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The Dark Knight

m27564_20--the-dark-knight--11.jpgSchon als Kind war ich ein sehr großer Fan der Batman-Comics. Im Gegensatz zu den meisten Comic-Figuren war Batman ein normaler, verwundbarer Mensch. Zudem mochte ich den vergleichsweise düsteren Look. Verglichen mit dem Look der Neuinterpretation des Comics war das damals jedoch noch kunterbunt. Im Vergleich zu Superman & Co. war Batman für mich jedenfalls die coole Sau. Ich wollte auch so einen tollen Gürtel mit lauter Gimmicks. Ich habe sogar die den Film mit Adam West genossen und sicher zehn Mal geschaut.

Mit Batman Begins ging schon ein Traum in Erfüllung. Die beiden Burton-Batmans mochte ich schon sehr gerne. Über die Version von Joel Schumacher decken wir besser den Mantel des Schweigens. Batman Begins traf dann perfekt den eigentlichen Look eines würdigen Batman-Abenteuers, den The Dark Knight wieder aufgreift. Was mich generell immer ärgert bei Serien sind Umbesetzungen. Ich bin kein Fan von Katie Holmes, aber die Rolle einfach anders zu besetzen ist ein Ärgernis. Ebenso ein Dorn im Auge ist immer noch die lächerliche Stimmenverzerrung von Christian Bale, sobald er sich das dunkle Cape des Rächers überstreift. Völlig unnötig und für mich ein echt nervendes Detail.

Insgesamt ohne Zweifel ein Top-Hit

The Dark Knight ist abseits davon das Comic-Highlight des Jahres und ohne Zweifel einer der Top-Hits des Jahres. Das liegt zu einem sehr großen Teil wirklich an der atemberaubenden Performance des verstorbenen Heath Ledger. Seine Version des Joker ist eine ganz andere Liga als die von Jack Nicholson. Dagegen kann Christian Bale als durchtrainierter Batman nicht wirklich mithalten und hat insgesamt auch zu wenig Screentime. The Dark Knight ist ein kleiner Kniefall vor dem Joker. Ich kann mich spontan nicht erinnern, wann ein Bösewicht zuletzt so böse war. Gerade die Momente, in denen der Joker im Zwiegespräch mit Batmn oder Gordon ist gehören zu den klaren Highlights des Filmes. Aaron Eckhart ist die ideale Besetzung für Staatsanwalt Harvey Dent, hätte ich auch so besetzt. Selbst die Nebenrollen sind mit Hochkarätern wie Morgan Freeman, Gary Oldman oder Michael Caine besetzt. Maggie Gyllenhaal reißt sich kein Bein aus, spielt dabei aber immer noch zwei Klassen über der extrem blassen Katie Holmes.

Der Film ist packend inszeniert, nur zum Ende hin fühlt er sich ein Stück weit zu lang an. Das extrem hohe Tempo des Anfangs, bei dem noch pausenlose Action geboten wird, kann er dann nicht mehr halten. Packende Infights sind nicht gerade die Stärken von Christopher Nolan, da haben z.B. die Bourne-Filme deutlich bessere Action zu bieten. Bei The Dark Knight ist es das Gesamtpaket, das zu überzeugen weiß. Tolle Kulissen, rasante Inszenierung und eine durchaus zu Überraschungen neigende Story. Die Jubel-Arien sind gleichermaßen richtig wie übertrieben. Insgesamt ohne Zweifel ein Top-Hit, den man sich im Kino nicht entgehen lassen sollte. Aber „bester Film aller Zeiten“? Sicher nicht.

Rating:

★★★★★★★★★☆

2 Kommentare zu “The Dark Knight

  1. Bin absolut deiner Meinung, hätte auch keine 10 Punkte gegeben. Und der letzte ansatzweise ebenbürtige Filmbösewicht war in Mission Impossible III Philip Seymour Hofmann. Jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach. Was meinst du: Kriegt er den Oscar posthum?

  2. Pingback: classless Kulla

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