter zum Beispiel Deutschland sucht den Superstar. Für den Abend war jedoch alles für eine Gala vorbereitet, in dessen Rahmen zum dritten Mal die Lara (quasi eine Art Oscar für Computerspiele, aber wie beim Film gibt es hier mehrere konkurrierende Veranstaltungen) in den verschiedensten Kategorien vergeben wurden.

Auf dem Weg nach Köln wusste ich noch nicht so recht, was mich dort erwarten würde, jetzt im Rückblick war es aber ein in jeder Hinsicht gelungener Abend. Wie bei solchen Gala-Veranstaltungen üblich, tummelten sich dort zahlreiche „Promis“ und nach dem Abend war ich irgendwie froh, kein Promi zu sein. So eine Prozedur am roten Teppich ist schon irgendwie strange. Anstehen, um sich dann den Anweisungen der Fotografen entsprechend zu posieren und dann Platz für den nächsten zu machen.

An dem Abend hatte ich dann auch erstmals die Gelegenheit, eine Show von Dr. Eckart von Hirschhausen zu sehen. Hatte ich bisher erfolgreich ignoriert, eben weil den alle toll finden. Kann dann ja irgendwie nichts sein. Nach dem Abend muss ich gestehen, dass er wirklich sehr lustig ist und das sogar auf eine ziemlich intelligente Art und Weise. Man muss schon am Ball bleiben und manchen Gag auch einen Moment sacken lassen. Nach der Show konnte ich ein paar Worte mit ihm wechseln. In jeder Hinsicht ein absoluter Profi, der sich zu verkaufen weiß, aber durchaus sympathisch.

Natürlich war es auch eine gute Gelegenheit, viele bekannte Gesichter aus der Branche kennen zu lernen oder mal wieder zu sehen, um ein wenig in lockerer Atmosphäre zu plaudern. Apropos locker: Einige der Promis haben ihren Pflichtteil abgespult und waren dann auch sofort verschwunden. Andere waren mit viel Spaß bei der Sache. Stellvertretend sei hier Judith Hildebrandt erwähnt, die ich irgendwie noch in Erinnerung hatte als hippe Hugo-Moderatorin. Die war total locker, freundlich und offen für spontane Aktionen und trotz immenser Absätze so viel kleiner als ich.

Achja, Preise wurden natürlich auch vergeben. Alle Preisträger findet ihr hier und natürlich auch noch weitere Fotos.

Coloneum Köln Judith Hildebrandt und Dramaking Dr. Eckart von Hirschhausen, Cheffe und Dramaking (von rechts nach links)