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Oscar 2008: Der Rückblick

Kurzer Rückblick auf eine höchst langweilige Sonntagnacht. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal eine langweiligere Oscar-Show gesehen habe. Ich habe keine Ahnung, ob das die Nachwehen vom Autorenstreik waren oder warum sonst so unglaublich viele Montagen eingespielt wurden. Es nervte mich jedenfalls zusehends. Keine emotionalen Reden, nichts was wirklich herausragte. Stattdessen über vier Stunden gezogene Langeweile, die nur Jon Stewart hin und wieder durchbrach. Unten gibts eine 60sekündige Zusammenfassung und ganz ehrlich, die hätte letztlich auch vollkommen gereicht. Exemplarisch für die Langeweile des Abends die Kategorie „Bester Song“, in der drei Songs aus „Verwünscht“ vertreten waren. Die mögen innerhalb des Films funktionieren, gespielt auf der Oscar-Bühne ging das jedoch mal gar nicht. Die Gospel-Nummer „Raise it up“ war total übersteuert und tat in den Ohren weh. So wundert es nicht, dass mit Falling Slowly dann auch verdient die einzig gute Nummer gewann. Aber Bester Song des Jahres?

Dazu die immergleichen Teaser in der Pro7-Übertragung. Ich kann kaum ausmachen, wie oft das Model aus der Heidi-Klum-Show da über den Laufsteg stolperte. Ist es so schwierig, da Werbekunden zu finden? Was ich Pro7 jedoch zu Gute halten muss: Die deutsche Pre-Show mit Gätjen ging in Ordnung. Da fand ich die US-Originalversion mit dem ständigen „Von welchem Designer ist das Kleid doch gleich?“ deutlich schlimmer. Das beste an der ganzen Show war dann doch eine Montage. Und zwar die mit dem Rückblick zu den besten Oscar-Momenten. Die Reden von Cuba Gooding Jr und Halle Berry, die coolen Momente von Billy Crystal. Das ist Oscar und nicht dieser langweilige Sermon. Nehmen wir nur den kurz vor dem Delirium moderierenden Harrison Ford. Und mir fiel auf, wie unterschiedlich die stark die Jahre besetzt waren. Es gab da ja diesen Rückblick auf alle vorher ausgezeichneten 79 Filme. Und da sei die Frage erlaubt, ob Filme wie No Country for old Men in einer Liga mit epischen Werken wie Ben Hur oder Lawrence von Arabien spielt. Im Moment glaube ich nicht, dass ich nächstes Jahr wieder live dabei sein werde. Obwohl die „Unterhaltungen“ mit Peter & Co. durchaus lustig waren.

(via)

Ein Kommentar zu “Oscar 2008: Der Rückblick

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