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United States of Tara

United States of TaraKlar, auf dem Serien-Sektor stehen im Moment die aktuellen Staffeln von 24 (Season 7) und Lost (Season 5) im Fokus. Ganz klammheimlich mausert sich in deren Schatten der Neuling United States of Tara zum überraschenden Quoten-Liebling. Die Idee zur Serie, die in den USA auf Showtime ausgestrahlt wird (aktuell zwei Folgen) stammt von Steven Spielberg, das Drehbuch von Juno-Autorin und Oscar-Gewinnerin Diablo Cody. Eine Parallele zu Juno ist bei den sehr gelungenen Dialogen zu finden. Da beschwert die gestresste Mutter Tara darüber, dass sie die Vagina ihrer Tochter nicht micronmanagen kann, als sie in deren Sachen „die Pille danach“ findet.

Genug Lach-Potenzial hat schon die Ausgangslage zur Serie: Die eben genannte Tara leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Drei verschiedene Persönlichkeiten übernehmen abwechselnd die Kontrolle. Jede Persönlichkeit hat keine Kenntnis vom Vorhandensein der anderen Persönlichkeiten Taras noch deren Handlungen. Dabei könnten diese Persönlichkeiten unterschiedlicher kaum sein:

imicon_tT:

Zügelloser, Gras rauchender Teeanager, der einen G-String für Oberbekleidung hält und Lip-Gloss in der Drogerie klaut.

imicon_buckBuck:

Bier-Fan, der sich gerne die Nächte in Nachtclubs um die Ohren schlägt und keiner Schlägerei aus dem Wege geht.

imicon_aliceAlice:

Die gute Hausfrau, die an die guten alten Tugenden glaubt und den perfekten Kuchen zu backen versteht.

Auf die weiter oben beschriebene Szene bedeutet das, dass Alice die Mutter ist, die Persönlichkeit ist, die sich über die „Pille danach“ aufregt während die Persönlichkeit T. selbst mit der Tochter unterwegs war, um die Pille zu besorgen. Neben der Tochter wohnt noch der schwule Sohn Marshall im Haushalt, der T. richtig cool findet. Ehemann Max, kaum aus der Ruhe zu bringen und seit 17 Jahren mit der Krankheit vertraut, muss sich vor den Annäherungsversuchen von T. in Acht nehmen, da Tara nicht möchte, dass er mit einer ihrer anderen Persönlichkeiten rummacht. Im Gegensatz zur Schwester von Tara haben sich alle halbwegs an die Krankheit gewöhnt bzw. damit arrangiert. Die Schwester glaubt jedoch nicht an eine Krankheit und hat insofern ein großes Problem mit Tara. Sie beschuldigt sie, sich ständig in den Mittelpunkt zu drängen und das alles nur zu spielen.

Die Hauptrolle der Tara wird bravourös von der großartigen Toni Collette gespielt, die schon in diversen Rollen gezeigt hat, dass sie diese Art von Charakteren prima in Szene setzen kann. Die restliche Besetzung passt ebenfalls prima, bleibt jedoch im Schatten von Toni Collette. Dazu kommen extrem gut pointierte Dialoge, die einfach sitzen und das Ganze so zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen machen. Ein Deutschland-Release der Serie steht im Moment noch in den Sternen. Und hier noch der Trailer zur Serie:

DirektTara

[imdb]1001482[/imdb]

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