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Todeszug nach Yuma (3:10 to Yuma)

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Inhalt:

Don Evans ist ein armer Farmer, der zurück gezogen mit seiner Frau und den beiden Söhnen wohnt. Nach einem Unfall wurde er als Scharfschütze aus der Armee entlassen. Er braucht dringend Geld, da er sonst Haus und Hof verlieren wird. Da wird er Zeuge eines Raubüberfalles auf eine Postkutsche, hinter dem der gesuchte Bandit Ben Wade steckt. Farmer Dan hilft dem Sheriff, Wade festzunehmen. Für 200 Dollar will Evans helfen, Wade zu einer drei Tage entfernten Bahnstation zu bringen, wo der Zug zum Staatsgefängnis nach Yuma um Punkt 3 Uhr 10 abfahren wird. Auf den Fersen ist ihnen dabei Wades Bande, die ihren Anführer zurückhaben will.


Kritik:

Mit Todeszug nach Yuma ist es James Mangold gelungen, ein brillantes Remake abzuliefern. Das liegt besonders an den beiden herausragenden Hauptdarstellern Christian Bale und Russel Crowe. Bale spielt den interessanten Part des armen Farmers mit extremen Existenzängsten. Aus dem Bürgerkrieg kam er als hinkender Invalide zurück, der seinem Sohn nicht die wahre Geschichte dahinter erklären kann. Wer könnte den von inneren Dämonen zerfressenen Charakter besser spielen als Christian Bale? Es wäre zu einfach gewesen, aus dieser Figur einen eindimensionalen Gutmenschen zu machen. Stattdessen ist dieser Farmer ebenso wenig klar gut wie sein Widersacher klar böse.

Diesen spielt Russel Crowe mit großer Hingabe und mit zu Schlitzen verengten Augen. In seiner Rolle darf er intelligent, charmant und überaus charismatisch agieren. Zudem ist er keine blutrünstige Bestie sondern mit einem besonderen Ehrenkodex ausgestattet. Der Film ist dann am besten, wenn die beiden Figuren parallel zu sehen sind und sich Wortgefechte liefern. Diese Gespräche sind letztlich der Grund dafür, dass sich beide Figuren zum Ende hin annähern.

Die Inszenierung Mangolds kann als klassisch bezeichnet werden. Ein klassischer Western in bester Manier nach Erbarmungslos und Pale Rider. Die Actionszenen, insbesondere zum Ende hin, sind spannend und vermitteln einen guten Eindruck davon wie es ist, wenn sich echte Männer die Kugelm um die Ohren schießen. Das Ende ist absolut passend für diesen Film und schließt die Wandlung der Figuren konsequent ab. Insgesamt ein wirklich schönes Comeback des Western-Kinos.

Infos:

Originaltitel: 3:10 to Yuma
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 117 Minuten
Kinostart: 13. Dezember 2007
Regie: James Mangold
Drehbuch: Halsted Welles, Michael Brandt
Darsteller: Christian Bale, Russel Crowe, Ben Foster
Genre: Western
Für Freunde von: Open Range, Erbarmungslos, Pale Rider
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

Ein Kommentar zu “Todeszug nach Yuma (3:10 to Yuma)

  1. zustimmung. weitgehend. an dem showdown störe ich mich aber wirklich. zu oft gesehen, hätte sehr viel kürzer ausfallen können. und weniger pathetisch.

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