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Von Löwen und Lämmern (Lions for Lambs)

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Inhalt:

Zwei junge Stunden werden in den Vorlesungen ihres idealistischen Professors (Redford) dazu aufgefordert, etwas Bedeutendes in ihrem Leben zu leisten. Daher melden die beiden sich überzeut freiwillig, um als Soldaten in Afghanistan zu dienen. Als die beiden nur noch um ihr Überleben kämpfen ereignen sich zwei scheinbar nicht zusammenhängende Geschichten in den USA. Der Professor setzt sich mit einem Studenten auseinander, der sein Potenzial mit Füßen tritt. Parallel versucht der charismatische Republikaner Irving (Tom Cruise) eine regierungskritische Journalistin (Meryl Streep) mit einer exklusiven Story zu manipulieren.


Kritik:

Von Löwen und Lämmern ist alles andere als leichte Kost. Das Kammerspiel, in dem Robert Redford als Produzent, Regisseur und Darsteller in Personalunion überzeugt, ist sein bisher politischster Film. Er klagt an ohne mahnenden Zeigefinger und lässt sowohl Argumente des rechten als auch linken Flügels zu Wort kommen, ohne richtig Partei für eine der Seiten zu ergreifen. Gefällt mir, da ich mich ungern bevormunden lasse und mir lieber selbst ein Urteil bilden möchte.

Der liberale Redford prangert mit diesem Film die zwei großen Probleme der USA an. Da wäre eine überforderte Regierung, die von einer Krise in die nächste stolpert. Dazu kommen die Medien, die schon lange ihre Unabhängigkeit verloren haben und zusehends von den Machtinhabern manipuliert und für die eigenen Zwecke eingespannt werden. Daneben gibt es noch ein bisschen Kritik am amerikanischen Bildungssystem, das hauptsächlich Reichen eine Chance gibt, Wer nicht viel Geld hat, muss sich dann eben über sportliche Höchstleistungen ein Stipendium verdienen.

Von Löwen und Lämmern ist extrem dialoglastig und kommt mit wenig Kulissen aus. Gerade das Gespräch zwischen Meryl Streep und Tom Cruise ähnelte einem spannenden Tennismatch. Da geraten die beiden anderen Stränge ins Hintertreffen. Tom Cruise als machtgierigen, manipulierenden Politiker zu besetzen liegt ja beinahe auf der Hand. Meryl Streep zeigt mal wieder, warum sie ein Dauerabo auf Oscar-Nominierungen hat. Aber klar, wenn es gut 90 Minuten nur Dialoge gibt, ist das auch eine prima Showbühne für gute Schauspieler.

Insgesamt gab es immer wieder Momente, wo sich der Film zäh anfühlte. Die vorgebrachten Argumente sind nur allzu bekannt, wenn man sich ein wenig für die aktuelle Politik interessiert. Zumal es zu einem großen Teil um ureigene amerikanische Probleme geht. Letztlich geht es jedoch um die zentrale Botschaft, dass man sich für seine eigene Überzeugung einsetzen muss. Und die passt nun mal global.

Infos:

Originaltitel: Lions for Lambs
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 08. November 2007
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Matthew Michael Carnahan
Darsteller: Meryl Streep, Tom Cruise, Robert Redford, Derek Luke, Michael Pena
Genre: Polit-Drama
Für Freunde von: The Manchurian Candidate
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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