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Der richtige Weg?

Ich wurde schon oft von Freunden nach dem richtigen Weg gefragt. Oft ist es so, dass das Leben in einer Sackgasse zu stecken scheint und irgendwie kein Ausgang erkennbar ist. Wenn ich mir dann die Situation anschaue, ist mir meist relativ schnell klar, was wohl der richtige Weg ist. Vielleicht weil ich den nötigen Abstand habe und ganz nüchtern und rational an die Sache herangehen kann. Doch bei einem selbst ist das so viel verflucht schwerer.

Und so stehe ich hier gerade vor dem Wirrwarr an Wegweisern und erkenne nicht mal mehr meine eigene Hand unmittelbar vor Augen. Alle Wege scheinen ins Nichts zu führen, es fehlt das Ziel, die Perspektive. Ich möchte so gern den richtigen Weg beschreiten und möglichst niemanden dabei enttäuschen und schon gar nicht selbst enttäuscht werden. So viele Erwartungen, die in einen gesetzt werden, bei denen ich das Gefühl habe, ihnen nicht gerecht werden zu können. Und wie so oft werde ich es nicht allen Recht machen können.

Jeden Tag gehe ich ins Bett in der Hoffnung am nächsten Morgen klarer zu sehen, den richtigen Weg zu erkennen. Aber statt der klaren Sicht sehe ich nur noch zwei Wegweiser mehr. Es fällt mir schwer, in diesem Durcheinander noch einen klaren Gedanken zu fassen. Was ist gut? Was ist schlecht? Gibt es doch nicht nur schwarz und weiß, sondern auch viele Grautöne? Ich weiß es nicht. Und ich mag auch nicht mehr darüber nachdenken. Ich möchte heute einschlafen und mich dann Morgen an die Hand nehmen lassen um dann auch mal den richtigen Weg gezeigt zu bekommen. Und ich möchte ganz sicher nicht an diesem Schildermeer zurückgelassen werden.

Warum muss ich immer um alles kämpfen, viel investieren und alles riskieren? Läuft nicht genau dann etwas verkehrt? Ich weiß es nicht… wie so vieles im Moment.

2 Kommentare zu “Der richtige Weg?

  1. Es ist nicht gut, wenn man die Erwartungen anderer nicht enttäuschen will und sein Handeln danach ausrichtet. Wichtig ist, dass man herausfindet, was man selbst will. Sonst wird man nämlich mit seinem Weg ganz schnell unglücklich. Oder man erwartet von dem, dessen Erwartungen man erfüllt hat, dass derjenige nun auch die eigenen Erwartungen erfüllt und ist dann enttäuscht und verletzt, wenn das nicht passiert, denn man selbst hat ja für den Anderen etwas getan oder aufgegeben.

    Allerdings wäre es sicher einfacher für die hier lesenden, Dir ihre Sicht der Dinge mitzuteilen, wenn Du einfach mal Klartext schreiben würdest.

    Und wie ich aus bitterer Erfahrung lernen musste: Der Kampf wird nicht aufhören. Ganz egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest. Es wird immer der nächste Kampf kommen, die nächste schwierige Entscheidung, die getroffen werden muss, der Nächste kommen, der etwas von Dir erwartet und enttäuscht ist, wenn Du es nicht tust oder nicht seinen „Anforderungen“ entsprichst.

    Was gut ist, und was schlecht? So egoistisch es klingt: Gut für Dich ist das, womit Du Dich gut fühlst. Wenn Du Dich in Damenunterwäsche wohl fühlst, trag sie und pfeif drauf, was andere denken. Wenn Du in Deinem Beruf unglücklich bist, dann such Dir einen Neuen selbst wenn Deine ganze Umwelt aufschreit, weil Du dann vielleicht weniger verdienst.

    Es wird niemand kommen und Dich an der Hand nehmen. NIemand wird Deine Entscheidungen für Dich treffen. Und wenn es doch jemand versuchen sollte, Dich in eine Richtung zu drängen und Du gibst nach, weil Du es bequemer findest oder dann Deine Ruhe hast und nicht, weil es wirklich Deinem Willen entspricht, dann wirst Du unglücklich sein und wütend auf die Person, die DIr vielleicht nur helfen wollte.

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