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30 Days of Night

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Inhalt:

In der Kleinstadt Barrow in Alaska bleibt es im Winter für einen Monat lang Nacht. 30 Tage lang liegt die Kleinstadt in der absoluten Dunkelheit, kein Lichtstrahl ist zu sehen, die Einwohner reisen normal in den Süden. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Vampire. Eine Handvoll Einwohner stellt sich den blutrünstigen Bestien. Doch die Nacht dauert noch lange und die Vampire erwischen einen nach dem anderen.


Kritik:

Die zu Grunde liegende Idee mit der von Vampiren befallenen Stadt, die zudem 30 Tage lang komplett ohne Sonnenlicht auskommen muss, finde ich ziemlich gut. Umso bedauerlicher finde ich es, dass bei der Umsetzung dann nicht noch ein bisschen mehr rausgekommen ist als bei diesem Film. Die Besetzung ist eigentlich vollkommen in Ordnung, das passt soweit alles. Der Anfang ist noch wirklich überzeugend und fängt noch recht gut eine beklemmende Atmosphäre ein. Später wird das Ganze dann wie üblich auf das „10 kleine NegerleinAfroamerikaner“-Prinzip reduziert.

Dazu kommen ein paar nervige Nebenplots wie die Ehekrise des Sheriff-Pärchens und der recht langatmige Mittelteil des Filmes. Dann hatte ich den Eindruck, dass die Idee mit den 30 Tagen bei der Comic-Vorlage wohl funktionieren mag, aber nicht in einem knapp zwei Stunden langen Film. So gibt es mehrere Zeitsprünge, was die Frage aufwirft, ob sich in der Zwischenzeit beide Fraktionen zu Tode gelangweilt haben. Ich hätte auch gerne etwas mehr über die Vampire erfahren, die einmal mehr seelenlose Killer sind. Im Comic gibt es auch auf deren Seite Streitigkeiten.

Neben all dem Gemecker gibt es aber auch ein paar gute Seiten an dem Film. So ist die Umsetzung des Comics optisch recht gut geworden. Autor Steve Niles hat die Dreharbeiten selbst überwacht. Gerade der Anfang des Films erinnert ein wenig an Carpenters The Thing, in den Splatterszenen kommen Genre-Fans voll auf ihre Kosten. Insgesamt deutlich besser als ich befürchtet hatte, aber auch irgendwie schade um das verschenkte Potenzial.

Infos:

Originaltitel: 30 Days of Night
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 8. November 2007
Regie: David Slade
Drehbuch: Steve Niles, Stuart Beattie
Darsteller: Josh Hartnett, Ben Foster, Melissa George
Genre: Horror
Für Freunde von: The Hills have Eyes, Vampires, The Thing
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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