Skip to main content

Er steht einfach nicht auf dich

ersteht.jpgInhalt:

Verfilmung des gleichnamigen US-Bestsellers aus der Feder der „Sex and the City“-Autoren Greg Behrendt und Lizz Tucillo über die Tücken der modernenen Dating-Gesellschaft. Im Laufe werden verschiedene Geschichten parallel erzählt. Ein eingeengter Mann verliebt sich in seine Yoga-Lehrerin und geht fremd. Eine junge Frau wäre gern verheiratet, doch ihr Freund will nicht heiraten, weswegen sie sich von ihm trennt. Die amerikanische Version von Lisa Plenske kapiert das mit dem Daten gar nicht und lässt sich von einem Barkeeper die Männer erklären und übersieht dabei ihre wahre Liebe. Und dann ist da noch die von coolen Schwulen umgebene Mary, die sich komplett in Flirtereien via MySpace, Facebook, Online-Chats und SMS verstrickt.

Kritik:

Wer angesichts der Beschreibung schon schreiend die Hände über dem Kopf zusammenschlägt hat es genau richtig erkannt. ESENAD (coole Abkürzung) ist ein moderner Science-Fiction-Film mit coolen Darstellern, die eingentlich viel zu schade für diesen Stoff sind, der von Dingen erzählt, die jedem Menschen mit einem hauch Realismus nur allzu klar sein dürften. An dieser Stelle darf man sich auch fragen, warum das gleichnamige Buch so ein Riesenhit war.

Wir reden hier von einem Selbsthilfebuch, das so bahnbrechende Erkenntnisse vermittelt wie „wenn du jemanden von dir überzeugen musst, dann steht er einfach nicht auf dich“ oder „wenn sie dich nicht zurückruft, dann steht sie einfach nicht auf dich“. Ach ne? Wir bewegen uns quasi auf dem Gebiet der Quantenphysik. Der Film erzählt diese Erkenntnisse mit einer übertriebenen Portion „haha“ und bis 15 Minuten vor Schluss hatte ich das Gefühl, dass alle Menschen emotionale Krüppel sind und/oder von Grund auf unehrlich.

Aber dann kommt natürlich das Hollywood-typische zuckersüße Ende, das einen gigantischen Berg Zuckerwatte über meine bösen Gedanken schiebt. Besser macht das den Film natürlich auch nicht. Denn bis dahin reiht sich ein Klischee an das nächste. Kerle sind nur auf Sex aus, schwule Männer sind immer gutaussehend und eben übertrieben schwul und Frauen interessieren sich nur für Männer, Dates, Heiraten und Babys kriegen, möglichst in genau der Reihenfolge.

Vor dem Totalausfall retten ESENAD die guten Darsteller. Scarlett Johansson kann ich mir immer ansehen, Jennifer Connelly natürlich auch. Jennifer Aniston guckt irgendwie immer so deprimiert-traurig, das weckt Beschützerinstinkte in mir. Vielleicht will ich aber nur nicht, dass Ben Affleck sie in den Arm nimmt. Alles in allem keine Empfehlung, aber ich konnte ja auch schon mit Sex and the City nichts anfangen. Kennt ihr vielleicht, auch Science Fiction.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

[imdb]1001508[/imdb]

Ein Kommentar zu “Er steht einfach nicht auf dich

Kommentar verfassen