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Der Sternwanderer (Stardust)

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Inhalt:

England im 19. Jahrhundert. Das kleine Dorf Wall ist durch eine Steinmauer vom mythischen Königreich Stormhold getrennt. Die einzige Lücke in der Mauer hat ein alter Wächter im Auge, damit niemand von der einen Seite auf die andere kann. Dies gelingt einem jungen Mann namens Dunstan. Im Land Stormhold trifft er eine junge von einer Hexe gefangen gehaltene Frau. Er verliebt sich in sie, neun Monate später liegt ein Kind für ihn an der Mauer: Tristan. 18 Jahre später ist Tristan in die doofe Dorfschänheit verliebt. Als die beiden eine Sternschnuppe sehen, verspricht er ihr, ihr diese Sternschnuppe als Zeichen seiner Liebe zu holen.

Doch im Land Stormhold entpuppt sich diese Sternschnuppe als blonde Giftspritze. Und hinter ihr sind noch mehr Leute her. Da sind die beiden Königssöhne Primus und Septimus, um ihre legitime Nachfolge als König zu sichern. Dazu kommt drei Hexen, die das Herz der Sternschnuppe brauchen, um ihre ewige Schönheit zurück zu bekommen.


Kritik:

Für mich persönlich gehört Stardust (den doofen deutschen Titel erspare ich mir hier im weiteren Verlauf) zu den absoluten Überraschungen des Kinojahres. Als ich den Trailer sah, landete der Film in der Schublade mit den Filmen, die sich im Fahrwasser des Herr-der-Ringe-Erfolges bewegen. Wer so denkt verpasst jedoch ein absolutes Fantasy-Highlight. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine so gelungene Mischung aus Action, Humor und Romantik gesehen habe.

Die wunderschöne Geschichte wird so wundervoll leicht und locker erzählt, dass man gar nicht mitbekommt, wie schnell die Zeit vergeht. Malerische Landschaften (gedreht wurde in Schottland und Island) und tolle Spezialeffekte, die ebenso spärlich wie sinnvoll eingesetzt werden. Dazu ein sehr schöner Soundtrack, der die richtige Mischung aus Dramatik und ruhigen Tönen bietet. Dazu kommt eine Besetzung, die sich wahrlich sehen lassen kann und hier mal nicht die Mängel des Films kaschieren soll.

Michelle Pfeiffer brilliert als bitterböse Hexe, die neben ihrer ganzen Schönheit auch von ihrer hässlichen Seite zeigen kann. Robert de Niro zeigte sich noch nie so weiblich wie in dieser absolut komischen Rolle als schwuler Pirat. Er ist natürlich nicht so schön tuntig wie Jack Sparrow, passt aber schön in den Film. Und selbst Clare Danes, die ich sonst nicht unbedingt mag, hat mir extrem gut gefallen. Absolutes Highlight ihr langer Monolog mit Tristan, als dieser in eine Ratte verwandelt ist. Eine der schönsten Liebeserklärungen der Filmgeschichte.

Neben all der Romantik kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Dauerthema ist hier z.B der Disput der Königssöhne, die sich gegenseitig nach dem Leben trachten und sich mit vielen innovativen Ideen das Leben nehmen. Die Verstorbenen begleiten die übrigen dann im weiteren Verlauf als Geister, die immer wieder lustige Sprüche einstreuen.

Am meisten gefallen hat mir jedoch, dass es nie kitschig wird. Zudem fühlt sich Stardust trotz aller Märchenmomente nie alt sondern zeitlos-modern an. Ich muss wohl dringend mal das Buch dazu lesen, das soll noch besser sein. Es ist extrem schade, dass dieser schöne Film vom Publikum so missachtet wird. Schöner wurde eine solche Fantasy-Geschichte selten erzählt. Unbedingt ansehen.

Infos:

Originaltitel: Stardust
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 130 Minuten
Kinostart: 18. Oktober 2007
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Neil Gaiman
Darsteller: Charlie Cox, Clare Danes, Michelle Pfeiffer, Sienna Miller, Robert De Niro, Peter O’Toole, Rupert Everett
Genre: Fantasy-Abenteuer
Für Freunde von: Chroniken von Narnia, Willow, Herr der Ringe
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

2 Kommentare zu “Der Sternwanderer (Stardust)

  1. Habe den Film am Samstag im Kino gesehen und war auch total begeistert. Hatte in der Cinema schon am Anfang des Jahres was darüber gelesen und fand die Geschichte sehr schön. Sehr gut finde ich Robert de Niro als „Piratencapitain“. Es ist aber auch schön mal wieder was von Michelle Pfeifer zu sehen. Ist auf jedenfall einen Kinogang wert.

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