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Google und die Sache mit den Browsern

chrome.jpgIch habe mir natürlich auch den neuen Google-Browser Chrome angeschaut, über den sich gerade das Web streitet. Die Pro-Fraktion mag den schlanken Browser, der zudem auch noch pfeilschnell ist. Die Contra-Fraktion möchte Google nicht noch mehr sensible Daten in den Rachen schieben. Chrome basiert auf der Open-Source-Browser-Engine Webkit, die auch u.a. Safari antreibt. Diese nutzt Google auch für Android. Dazu kommt eine selbst geschriebene neue Java-Engine V8, die nochmal einiges an Performance bringt. Chrome selbst ist nicht Open Source, wie oft zur Zerstreuung der Datenschutzproblematik zu lesen ist. Chromium, die Codegrundlage von Chrome, ist Open Source. Das mag jetzt nach Haarspalterei klingen, ist aber alles andere als unerheblich.

Der Ersteindruck von Chrome ist prima: Der Browser ist quasi sofort nach Start verfügbar, Internetseiten bauen sich wirklich sehr schnell auf. Deutlich schneller als mit dem IE7 und auch gefühlt ein Stück schneller als mit Firefox 3. Dazu kommen schöne Sachen wie Domain-Highlighting, Downloadleiste, anonymes browsen und dynamische Tabs. Einen Grund zum Wechsel von Safari oder Firefox auf Chrome habe ich jedoch nicht gefunden. Insofern schließe ich mich den Bedenkenträgern an und habe das beruhigende Gefühl, Google nicht noch mehr anzuvertrauen als ich das nicht schon ohnehin getan habe.

Und wer sich für genauere Tests interessiert: Yahoos Zimbra-Team hat einen Geschwindigkeitstest mit dem eigenen sehr mächtigen Ajax Web Interface gemacht. Dabei kommt Chrome ziemlich gut weg. Schon die veröffentlichte Betaversion zieht vom Speed her problemlos am IE und Firefox vorbei. Einzig Safari ist noch einen Augenschlag schneller.

2 Kommentare zu “Google und die Sache mit den Browsern

  1. Was genau ist mit „anonymes browsen“ gemeint? Man kann damit nicht zufällig dieses „Sie leben außerhalb der Vereinigten Staaten und dürfen sich deswegen dieses Video nicht anschauen“ Zeug umgehen?

  2. wer google services (jnd eben auch den neuen browser) nutzt ist ein depp. ein depp der google bei der weiteren ausbreitung ihrer datensammlungsmaschinerie behilflich ist.
    ich will/muß nicht anonym sein im netz (wär sonst auch nicht selbst drin vetreten) aber ich muß nicht alles was ich mache mit google teilen.
    da schreib ich vorher handschriftlich dem hern gate und jobbs bevor ichs den google-ärschen vollautomatisch zukommen lasse.

    chrome? never ever – for sure

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