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Portal: Fesselnder Minimalismus

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Ich habe viele Spiele in meinem Leben gespielt. immer wieder, wenn auch wirklich selten, trifft man auf ein Spiel, dass von der Idee bis zur Umsetzung einfach perfekt ist. Tetris ist sicherlich ein solcher Vertreter, das kürzlich erschienene Portal von Valve Software ist ein ähnliches Kaliber. Portal ist weder ein technisches Highlight noch ansatzweise hübsch. Dennoch ist man nach kürzester Zeit extrem gefesselt und es ist dann mehr als schwer, wieder davon loszukommen.

Das Spielprinzip ist dabei denkbar einfach. Man kann zwei Portale auf Wand, Decke oder Fußboden projezieren. Das eine dient als Eingang, das andere als Ausgang. Als Versuchsobjekt in einem Testcenter bahnt man sich nur damit einen Weg und löst dabei zunächst banale, später extrem komplexe Rätsel. So weit so gut. Das allein fesselt schon enorm, dazu kommt aber ein extrem schwarzer, bissiger Humor. Begleitet wird man von einer Computerstimme, die immer wieder gemeine, demotivierende Aussagen trifft.

Portal ist leider relativ kurz. Normal würde ich mich jetzt beklagen, aber im Gegenzug gibt es 0 Langeweile und absolut keine Wiederholungen. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig an und es kommen immer wieder neue Elemente dazu. Selten habe ich so konzentrierte vier Stunden Spielspaß gehabt. Und wirklich jeder, der mir beim Spielen über die Schulter geschaut hat, war sofort gefesselt. Muss man einfach mal selbst gemacht haben.

Und diesen verdammten Song kriege ich absolut nicht mehr aus meinem Kopf heraus. Absoluter Ohrwurm. Und jetzt möge sich jemand erbarmen und neue Level für dieses geniale Stück Software basteln. Ich werde jetzt erstmal diese Map ausprobieren. Wer es selbst mal probieren möchte: Via Steam gibt es Portal einzeln für 29 US-Dollar oder im Rahmen der Orange Box inklusive dem bereits hier hochgejubelten Half-Life 2 inklusive Episode 1 und 2 sowie dem Multiplayer-Shooter Team Fortress 2. Und für lau gibt’s Portal auch als Flashgame.

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