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Death Sentence

Death Sentence 

Inhalt:

Nick wird durch einen schweren Schicksalsschlag aus seinem beschaulichen Leben gerissen. Eine Gang tötet bei einem Tankstopp seinen Sohn. Bei einer Gegenüberstellung erkennt Nick den Täter. Doch dieser könnte relativ früh wieder auf freien Fuß sein. Eine große Ungerechtigkeit entscheidet Nick und sinnt auf Rache. Die Täter sollen dafür büßen, was sie ihm angetan haben.

Kritik:

Das Beste und zugleich einzig gute, das ich über Death Sentence sagen kann ist die halbwegs gute schauspielerische Leistung von Kevin Bacon. Er kann das deutlich besser, wie er u.a. in The Woodsman oder Mystic River gezeigt hat. Gerade zum Ende neigt er zu Overacting und bewegt seine Filmfigur an den Rand der Lächerlichkeit. Ansonsten ist der Film leider ein platter, brutaler Selbstjustizstreifen. Das mag in den 70er Jahren zu Zeiten eines Death Wish noch gut funktioniert haben, aktuell bringt mich das nur zum Lachen.

Was ist passiert? Immerhin wurde einer der beiden Söhne einer einst glücklichen Familie brutal ermordert. Und was geschieht dann? Das Familienoberhaupt schert seinen Kopf und sinnt wie ein Steinzeitmensch nach Rache. Die Familie wird in die Pläne nicht mit einbezogen, die Ehefrau darf das eingeschüchterte Heimchen am Herd spielen. Wo eigentlich genug Stoff für emotionale Konflikte vorhanden wäre, greift Regisseur James Wan auf niedere Instinkte und zelebriert eine Gewaltorgie. Waffen statt Tränen, ausgeschlagene Zähne statt Reden. Und wenn es dann doch mal ein wenig sentimental wird, dann klebt ein kitschig-lieblicher Soundtrack darüber, dass einem fast schlecht wird.

Die Bandenmitglieder bestehen aus den üblichen Randgruppen-Schießbudenfiguren. Hier ein Latino, da ein Schwarzer und obendrauf noch ein paar Skinheads – Klischee an Klischee. Die Actionsequenzen sind in bester SAW-Manier inszeniert, das kann Mr. Wan dann. Zum Ende hin kam das Gefühl auf, dass Kevin Bacon durch die SAW-Kulissen stolpert und auch der Score erinnert in jenem Moment an den Horrorstreifen. Das Ende ist leider auch eher enttäuschend und zeigt eine gewisse Unentschlossenheit.

Schade, dass mal wieder so platt Selbstjustiz propagiert wird. Ich hätte mir einen etwas kritischeren Umgang mit dieser Thematik gewünscht. Kritische Töne gibt es im Film immer nur dann, wenn die kühle Polizistin im Bild auftaucht. Aber diese Momente wurden auf ein Minimum reduziert zu Gunsten von platter, morbider Action. Gähn.

Infos:

Originaltitel: Death Sentence
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 13. September 2007
Regie: James Wan
Drehbuch: Ian Jeffers, Brian Garfield
Darsteller: Kevin Bacon, Kelly Preston, John Goodman
Genre: Action
Für Freunde von: The Punisher, Running Scared, Ein Mann sieht rot
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★☆☆☆☆☆☆☆

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