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Das Vermächtnis des geheimen Buches (National Treasure: Book of Secrets)

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Inhalt:

Nach dem Fund des Schatzes der Tempelritter ist die Gruppe um Ben Gates berühmt geworden. Doch die Beziehung zwischen Ben und Abigail ist kurz vor dem Ende. Der Geschäftsmann Mitch Wilkinson hat einen Beweis gefunden, der Bens Ur-Ur-Großvater bezichtigt, am Attentat auf US-Präsident Abraham Lincoln beteiligt gewesen zu sein. Aufklärung könnte das geheime Buch der Präsidenten liefern, doch dafür muss Ben schon den Präsidenten entführen.


Kritik:

Ich könnte es mir einfach machen. Das Vermächtnis des geheimen Buches ist im Prinzip wie der erste Teil nur noch eine ganze Spur mehr „over the top“. Stellvertretend seid hier nur mal eine Szene genannt, in der das Trio in einem Auto davon jagt und verfolgt wird. Als Beute haben sie ein altes Relikt bei sich mit ihnen unbekannten Schriftzeichen. Da sie dieses Relikt ihren Verfolgern aushändigen wollen um diese loszuwerden, müssen sie die Schriftzeichen festhalten. Und wie geht das? Genau. Einfach bei rot über die Kreuzung rasen und das Ding in den Blitzer halten. Der trottelige Kumpel hackt sich in den Polizeicomputer und lädt das Foto runter. Mach ich auch immer so, wenn ich neue Passbilder brauche. Und wenn man sich an solchen Szenen stört, sollte man einen weiten Bogen um diesen Film machen, der übrigens einen total dämlichen Titel hat. Es geht gar nicht großartig um das Buch, aber irgendwie musste man ja eine Parallele zum doofen Titel des Vorgängers herstellen.

Neu dabei sind die glänzende Hellen Mirren als Ben Gates Mutter und Ed Harris als neuer Gegner von Gates. Beide spielen weit unter ihren Möglichkeiten, was an den eindimensionalen Charakteren liegt. Hellen Mirren darf sich ständig mit ihrem Filmmann Jon Voight streiten und Ed Harris darf nie so ganz richtig böse sein. Schade drum, bei diesen Darstellern wäre mehr drin gewesen. Aber das Problem hatten wir im ersten Teil schon bei Harvey Keitel. Diane Kruger klingt endlich nicht mehr so als wenn sie in eine Mülltonne spricht. Gut ausgesehen hat sie ja schon immer.

Die Actionszenen sind ohne Zweifel gut inszeniert und stecken voller Dynamik. Sofern man nicht darüber nachdenkt, warum es denn jetzt schon wieder Action gibt, hat man dabei wirklich Spaß und wird gut unterhalten. Übertrieben haben es die Macher jedoch mit den ganzen Beziehungsproblemen. Hellen Mirren vs. Jon Voight und Nicolas Cage vs. Diane Kruger – Rosenkrieg meets Indiana Jones. Witz kam für mich vor allem immer dann auf, wenn der leicht trottelige Buddy Justin Bartha auftaucht.

Für einen guten Film war mir das alles dann einfach zu unlogisch und zu viele Fragen blieben offen bzw. wurden nur unzureichend beantwortet. Man hätte einfach ganz normal einen Schatz suchen sollen statt diese wirre Vorfahren-Geschichte zu konstruieren. So wirft der Film mit Mythen und Halbwahrheiten um sich, was ein ziemlich wackeliges Konstrukt ergibt. Kann man sich anschauen, nur sollte man nicht zu viel erwarten.

Infos:

Originaltitel: National Treasure: Book of Secrets
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 124 Minuten
Kinostart: 24. Januar 2007
Regie: Jon Turteltaub
Drehbuch: Marianne & Cormac Wibberley
Darsteller: Nicolas Cage, Diane Kruger, Jon Voight, Ed Harris, Hellen Mirren
Genre: Action
Für Freunde von: Das Vermächtnis der Tempelritter, Die Mumie, Indiana Jones
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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