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Kindergeburtstag: Chaos pur

Eigentlich müsste ich jetzt drei rote Kreuze am Kalender machen, der Kindergeburtstag liegt hinter uns. Wir haben die Abmachung mit Junior, dass er so viele Kids einladen darf, wie er alt ist. Dieses Jahr also acht. Zwei Kinder kamen nicht, bleiben also inklusive Junior sieben Racker, darunter zwei Mädchen. Ist es durch die zwei Ausfälle ruhiger geworden? Nicht wirklich. Es ist nahezu unglaublich, in welcher Lautstärke sich Kinder untereinander unterhalten. Auch fast unglaublich: Kindergeburtstage haben sich in den letzten 25 Jahren kein Stück verändert. Was damals zog, zieht auch heute noch.

Besonders gut kamen die lustigen Spielchen an, die wir organisiert haben. Zum Auspowern wurden draußen jeweils zwei Kids an den Füßen zusammen gebunden, um dann ein Wettrennen zu bestreiten. Klappte natürlich nicht wirklich, die Kids haben mehr auf dem Boden gelegen als das sie gelaufen sind. Aber wenn man acht Jahre alt ist, ist das ein riesiges Vergnügen. Danach kamen die Spiele, die mir als Organisator diebisch Spaß gemacht haben. Vielleicht kennt der eine oder andere noch den berühmten Mehlberg. Dabei wird in einer Schale ein Haufen Mehl getürmt. Auf die Spitze kommt ein Gummibärchen. Reihum muss jeder einen vollen Löffel Mehl abschöpfen. Derjenige, bei dem das Gummibärchen sich bewegt, muss es mit dem Mund rausnaschen. Herrliche Geistergesichter waren das Ergebnis. Ein echter Partykracher.

Mir hat das Bücher riechen noch viel besser gefallen. Den Kindern hatte ich erzählt, dass man Bücher ja auch am eigentümlichen Geruch erkennen kann. So zeigte ich ihnen drei Bücher, von denen sie sich den Geruch einprägen sollten. Kind um Kind wurde mit verbundenen Augen ins Wohnzimmer geführt, um die Bücher zu erriechen. Das letzte hatte ich jedoch mit einer Schale kaltem Wasser ausgetauscht. Ein Mordsspaß, der selbst dem „Opfer-Kind“ riesig Spaß gemacht hat.

Erwähnen muss ich noch, dass Kids nichts drauf haben. Im Negerkusswettessen hatte ich keine ernstzunehmenden Gegner – außer meiner Schwester. Zum Abschluss gab es dann noch Pommes und Chicken Nuggets, aber zum Essen haben Kinder auf so einer Feier sowieso keine Zeit. Kein Wunder, schreien und essen gleichzeitig kann ja auch kaum gehen. Und so war das ganze dann auch kurz vor meinem Hörsturz dann auch wieder beendet. Alle Kids waren sehr happy. Junior schlief zumindest so fix ein wie lange nicht. Und als Erinnerung gab es auch ein hübsches Gruppenfoto.

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8 Kommentare zu “Kindergeburtstag: Chaos pur

  1. Wir waren am Samstag bei einem Kindergeburtstag. Daher musste ich bei Deiner Schilderung über den Lärmpegel – immer noch einen Pfeiffton in den Ohren – zustimmend schmunzeln 😉

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