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Michael Clayton

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Inhalt:

Ex-Staatsanwalt Michael Clayton verdient sich sein Geld damit, die Probleme einer New Yorker Anwaltskanzlei zu bereinigen. Sein exzellenter Kollege Arthur Edens hat einen millionenschweren Fall eines Chemiekonzerns sabotiert, da er nicht an dessen Unschuld glaubt. Clayton soll die Sache klären, die Zeit drängt.


Kritik:

Möchte man zynisch sein, dann könnte man Michael Clayton wie folgt zusammen fassen: „Wie Erin Brokovich, nur ohne Titten.“ Das wäre aber zu einfach, insofern muss ich da doch ein paar Worte mehr schreiben. Michael Clayton hat mich schon mit der starken Eingangssequenz gefangen. Clayton wird aus einer Pokerrunde gerufen, um einem wichtigen Mandanten zu beraten, der nach einem Verkehrsunfall Fahrerflucht begangen hat. Auf dem Weg dorthin hält er an, um ein paar Pferde zu beobachten. Und genau in diesem Moment fliegt sein Auto in die Luft, Michael Clayton sollte sterben. Doch warum? Das erfahren wir im weiteren Verlauf des Filmes, der quasi eine Rückblende ist.

Irgendwie sind es genau die Machenschaften, die die Allgemeinheit hinter großen Firmen immer vermutet, von denen hier erzählt wird. Firmen, die die kleinen Leute betrügen und Leute wie Michael Clayton beschäftigen, um ihre schmutzigen Geschäfte zu vertuschen. Doch hin und wieder kommt so etwas ans Licht. Eben dann zum Beispiel, wenn aufrichtige Typen wir Michaels Kollege Arthur die Nase voll haben.

Michael Clayton hat dem eigentlichen Thema nichts Neues hinzuzufügen, erzählt seine Geschichte aber auf gekonnte Art und Weise. Dazu gehören vor allem die glänzenden Darsteller. George Clooney macht seine Sache wie immer. Die Rolle des unsicheren Juristen mit Gewissensbissen kann er wirklich gut. Dumm nur, dass man ihn ihm sofort den „guten Kerl“ sieht. Thilda Swinton und vor allem Tom Wilkinson zeigen sich von ihrer allerbesten Seite. Wilkinsons „Ich bin Shiva, Gott des Todes“ ist für mich schon jetzt ein Zitat mit Kult-Charakter, seine Darstellung des wirren Missionars erstklassig.

Dazu kommen überdurchschnittliche Produktionswerte wie elegante Optik, intelligentes Drehbuch und eine atmosphärische Musik. Dazu kommt ein fantastisches Ende, das in mir die Frage aufwarf, warum dieser Film an der Allgemeinheit so vorbei gegangen ist.

Infos:

Originaltitel: Michael Clayton
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 119 Minuten
Kinostart: 28. Februar 2008
Regie: Tony Gilroy
Drehbuch: Tony Gilroy
Darsteller: George Clooney, Tilda Swinton, Sydney Pollack, Tom Wilkinson
Genre: Thriller
Für Freunde von: Die Firma, The Devil’s Advocate
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★☆☆☆

2 Kommentare zu “Michael Clayton

  1. Tatsächlich ist dieser Film sehr lautlos durch die Kinos gegangen. Schade, er lohnt sich im Vergleich zu den derzeit laufenden Hollywood-Produktionen tatsächlich.

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