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Invasion (The Invasion)

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Inhalt:

Eine Katastrophe. Die Trümmer des Space Shuttle Patriot regnen auf die USA herab. Auf den Trümmern befindet sich eine fremde Substanz, die sowohl die Kälte des Raums als auch die Hitze beim Wiedereintritt überlebt hat. Wer mit ihr in Berührung kommt, ist nicht mehr derselbe und empfindet keine Gefühle mehr. Die Psychiaterin Carol ist eine der wenigern nicht Infizierten. Zusammen mit ihrem Freund Ben versucht sie, diese Invasion zu stoppen. Helfen könnte ihr Sohn Oliver, der offensichtlich immun gegen die Sporen aus dem All zu sein scheint.


Kritik:

Ui, wieder einmal eine Verfilmung des Romans „The Body Snatchers“ von Jack Finney. Es ist die vierte, und so viel kann ich vorab sagen, eine die absolut nicht nötig gewesen wäre. Die Story ist ja auch nicht wirklich toll. Damals funktionierte Don Siegels Version nur so gut, weil es für Amerika eine Parallele gab. Die Invasion der Aliens war für sie so beängstigend, da sich Amerika im kalten Krieg mit der Sowjetunion befand. Das war nicht das, was der Autor des Buches dabei im Kopf hatte, aber ein geschickter Schachzug von Regisseur Siegel.

Wenn man sich jedoch wie Hirschbiegel an so ein Remake macht, dann sollte man es a) besser machen als das Original oder b) neue Elemente einbauen, um nicht unnötig Prügel einzustecken. Die einzige Neuerung ist jedoch die Übertragung des Virus. Wie bei Aids ist es der Austausch von Körperflüssigkeiten, die weitere Leute mit dem Virus ansteckt. Wie bei Siegel kann man also auch hier unterstellen, dass versucht wird, aktuelle Ängste vor z.B. Aids oder SARS anzusprechen.

Schon wie bei 28 Weeks Later ist es aber eine ziemlich doofe Idee, Leute einzubauen, die aufgrund irgendwelcher Besonderheiten immun sind. Schon relativ klar ist, dass Carols Sohn der Schlüssel zur Rettung der Menschheit ist. So weit so gähn. Im Gegensatz zu seinen Filmen Experiment und Untergang schafft es Hirschbiegel jedoch nicht, eine ähnlich beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die diese Art Film unbedingt braucht.

Die Besetzung ist ebenso gut, Nicole Kidman und Daniel Craig spielen routiniert, die Chemie zwischen den beiden passt jedoch nicht wirklich. Dem Film sieht man über weite Strecken an, dass sehr viel Geld drin steckt. Umso bedauerlicher, dass es mir als Zuschauer im Grunde egal ist, wie der Film ausgeht. So ist Invasion wieder einer dieser Filme, die nicht wirklich nötig gewesen wären. Er bringt weder der zugrunde liegenden Geschichte noch dem Genre irgendwelchen neuen Impulse.

Infos:

Originaltitel: The Invasion
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 99 Minuten
Kinostart: 18. Oktober 2007
Regie: Oliver Hirschbiegel
Drehbuch: David Kajganich
Darsteller: Nicole Kidman, Caniel Craig, Jeremy Northam, Jeffrey Wright
Genre: SciFi-Thriller
Für Freunde von: Dreamcatcher, Outbreak, Invasion of the Body Snatchers
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

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