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Rock Band: Was erlauben Electronic Arts?

Ich beteilige mich eigentlich eher nicht dabei, Electronic Arts für lieblose Sequels zu bashen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich beruflich diesem Publisher eine höchst professionelle Arbeitsweise attestieren muss. Aber in Sachen Rock Band muss ich jetzt doch mal die Rote Karte zeigen. Das Spiel kommt mit ordentlicher Verspätung Ende Mai nach Deutschland. Das Spiel kostet in den USA mit einer Gitarre, Mikro und Drumset 169 US-Dollar. In Europa liegt der Preis bei 169 Euro. Da kann man schon mal schnaufen. Aber an diese 1:1-Umrechnerei von Dollar zu Euro hat man sich ja gewöhnt.

Aber halt. So einfach ist es gar nicht. In Deutschland bekommt man dafür lediglich die Instrumente, das Spiel kostet nochmal 69 Euro (UVP des Herstellers). Macht also zusammen 238 Euro. Die US-Version kostet umgerechnet etwas mehr als 100 Euro. Dazu kommt, dass die Songs teilweise mehr als doppelt so teuer werden wie in den Staaten. Mir fällt kein Grund ein, der so ein Verhalten ansatzweise rechtfertigt, zumindest nicht, wenn ich nett bleiben möchte. Unter diesen Umständen ist das Spiel – trotz aller Vorfreude – gestorben. Zumal es ja eh nur für die Xbox 360 kommt erstmal. Fassen wir also zusammen:

  • Spiel inkl. Controller mehr als doppelt so teuer als in den USA
  • Songs kosten teilweise mehr als doppelt so viel als in den USA
  • Als Entschädigung acht exklusive Bonussongs, wie z.B. die englische Version von Tokio Hotels „Durch den Monsum“

Was immer auch gerade für ein Zeug umgeht bei EA, ich hätte auch gerne eine Portion davon. Bei Antigames gibt es noch 10 Gründe, die den hohen Preis erklären.

YouTubeDirektRockBand

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