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Transporter 3

transporter3Inhalt:

Profi-Transporter Frank Martin hatte sich eigentlich zur Ruhe gesetzt. Er verbringt seine Zeit an der französischen Riviera, statt riskante Kurierfahrten zu übernehmen. Doch als sein Nachfolger brutal getötet wird, muss Frank wieder im Cockpit Platz nehmen. Seine Fracht dieses Mal: Die Tochter des ukrainischen Umweltministers. Die Gangster wollen die Erlaubnis epressen, Giftmüll in der Ukraine entsorgen zu dürfen. Damit Frank es sich nicht anders überlegt, bekommen Frank und seine attraktive Fracht elektronische Armbänder verpasst, die dann explodieren, wenn sich eine oder beide Personen mehr als 20 Meter vom Auto entfernen.

Kritik:

Seit jeher zeichnet die Transporter-Serie völlig übertriebene Actioneinlagen aus. Der erste Teil war ein sehr guter Actionfilm, der mit einem charismatischen Jason Statham und cool inszenierten Autoverfolgungsjagden überraschte. Der zweite Teil war mir dann zwei Nummer zu „Over the Top“. Spätestens in der Szene, wo er sich der am Boden des Wagens befindlichen Bombe mit Hilfe eines Kranes entledigte, drehte ich mich kopfschüttelnd weg. Teil 3 ist nun keineswegs realistisch, pendelt aber irgendwie zwischen einem sehr guten ersten und sehr mäßigen zweiten Teil. In der Schule hätte man vermutlich befriedigend mit dem Zusatz „das mündliche ist besser, als es in der Zensur zum Ausdruck kommt“ oder wahlweise für Frauen „der Hauptdarsteller ist attraktiver als es in der Zensur zum Ausdruck kommt“. Und Frauen dürfen sich freuen, denn der Mann zeigt sich mit nacktem Oberkörper.

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Dialoge mit kleinen Leuten #10

Heute Nachmittag kam Junior von der Schule nach Hause. Als wir so beim Essen waren und über den bisherigen Tag sprachen, wurde er auf einen Beitrag im TV aufmerksam. Dort ging es um Ernährung und unter anderem fielen dabei folgende Sätze: „Weißt du warum es außerdem gut ist, oft Möhren zu essen? Da bekommst du einen guten Teint von.“ Danach grübelte Junior intensiv nach und dann ereignete sich folgender Dialog:

Junior: Du, ich glaube ich muss auch viel mehr Möhren essen.
Olly: Wieso?
Junior: Na, damit ich auch immer einen guten Tag bekomme!

Der fremde Sohn (The Changeling)

changelingInhalt:

Los Angeles, Ende der 20er Jahre. Die leitende Telefonistin Christine Collins kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause und bemerkt, dass ihr neunjähriger Sohn Walter nicht zu Hause ist. Die Polizei beginnt mit der Suche. Zehn Monate später präsentiert Captain J.J. Jones Christine den wiedergefundenen Sohn. Doch Christine erschrickt, denn der gefundene Junge ist nicht ihr Sohn. Doch niemand glaubt Christine, zumal die wegen Korruptionsvorwürfen gebeutelte Polizei mit dieser Familienzusammenführung ihr Image polieren will. Christine kämpft darum, dass ihr geglaubt wird und will die Wiederaufnahme der Suche erzwingen. Da ihr die Polizei nicht hilft, sucht sie den Weg an die Öffentlichkeit. Die Polizei lässt sie daraufhin für verrückt erklären und in eine Nervenheilanstalt einweisen. Der Film basiert auf dem wahren Fall der „Wineville Chicken Coop Murders“.

Kritik:

Ich bin ein großer Fan von Clint Eastwood. Ich finde es einfach extrem bewunderswert, wie er eine Wandlung vom einstigen Actionhelden bis hin zu einem der besten Regisseure der aktuellen Zeit durchgemacht hat. Er nimmt sich Zeit für seine Geschichten und insbesondere seine Charaktere. Er nimmt sich Zeit, ohne zu langweilen und bringt die Dinge absolut auf den Punkt. Und trotz seines hohen Alters ist Knautschgesicht Eastwood nicht nur enorm aktiv sondern wird auch noch immer besser.

Wie schon Letters from Iwo Jima ist Der fremde Sohn ein ernster, erwachsener Film, der zeitweise sogar relativ brutal ist, auf eine schonungslose Art und Weise. Aber Themen wie Kindesmisshandlung und Mord sind eben keine Kavaliersdelikte und nehmen einen – gerade als Eltern – besonders intensiv mit. Sich dabei noch vor Augen zu führen, dass es so etwas wirklich gegeben hat, macht es da nicht besser.

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Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat (Valkyrie)

valkyrieInhalt:

Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg. Der deutsche Oberst Graf von Stauffenberg erkennt, dass das Treiben der politischen Führung das Land in den Ruin stürzen werden. Er schließt sich der Widerstandsbewegung an, die ein Attentat auf Adolf Hitler plant. Unter seiner Teilnahme entsteht der Plan dafür: Mit Hilfe des Notfallplans „Operation Walküre“ soll eine Schatten-Regierung nach Hitlers Tod eingesetzt und die SS unter Kontrolle gebracht werden. Doch selbst der beste Plan ist darauf angewiesen, dass alles perfekt abläuft. Die Geschichte lehrte uns, dass dies hier nicht der Fall war.

Kritik:

Bei der Betrachtung von Operation Walküre lassen wir mal die ganze Scientology-Geschichte um Tom Cruise beiseite. Ich mag nicht wirklich darüber nachdenken, ob ein bekennender Scientologe einen Helden des deutschen Widerstandes spielen darf. Im Prinzip ist mir persönlich egal, was Tom Cruise in seinem Privatleben macht. Als Schauspieler hat er durchaus seine Qualitäten. Das größte Problem von Walküre ist, dass jeder das Ende kennt. Es ist keine Spoiler-Warnung nötig, wenn man verrät, dass Hitler das Atttentat überlebt und die Widerständler am Ende hingerichtet werden.

Im Gegensatz zu anderen Filmen mit ähnlicher Problematik schafft es Walküre jedoch nicht, Spannung aufzubauen oder gar zu unterhalten. Titanic hatte trotz unweigerlichem Untergang des Schiffes eine schöne Romanze. The Queen hatte eine großartige Hellen Mirren und Thirteen Days hatte ein exzellentes Drehbuch. Walküre hat leider nichts vergleichbares in die Waagschale zu werfen, insofern bleibt allenfalls ein solide inszenierter Thriller von Bryan Singer zurück.

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Windows als Spiele-Plattform?

gfwl.jpgEin Sprecher von Microsoft untermauerte Microsofts Bemühungen, Windows weiter als Spiele-Plattform der ersten Klasse zu etablieren wie folgt:

“Moving ahead, Microsoft will continue to invest in Windows as a first–class gaming platform through great Windows out of box experiences, our online gaming services including Games for Windows – LIVE, MSN Games, and Messenger games, and through new games for Windows developed by Microsoft Games Studios“ (via)

Dazu passen die Änderungen der letzten Zeit ja sehr gut:

Wenn man sich jetzt noch vor Augen führt, dass Microsoft mit der Xbox 360 einen harten Kampf gegen Nintendo und Sony um begehrte Marktanteile führen muss, dann sieht das schon nach einem langsamen Abschied vom PC als Spieleplattform aus. Die mit viel Tam-Tam eingeführte Marke „Games for Windows Live“ entpuppt sich als echter Rohrkrepierer. „Gut gemeint“ ist halt immer noch das Gegenteil von „gut gemacht“. Dazu passt, dass die Studios, die sich speziell auf PC-Titel fokussiert hatten, geschlossen oder vor die Tür gesetzt wurden. Für die entlassenen Mitarbeiter müssen obige Worte des Microsoft-Sprechers wie eine deftige Ohrfeige wirken.